Sie sind hier: Home > Panorama > Menschen >

Die Geschichte einer Organspende macht Israelis Hoffnung

"Wir sind jetzt eine Familie"  

Die Geschichte einer Organspende macht Israelis Hoffnung

Von Martin Küper

23.05.2021, 11:54 Uhr
Die Geschichte einer Organspende macht Israelis Hoffnung. Eine Frau weint bei der Beerdigung von Yigal Yehoshua am Dienstag in Moshav Hadid: "anderen Menschen Leben geschenkt".   (Quelle: Reuters/Ronen Zvulun)

Eine Frau weint bei der Beerdigung von Yigal Yehoshua am Dienstag in Moshav Hadid: "anderen Menschen Leben geschenkt". (Quelle: Ronen Zvulun/Reuters)

Vor zwei Wochen geriet Yigal Yehoshuas in einen wütenden Mob im israelischen Lod, ein Backstein traf ihn tödlich am Kopf. Seine Niere spendete der jüdische Mann einer arabischen Frau in Jerusalem.

"Diese jüdische Niere ist jetzt ein Teil von mir", sagt Randa Aweis im israelischen Fernsehen und bekundet der Familie von Yigal Yehoshua ihr Beileid. "Wir sind jetzt eine Familie." Die arabische Christin aus Jerusalem hatte jahrelang auf das Organ gewartet. Die tragischen Umständen ihrer Rettung bewegen viele Menschen Israel

Yigal Yehoshua war mit seinem Auto auf dem Weg nach Hause in Lod, als er in einen wütenden Mob geriet. Es war der Abend des 11. Mai, der gewaltsame Tod eines arabischen Mannes hatte in der Stadt zwischen Jerusalem und Tel Aviv schwere Unruhen ausgelöst. Wie die "Times of Israel" berichtet, traf ein Backstein den 56-Jährigen am Kopf. Sechs Tage später erlag Yigal Yehoshua seinen schweren Verletzungen. 

"Du hast an das friedliche Zusammenleben geglaubt"

Sein Bruder Efi glaubt, die Organspende wäre ganz im Sinne Yigals gewesen: "Du hast an das friedliche Zusammenleben von Juden und Arabern geglaubt", sagte er bei der Besetzung am Dienstag. "Du hast mit deinem Leben bezahlt und dank deiner Organspende anderen Menschen Leben geschenkt."  

Randa Aweis ist nach der Nierentransplantation auf dem Weg der Besserung. Sie hofft, Yigal Yehoshuas Familie treffen zu können, um ihr persönlich zu danken. Sie wünsche sich Frieden zwischen Juden und Arabern, so die 58-Jährige.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: