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USA: Ex-Google-Chef Schmidt baut Drohnen für die Ukraine


"Mutig und heldenhaft"
Ex-Google-Chef baut Drohnen für die Ukraine

Von t-online
13.06.2024Lesedauer: 2 Min.
UKRAINE-CRISIS/EAST-DRONESVergrößern des BildesEin ukrainischer Soldat mit einer Aufklärungsdrohne (Symbolbild): Ex-Google-Chef Eric Schmidt und seine Firma bauen Drohnen für die Ukraine. (Quelle: Inna Varenytsia/reuters)
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Im Verborgenen gründete der Ex-Google-Chef im vergangenen Jahr eine Firma, die sich auf den Bau von Drohnen spezialisiert und so der Ukraine hilft – dafür erntet er großes Lob.

Das Technologie-Start-up eines bekannten amerikanischen Milliardärs sorgt für Aufsehen: Eric Schmidt, ehemaliger CEO von Google, hat im letzten Jahr heimlich das militärische Drohnenunternehmen White Stork gegründet. Inzwischen hat das Unternehmen mit dem Testen seiner künstlichen Intelligenz gestützten Fluggeräte begonnen – auch im Kriegsgebiet in der Ukraine, wie das US-Magazin "Forbes" berichtet.

Der Hauptsitz des Drohnenunternehmens befindet sich in Hillspire in Menlo Park – dort werden die Drohnen auch unter anderem getestet. Zwei Personen, die mit Schmidts Aktivitäten in Kiew vertraut sind, sagten dem US-Magazin, dass sein Team ebenfalls Drohnenprototypen mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium testet und um deren Feedback bittet. Auch dem 14. Regiment der ukrainischen Streitkräfte – eine Spezialeinheit für Drohnenaufklärung und -kriegsführung – wurde die Technologie bereits demonstriert.

"Er kümmert sich um die Ukraine und hilft uns sehr"

Schmidt, der zuvor eine Sicherheitsfreigabe der US-Regierung erlangt hatte und kürzlich die selbige dazu aufforderte, das Auslandshilfepaket zu genehmigen, das der Ukraine 61 Milliarden Dollar (etwa 56,4 Milliarden Euro) an Militärhilfen bereitstellen würde, war bereits selbst an der Front. Im Jahr 2023 reiste er in die Ukraine, um die Drohnenkriegsführung aus erster Hand zu erleben. Mychajlo Fedorow, der ukrainische Minister für digitale Transformation, bezeichnete ihn daraufhin als "mutig und heldenhaft".

"Er kümmert sich um die Ukraine und hilft uns sehr", sagte Fedorov gegenüber "Forbes". Schmidt zeigte sich während seines Besuchs begeistert, als ein ukrainischer Drohnenoperator einen Livestream über Google Meet startete – ein Produkt, das Schmidt mitentwickelt hatte.

Unterstützt durch namhafte Fachkräfte

White Stork hat in den vergangenen Monaten mehrere branchenintern bekannte Fachkräfte eingestellt. Dazu gehören Mitarbeiter von Apple, SpaceX, Google und Schmidts eigener philanthropischer Organisation Schmidt Futures. Zu den Experten gehören Spezialisten für maschinelles Lernen, Luft- und Raumfahrt sowie Lieferketten und Beschaffung.

Der 69-Jährige hat sich auch mit Silicon Valley-Größen wie Sebastian Thrun beraten. Thrun und Hendrik Dahlkamp – ein ehemaliger Apple-Manager für maschinelles Lernen – entwickeln nun gemeinsam visuelle Zielerfassungssoftware für Schmidts Drohnenprojekt.

Die Gefahr der Drohnenpiloten

Die Ukraine-Krise nutzt Schmidt auch als Bühne für seine eigenen Analysen der Lage. Im "Wall Street Journal" beschreibt er eine neue Ära des "vernetzten Krieges" und spricht von tödlichen Drohnenschwärmen, die mobile Ziele verfolgen und algorithmisch zusammenarbeiten.

In einer anderen Kolumne warnte er jedoch davor, dass die Drohnenpiloten selbst schnell zur Zielscheibe werden könnten. "Bodentruppen, die ständig von Drohnen überwacht werden, wissen, dass sie ständig unter den wachsamen Augen unsichtbarer Piloten sind", schrieb er im US-Magazin "Time". "Und diese Piloten wissen, dass sie möglicherweise ins Visier gegnerischer Scharfschützen geraten."

Die Firma White Stork, die nach der Veröffentlichung des "Forbes" Magazins in "Project Eagle" umbenannt wurde, nutzt eine Vielzahl von Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen, um ihre Operationen zu verschleiern. Ein Kommentar zu seinem Drohnenprojekt abzugeben, lehnte Schmidt bislang ebenfalls ab.

Transparenzhinweis
  • Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
Verwendete Quellen
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