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Berlin: Mehr als 3.000 Sumpfkrebse in einer Woche gefangen

In einer Woche  

Mehr als 3.000 Sumpfkrebse in Berlin gefangen

08.05.2018, 12:39 Uhr | dpa

Berlin: Mehr als 3.000 Sumpfkrebse in einer Woche gefangen. Ein Tourist hält im Tiergarten einen roten amerikanischen Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) in der Hand: In mindestens zwei Berliner Seen leben Amerikanische Sumpfkrebse. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)

Ein Tourist hält im Tiergarten einen roten amerikanischen Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) in der Hand: In mindestens zwei Berliner Seen leben Amerikanische Sumpfkrebse. (Quelle: Britta Pedersen/dpa)

In zwei Berliner Parkseen haben Fischer binnen einer Woche über 3.000 Sumpfkrebse gefangen. Im Gegensatz zu vergangenem Jahr, kann man diese sogar essen.

In knapp einer Woche haben Fischer mehr als 3.000 essbare Sumpfkrebse in zwei Berliner Parkseen gefangen. Mehr als zwei Drittel davon gingen im Britzer Garten ins Netz, die übrigen im Tiergarten, wie Wildtierexperte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung am Dienstag bilanzierte. Die Tiere – Rote Amerikanische Sumpfkrebse – seien zwischen zwei und vier Jahre alt.

Bereits im vergangenen Sommer waren im Tiergarten knapp 4.000 Stück gefangen worden. Damals mussten die Tiere noch vernichtet werden. Seit einigen Tagen ist klar, dass die Krebse – Nachkommen ausgesetzter Exemplare – nicht mit Schadstoffen belastet sind. Nun darf ein Fischereibetrieb die Krustentiere zum Verzehr verkaufen.

Wollhandkrabbe in Havel

Es ist nicht das erste Mal, dass eine gebietsfremde Art in Deutschland auf den Teller kommt. Die chinesische Wollhandkrabbe, die etwa in der Havel vorkommt, wird nach Angaben Ehlerts von mindestens einem Fischer an asiatische Restaurants verkauft.

In China gelten Wollhandkrabben als Delikatesse. Bei Fischern ist Krabben-Beifang unbeliebt, weil die Tiere mit ihren scharfen Scheren die Netze zerschneiden können. In Deutschland wurden die Krabben vermutlich mit dem Ballastwasser von Handelsschiffen eingeschleppt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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