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Ukraine-Krieg: Deutsches Schiff verlässt als erstes Odessa


Nach eineinhalb Jahren ausgelaufen
Deutsches Frachtschiff verlässt Odessa über neuen Korridor

Von afp, dpa
Aktualisiert am 16.08.2023Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:230816-99-853146Vergrößern des BildesDas Containerschiff "Joseph Schulte": Das Schiff verlässt als Erstes den Schwarzmeerhafen. (Quelle: Ukraine's Infrastructure Ministry Press Office/dpa)
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Die "Joseph Schulte" hat als erstes Schiff den Schwarzmeerhafen von Odessa verlassen. Doch sicher ist die Route immer noch nicht.

Nach der Öffnung neuer Schiffskorridore im Schwarzen Meer durch Kiew hat nach ukrainischen Angaben ein erster Frachter den Hafen von Odessa verlassen. Das Containerschiff "Joseph Schulte" befahre "den temporären Korridor, der für zivile Schiffe eingerichtet wurde", teilte der ukrainische Infrastrukturminister Oleksandr Kubrakow am Mittwoch mit. Die Hamburger Reederei Bernhard Schulte bestätigte, dass das Schiff unterwegs sei.

Der Frachter, der unter der Flagge Hongkongs fährt, ist demnach das erste Schiff, das seit dem 16. Juli aus dem Hafen in Odessa ausgelaufen ist. Das Containerschiff hat Kurs auf den Bosporus.

Seit Februar 2022 in Odessa

Die "Joseph Schulte" hatte am 23. Februar 2022 in Odessa festgemacht. Einen Tag später marschierte Russland im Nachbarland ein und blockierte die Häfen. Mehr als 60 Schiffe aus vielen Ländern teilten seitdem das Schicksal der des deutschen Containerschiffs.

Der Besatzung gehe es gut, teilte die Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM) in Hamburg mit. Die "Joseph Schulte" werde auf dem vorgegebenen Sicherheitskorridor durch Hoheitsgewässer der Ukraine, Rumäniens und der Türkei fahren. Dem Auslaufen waren offenbar Vereinbarungen mit vielen Seiten vorangegangen.

Angriffe nehmen zu

Die Ukraine hatte vor knapp einer Woche von mehreren Schwarzmeerhäfen aus Seewege für Handelsschiffe geöffnet – ungeachtet der russischen Ankündigung, nach dem Auslaufen des Abkommens zum Export ukrainischen Getreides jedes Schiff aus der Ukraine oder mit dem Ziel Ukraine im Schwarzen Meer ins Visier zu nehmen. Moskau war Mitte Juli aus dem Getreideabkommen ausgestiegen, das der Ukraine trotz des Krieges den Transport von Getreide über das Schwarze Meer ermöglicht hatte.

Seitdem haben Angriffe beider Seiten in der Region zugenommen. Während Moskau verstärkt die Hafeninfrastruktur am Schwarzen Meer und an der Donau angriff, nahm Kiew vermehrt die russische Schwarzmeerflotte ins Visier.

In der Nacht zu Mittwoch griff Russland nach ukrainischen Angaben einen Donau-Hafen in der südlichen Region Odessa mit Drohnen an. Bei den nächtlichen Attacken wurden laut Regionalgouverneur Oleg Kiper Lagerhäuser und Getreidespeicher beschädigt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP und dpa
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