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Kanada verbietet Haltung und Zucht von Walen und Delfinen

Tierschützer jubeln  

Kanada verbietet Haltung und Zucht von Walen und Delfinen

11.06.2019, 15:11 Uhr | AFP

Kanada verbietet Haltung und Zucht von Walen und Delfinen. Delfin in einem Aquarium: Immer mehr Länder schließen sich den Zucht- und Haltungsverboten an. (Symbolbild) (Quelle: imago images/John Milner)

Delfin in einem Aquarium: Immer mehr Länder schließen sich den Zucht- und Haltungsverboten an. (Symbolbild) (Quelle: John Milner/imago images)

In Kanada dürfen künftig keine Meeressäuger mehr gefangen oder gezüchtet werden, nur wenige Ausnahmen sind vorgesehen. Immer mehr Länder folgen dieser Linie.

Das kanadische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die Haltung und Zucht von Walen und Delfinen in Gefangenschaft verbietet. Der Gesetzentwurf, der schon 2015 eingebracht und nun von den Abgeordneten beschlossen wurde, ändert das kanadische Strafgesetzbuch. Die Haltung und die Zucht von Meeressäugern sind damit künftig untersagt.

Das Verbot gilt allerdings nicht rückwirkend. Der Freizeitpark Marineland in der Stadt Niagara Falls und das Aquarium in Vancouver, die in Kanada als einzige Meeressäuger halten, dürfen ihre Tiere also behalten. Es gibt zudem einige Ausnahmen, etwa wenn ein verletztes Tier gesundgepflegt werden soll.

"Die letzte Generation, die leiden muss"

Tierschützer begrüßten das Gesetz. Die Organisation World Animal Protection Canada lobte vor allem das Zuchtverbot. Die Wale und Delfine, die derzeit in Kanada in winzigen Becken gehalten würden, seien damit "die letzte Generation, die darunter leiden muss". Andere Länder sollten dem Beispiel folgen.
 

 
Nach Angaben der Organisation gilt das Verbot inzwischen in rund einem Dutzend Länder, darunter in Costa Rica und Chile. Tierparks, die immer noch Wale als Attraktion halten, sehen sich auch in anderen Ländern zunehmendem Druck ausgesetzt. Im vergangenen Jahr hatte der britische Reiseveranstalter Thomas Cook angekündigt, keine Touren mehr zu Freizeitparks anzubieten, die Orcas halten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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