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Tschetschenen-Führer Kadyrow: Putin befördert seinen "Bluthund"


Putin befördert Tschetschenen-Führer Kadyrow

Von afp
Aktualisiert am 06.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Bald an der Front in der Ukraine? Ramsan Kadyrow will seine Söhne in den Krieg schicken. (Quelle: t-online)
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Tschetschenen-Führer Ramsan Kadyrow ist vom Kreml für seine Treue belohnt worden. Er hat jetzt den dritthöchsten Dienstgrad in der Armee inne.

Inmitten militärischer Rückschläge in der Ukraine hat der russische Präsident Wladimir Putin den autoritär herrschenden Machthaber der Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, zum Generaloberst befördert. Das Dekret über seine Ernennung sei bereits veröffentlicht, er sei Putin "unglaublich dankbar" für die "große Wertschätzung", schrieb Kadyrow am Mittwoch im Onlinedienst Telegram.

Generaloberst ist hinter Marschall und Armeegeneral der dritthöchste Dienstgrad der russischen Streitkräfte. Der Kreml hatte am Montag den "heldenhaften Beitrag" Kadyrows zur Offensive in der Ukraine gelobt. Tschetschenische Einheiten kämpfen im Land an der Seite der russischen Streitkräfte. Darunter ist auch Kadyrows unter dem Namen "Kadyrowzy" bekannte berüchtigte persönliche Miliz.

Eigene Söhne sollen in den Krieg ziehen

Kadyrow, der für seinen brutalen Führungsstil im muslimisch geprägten Tschetschenien im Nordkaukasus bekannt ist, hat sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine als einer der glühendsten Kriegsbefürworter hervorgetan. Er steht seit Langem im Ruf, russische Gesetze ohne Folgen für ihn zu umgehen.

Der tschetschenische Machthaber wird wegen seiner von schweren Menschenrechtsverletzungen geprägten Amtsführung seit Jahren von internationalen Nichtregierungsorganisationen kritisiert. Die Nachrichtenagentur Nexta berichtete auf Twitter, dass Kadyrow auch noch ausgezeichnet wurde, weil gegen ihn eine besonders hohe Zahl an Sanktionen verhängt worden sei.

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Am Montag hatte Kadyrow angekündigt, drei heranwachsende Söhne zu Kämpfen in die Ukraine zu schicken. Er hatte zudem angesichts der Schwierigkeiten der russischen Armee gefordert, "Nuklearwaffen mit niedriger Sprengkraft" einzusetzen. Zudem hatte Kadyrow einen anderen Generaloberst, Alexander Lapin, für dessen Rolle bei den Kämpfen um die kürzlich von ukrainischen Kräften eroberte Stadt Lyman kritisiert. Zuvor hatte er auf Telegram über einen Rückzug nachgedacht – Beobachter meinten, es könne sich um einen Versuch handeln, nach Lob von Putin zu heischen. Er machte dann auch wieder einen Rückzieher.

Der auch als "Putins Bluthund" bezeichnete Herrscher war vor seiner jetzigen Ernennung zum Generaloberst bereits dreimal zum General befördert worden – jeweils der Streitkräfte des Inneren, der Polizei und der Nationalgarde Tschetscheniens.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
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