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Virgin Galactic: Milliardär Richard Branson kündigt bemannten Weltraumflug an

Start noch vor Weihnachten  

Milliardär Richard Branson kündigt bemannten Weltraumflug an

03.12.2018, 14:21 Uhr | sth, t-online.de

Virgin Galactic: Milliardär Richard Branson kündigt bemannten Weltraumflug an. Virgin Galactic: Hier ist das aktuelle Modell bei einem Testflug über der Mojave-Wüste in den USA am 29. Mai 2018 zu sehen.  (Quelle: imago images/ZUMA Press)

Virgin Galactic: Hier ist das aktuelle Modell bei einem Testflug über der Mojave-Wüste in den USA am 29. Mai 2018 zu sehen. (Quelle: ZUMA Press/imago images)

Der erste Ausflug ins Weltall steht angeblich unmittelbar bevor: Noch vor Weihnachten will das Unternehmen Virgin Galactic eine Besatzung ins All schicken. Dabei hatte der letzte Testflug ein tragisches Ende genommen.

Das US-Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic will in den kommenden Wochen ein bemanntes Raumschiff ins Weltall schicken. Chef Richard Branson hat angekündigt: Er sei "ziemlich zuversichtlich", dass sein Unternehmen noch vor Jahresende einen Piloten ins All schickt, berichtet der US-Sender "CNN". 

Damit würde Virgin Galactic die beiden Konkurrenten SpaceX und Blue Origin überholen: Die drei Unternehmen planen kommerzielle Flüge für Weltraumtouristen. Die Warteliste ist lang. Laut Branson würden Kunden zwischen 200.000 und 250.000 US-Dollar für einen Flug ins All zahlen. 

Richard Branson: Mit seinem Unternehmen will der Chef kommerzielle Flüge für Weltraumtouristen möglich machen. (Quelle: imago images/Independent Photo Agency)Richard Branson: Mit seinem Unternehmen will der Chef kommerzielle Flüge für Weltraumtouristen möglich machen. (Quelle: Independent Photo Agency/imago images)

"Virgin Galactic wird Erster sein"

Bisher hat es aber keines der Unternehmen geschafft, ein bemanntes Raumfahrzeug in den Weltraum zu bringen. Dafür müsste das Raumschiff die sogenannte Kármán-Linie überschreiten, eine gedachte Höhenlinie 100 Kilometer über der Erde.

Sicherheit sei bei bemannten Weltraumflügen oberstes Gebot, sagte Branson in dem Interview. Niemand werde überstürzt versuchen, Erster zu sein. Er fügte aber hinzu: "Virgin Galactic wird Erster sein." Bei dem Testflug, der in den kommenden zwei bis drei Wochen stattfinden soll, wird allerdings zunächst nur die nötige Besatzung an Bord sein. 

Die VSS Unity: Das Trägerflugzeug Whiteknight Two (außen) bringt Spaceship Two (mittig) in eine Höhe von etwa 14 Kilometern und klinkt sich aus. (Quelle: imago images/ZUMA Press)Die VSS Unity: Das Trägerflugzeug Whiteknight Two (außen) bringt Spaceship Two (mittig) in eine Höhe von etwa 14 Kilometern und klinkt sich aus. (Quelle: ZUMA Press/imago images)

So soll die Reise ins All aussehen

Später sollen Touristen mit dem Spaceship Two in 100 Kilometer Höhe gebracht werden. Das soll so funktionieren: Das Trägerflugzeug Whiteknight Two bringt Spaceship Two in eine Höhe von etwa 14 Kilometern und klinkt sich dort aus. Dann zündet Spaceship Two das eigene Raketentriebwerk und steigt bis auf 100 Kilometer. Den Weltraumtouristen bleiben dann wenige Minuten in der Schwerelosigkeit, in denen sie den Blick auf die Erde genießen können.


Seit einigen Jahren führt Virgin Galactic zahlreiche Tests durch. Seit 2013 werden auch Raketentriebwerke eingesetzt. Im Jahr 2014 stürzte ein Raumschiff bei einem Testflug ab. Der Pilot starb dabei. Daraufhin entwarf das Unternehmen das neue Raumschiff VSS Unity mit dem Spaceship Two. Es wurde erstmals 2016 vorgestellt, im April wurden die Raketentriebwerke gezündet. 

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