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Wölfe verursachen mehr Schaden als je zuvor

  • Jonas Mueller-T√∂we
Von Jonas Mueller-Töwe

Aktualisiert am 12.08.2020Lesedauer: 3 Min.
Ein Wolf in einem Wildtiergehege: Deutschlandweit wächst die Population in freier Wildbahn.
Ein Wolf in einem Wildtiergehege: Deutschlandweit wächst die Population in freier Wildbahn. (Quelle: imago-images-bilder)
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Ausgleichszahlungen f√ľr von W√∂lfen gerissene Nutztiere steigen weiter an: vor allem in drei Bundesl√§ndern. In einigen wird offen der Abschuss von Tieren gefordert.

Die Bundesl√§nder haben Nutztierhaltern seit Mitte 2019 mehr als je zuvor f√ľr vom Wolf gerissene Tiere gezahlt. Das geht aus Zahlen der Umweltministerien hervor, die t-online.de vorliegen. Seit der ersten Sichtung des Wolfs in Deutschland wurden demnach mittlerweile rund 1,7 Millionen Euro an sogenannten Billigkeitsleistungen bewilligt. Das sind 600.000 Euro mehr als bis Mitte 2019. Bis dahin waren knapp 1,1 Millionen Euro ausgezahlt worden, bis Mitte 2018 rund 755.000, wie t-online.de jeweils berichtete.

Starker Anstieg in drei Ländern

Die erneut deutliche Zunahme der Zahlungen geht dabei zum Teil auf sprunghafte Anstiege in einzelnen Bundesl√§ndern zur√ľck. So hatte Th√ľringen bis Mitte 2019 lediglich knapp 27.000 Euro an Billigkeitsleistungen gemeldet ‚Äď nun wurden insgesamt fast 230.000 Euro ausgezahlt. In Sachsen stiegen die Zahlungen von damals rund 162.000 Euro auf nun knapp 295.000 Euro, in Brandenburg von knapp 335.000 Euro auf knapp 469.000 Euro.

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Der Anstieg der Ausgleichssumme geht mit dem Wachstum der Wolfspopulation und der weiteren Verbreitung einher. Die Bundesl√§nder beziffern die Anzahl der W√∂lfe derzeit auf maximal 1.220 gegen√ľber maximal 893 Exemplaren im vergangenen Jahr und maximal 702 Tieren Mitte 2018.

Davon leben die meisten sehr wahrscheinlich in Brandenburg (418), Niedersachsen (270) und Sachsen (240). Erstmals sind nun auch zwei Wölfe in Hessen resident, während Schleswig-Holstein nach dem Unfalltod von Problemwolf "GW924m" derzeit keine standorttreue Wolfspopulation mehr hat.

Die Zahlen geben allerdings nur eine Tendenz wieder: Besonders die Bundesl√§nder mit gro√üen Populationen geben aufgrund wissenschaftlicher Erw√§gungen nur die Anzahl der Rudel an ‚Äď ihnen geh√∂ren durchschnittlich f√ľnf bis zehn Tiere an. Die Maximalanzahl geht von zehn Tieren pro Rudel aus, um die Gr√∂√üenordnungen einfacher darzustellen. Wahrscheinliche Welpen von Wolfspaaren in NRW und Th√ľringen sind nicht ber√ľcksichtigt.

Rudel macht Jagd auf Pferde

Unabh√§ngig von der Gr√∂√üe der jeweiligen Wolfspopulation gibt es in mehreren Bundesl√§ndern derweil Diskussionen um Absch√ľsse von W√∂lfen. In Niedersachsen bereitet das Ministerium eine Abschussgenehmigung f√ľr einen Leitwolf vor, dessen Rodewalder Rudel Jagd auf Pferde und Rinder macht. Von W√∂lfinnen in Th√ľringen und Hessen wird angenommen, dass sie gelernt haben, Herdenschutzz√§une zu √ľberwinden.

√Ąhnliches Jagdverhalten hatte zur Abschussgenehmigung des Problemwolfs in Schleswig-Holstein gef√ľhrt. Eine Interessenvertretung b√§uerlicher Familienbetriebe in Brandenburg fordert sogar eine Abschussquote. "Wenn die J√§ger in Brandenburg jedes Jahr 100 W√∂lfe legal erlegen d√ľrften, w√ľrde das Raubtier seine Scheu zur√ľckgewinnen und die Probleme w√§ren zumindest entsch√§rft", sagte der Landessprecher der Initiative, Marco Hintze.


W√∂lfe sind streng gesch√ľtzt und k√∂nnen nur in strikt geregelten Ausnahmef√§llen get√∂tet werden. Das Umweltministerium in Brandenburg lehnt eine solche Forderung deswegen ab. Vermutlich zurecht: Sogar der bereits genehmigte Abschuss des problematischen Tieres in Th√ľringen wurde erst k√ľrzlich vor Gericht im Eilverfahren f√ľr h√∂chstwahrscheinlich rechtswidrig befunden.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) brachte aus diesen Gr√ľnden zuletzt eine weitere √Ąnderung der Bundesgesetzgebung ins Spiel. Erst im Februar hatte eine Gesetzesnovelle Abhilfe schaffen sollen. Nicht genug, aus Sicht von Lies. Erforderlich sei eine Obergrenze f√ľr den Wolf in Deutschland. Der Minister hatte f√ľr Niedersachsen bereits eine versch√§rfte Wolfsverordnung auf den Weg gebracht, die den Abschuss ab September weiter erleichtern soll.

Rechtsfragen und Kosten

Unklar ist, ob diese neue Verordnung auch vor der europ√§ischen Gesetzgebung Bestand haben kann. denn erst k√ľrzlich hatte der Europ√§ische Gerichtshof entschieden, dass W√∂lfe auch dann gesch√ľtzt werden, wenn sie in D√∂rfer kommen. Niedersachsens Wolfsverordnung weist hingegen faktisch ganze wolfsfreie Zonen aus. Unter anderem sollen W√∂lfe, die sich Menschen auf 30 Meter n√§hern, geschossen werden d√ľrfen.


Und es stellt sich auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen: Die Jagd auf den Wolf kostet kaum weniger als die Jagd der Wölfe Schaden anrichtet. Seit einem Jahr wurden in Niedersachsen lediglich knapp 20.000 Euro an Billigkeitsleistungen ausgezahlt, insgesamt in allen Jahren rund 188.000 Euro. Wie der NDR berichtet, hat die erfolglose Jagd auf den dortigen Problemwolf bislang fast 150.000 Euro gekostet.

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