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Kolumbien: Dutzende Nilpferde auf Farm von Drogenbaron Pablo Escobar sterilisiert

Verstorbener Drogenbaron  

Dutzende Nilpferde auf Escobar-Farm sterilisiert

16.10.2021, 12:23 Uhr | AFP

Kolumbien: Dutzende Nilpferde auf Farm von Drogenbaron Pablo Escobar sterilisiert. Pablo Escobar: Der Drogenbaron besaß mehrere exotische Tiere. (Quelle: imago images/Thomas Mayer)

Pablo Escobar: Der Drogenbaron besaß mehrere exotische Tiere. (Quelle: Thomas Mayer/imago images)

Zu Lebzeiten hielt der Drogenboss Pablo Escobar zahlreiche exotische Tiere, darunter Giraffen, Zebras und Nilpferde. Letztere haben sich nach seinem Tod unkontrolliert vermehrt – deshalb zogen die kolumbianischen Behörden nun Konsequenzen. 

Die Behörden in Kolumbien haben 24 Nilpferde auf der ehemaligen Farm des verstorbenen Drogenbarons Pablo Escobar sterilisiert. Die Tiere hätten sich unkontrolliert vermehrt, erklärte die Umweltschutzorganisation Cornare am Freitag (Ortszeit). Escobar hatte zwei Nilpferde sowie weitere exotische Tiere wie Giraffen, Zebras und Kängurus auf der Farm gehalten. Nach seinem Tod wurden alle Tiere verkauft – bis auf die Nilpferde. Diese pflanzten sich zu einer Herde von 80 Tieren fort.

24 Nilpferden sei anhand von Pfeilen ein Medikament namens Gonacon verabreicht worden, teilte Cornare weiter mit. Dabei handle es sich um ein Verhütungsmittel, das sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen wirksam sei. Weitere elf Nilpferde seien auf herkömmliche Art sterilisiert worden.

Vermutlich größte Nilpferdherde außerhalb Afrikas 

Die vermutlich größte Nilpferdherde außerhalb Afrikas hatte zunehmend für Probleme gesorgt. "Die Anwesenheit dieser Tiere in einem Ökosystem, das nicht ihr eigenes ist, hat Folgen wie die Verdrängung der örtlichen Fauna", erklärte der Cornare-Mitarbeiter David Echeverri. Die Tiere hätten auch mehrfach Fischer angegriffen.

Nach Escobars Tod im Jahr 1993 hatte es Streit um den Besitz seiner 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bogotá gelegenen Farm gegeben. Der private Tierpark "Hacienda Napoles" wurde schließlich als Attraktion für Touristen geöffnet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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