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Weltwweiter Verzicht gefordert: Forscher gegen Schaffung von Designer-Babys

Weltwweiter Verzicht gefordert  

Forscher gegen Schaffung von Designer-Babys

13.03.2019, 22:38 Uhr | dpa

Weltwweiter Verzicht gefordert: Forscher gegen Schaffung von Designer-Babys. In einem Labor im chinesischen Shenzhen wird eine Embryo behandelt.

In einem Labor im chinesischen Shenzhen wird eine Embryo behandelt. Foto: Mark Schiefelbein/AP. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Biowissenschaftler und Ethiker aus sieben Ländern fordern einen weltweiten befristeten Verzicht auf die Schaffung von Designer-Babys mit gentechnischen Methoden wie der Genschere Crispr/Cas9.

Bevor die Sicherheit der Technik nicht erwiesen und damit zusammenhängende ethische und gesellschaftliche Fragen nicht geklärt seien, sollten alle Nationen von der klinischen Anwendung solcher Keimbahneingriffe absehen. Dazu solle es ein weltweites Moratorium geben, schlagen die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature" vor. Unter einem Moratorium versteht man einen vertraglich vereinbarten oder gesetzlich angeordneten Aufschub.

Ausschlaggebend für ihren Aufruf sei unter anderem die Geburt zweier Babys im vergangenen Jahr gewesen, deren Genom der chinesische Wissenschaftler He Jiankui manipuliert haben will, erläutern die Forscher. Zu den Initiatoren des Moratoriums gehören Pioniere der Crispr-Forschung wie Emmanuelle Charpentier, die Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, und Feng Zhang vom Broad Institute in Cambridge (USA).

Deutsche Experten begrüßen den Vorstoß grundsätzlich, sind aber vor allem hinsichtlich des konkreten Vorgehens auch skeptisch. "Der Vorstoß ist ehrenwert und es ist ihm Erfolg zu wünschen", sagte etwa der Medizinrechtler Jochen Taupitz von den Universitäten Heidelberg und Mannheim. "Die politisch-praktische Umsetzung dürfte allerdings sehr schwierig sein."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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