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Tiangong 1: Hier könnten die Trümmer einschlagen

Raumlabor "Tiangong 1"  

Hier könnten die Trümmer einschlagen

28.03.2018, 13:04 Uhr | nsc, dpa

Tiangong 1: Hier könnten die Trümmer einschlagen. Eine undatierte Grafik der chinesischen Raumstation "Tiangong 1": Chinesisches Raumlabor stürzt in nächsten Tagen ab. (Quelle: dpa/CMSE via Europa Press)

Eine undatierte Grafik der chinesischen Raumstation "Tiangong 1": Chinesisches Raumlabor stürzt in den nächsten Tagen ab. (Quelle: CMSE via Europa Press/dpa)

Überreste einer ausgedienten chinesischen Weltraumstation stürzen am Wochenende auf die Erde. Unklar ist, wo genau Trümmerteile einschlagen könnten. Fest steht aber: Deutschland bleibt verschont.

Die chinesische Weltraumstation "Tiangong 1" wird in den kommenden Tagen auf die Erde prallen. Das prognostiziert die Europäische Weltraumagentur Esa. Wahrscheinlich sei es, dass die Station zwischen diesem Samstag und Montag kommender Woche in die Atmosphäre eintreten werde. Eigentlich ein gewöhnlicher Vorgang, doch Techniker können "Tiangong 1" seit Jahren nicht mehr steuern,

Im März 2016 hatten chinesische Ingenieure den Kontakt zur Raumstation verloren. Sie können deshalb nicht, wie geplant, die Triebwerke der Station zünden, wenn diese sich der Erdatmosphäre nähert. Mit dem Manöver hätten die Techniker den Absturzort festlegen können.

Der grün-eingefärbte Bereich zeigt, wo Teile von Tiangong 1 wahrscheinlich auf die Erde treffen werden. (Quelle: t-online.de/Benjamin Springstrow)Der grün eingefärbte Bereich zeigt, wo Teile von "Tiangong 1" wahrscheinlich auf die Erde treffen werden. (Quelle: Benjamin Springstrow/t-online.de)

So ist unklar, an welchem Ort die Station auf die Erde treffen wird. Dies lasse sich frühestens einen Tag vor dem Aufprall grob bestimmen, teilt die Europäische Weltraumagentur Esa mit. Bisher gilt es als wahrscheinlich, dass "Tiangong 1" zwischen dem 42,8. Grad südlicher und dem 42,8. Grad nördlicher Breite aufschlagen wird. Deutschland befindet sich außerhalb des Korridors, der von den französischen Alpen bis zum südafrikanischen Kapstadt reicht.

"Tiangong 1", die erste Raumstation Chinas, war im September 2011 gestartet. Deren Hauptteil ist 10,4 Meter lang. Daran befinden sich zwei Solarpanels, die etwa dreimal sieben Meter lang sind. Bei ihrem Start wog die Station 8,5 Tonnen. Da während des Flugs viel Treibstoff verbrannt wurde, dürfte die Station inzwischen deutlich leichter sein. Wie viel sie wiegt, lässt sich nicht genau sagen. 

Die Raumstation soll nach Eintreten in die Atmosphäre zerfallen. Das prognostizieren die Wissenschaftler der Esa. Das Gros von "Tiangong 1" werde verglühen und nur einzelne Teile anschließend auf die Erde fallen. Wie dies aussehen könnte, zeigt ein Video des Weltraumfrachters ATV 1, der im September 2008 in die Atmosphäre eingetreten und anschließend zerfallen war:

Dass ein Teil der Station einen Menschen trifft, gilt als sehr unwahrscheinlich. Denn ein Großteil der Erde ist von Wasser bedeckt. Wissenschaftler geben die Wahrscheinlichkeit mit zehn Millionen mal kleiner an als die jährliche Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden. Die beträgt 1 zu 6 Millionen. Seit Menschen Raketen ins All schießen, gab es keinen Fall, in dem ein Mensch von Weltraumschrott verletzt wurde.

Verwendete Quellen:

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