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Labbadia: Lob und Tadel nach Haaland-Lehrstunde

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Labbadia: Lob und Tadel nach Haaland-Lehrstunde

22.11.2020, 13:50 Uhr | dpa

Labbadia: Lob und Tadel nach Haaland-Lehrstunde. Bruno Labbadia

Bruno Labadia steht vor Spielbeginn an der Seitenlinie. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Hertha-Aufsichtsrat Jens Lehmann freute sich kürzlich über einen Original-Bundesliga-Ball als Geschenk der Deutschen Fußball Liga zu seinem Geburtstag und jonglierte freudig in einem Internet-Video mit dem Präsent. Ob Investor Lars Windhorst am Sonntag von der DFL auch mit einem Spielgerät bedacht wurde, ist nicht bekannt. Der von ihm mit 374 Millionen Euro unterstützte Berliner Bundesligist konnte aber außer einem Twitter-Gruß wenig zur Festtagsstimmung zum 44. Wiegenfeste des Geldgebers beitragen.

Die desaströse zweite Halbzeit beim 2:5 (1:0) gegen Borussia Dortmund am Vorabend musste Windhorst wie auch Trainer Bruno Labbadia erneut schmerzlich verdeutlichen, dass der Aufbauprozess bei Hertha BSC viel komplizierter ist, als allseits erhofft. "Das Ergebnis passt einfach nicht. Das haben wir schon ein paar mal gehabt, deswegen ist die Enttäuschung sehr, sehr groß", sagte Labbadia am Sonntag.

In einer ungewöhnlichen Mannschaftssitzung hatte der Trainer die bittere Niederlage aufgearbeitet. Statt eines Monologs setzte er dabei explizit auf Beiträge der Profis. "Wir haben eine längere Besprechung gehabt und die Mannschaft mit einbezogen, wie sie es gesehen hat", berichtete Labbadia. Damit habe er das Verantwortungsbewusstsein im Team stärken wollen.

Vor den nächsten Partien bei Bayer Leverkusen (29.11.) und im Derby gegen Union Berlin (4.12.) setzt der Hertha-Coach nun auf eine Mischung aus Lob und straffer Führung. "Wir werden sie bestärken, weil wir einfach wissen, dass das der Weg ist, den wir gehen müssen. Weil wir auch sehen, dass er Früchte trägt, aber Fakt ist, es ist einfach zu wenig, sieben Punkte aus acht Spielen. Damit können wir nicht zufrieden sein", sagte der 54-Jährige angesichts von Platz 13.

Auch gegen Dortmund sei nach der 1:0-Führung zur Halbzeit ein mögliches Erfolgserlebnis wie schon in den Partien beim FC Bayern (3:4) und RB Leipzig (1:2) viel zu leicht hergeschenkt worden, meinte Labbadia. Nicht alle Spieler hätten in den entscheidenden Situationen richtig "mitgemacht", monierte der Coach.

"Wir haben die Tore zu einfach kassiert. Wir haben das Spiel sehr einfach aus der Hand gegeben, und das ist ärgerlich", sagte Labbadia. Zwei Tore von Matheus Cunha, zur 1:0-Führung und zum 2:4-Anschluss per Foulelfmeter waren nutzlos, weil die Berliner dem Wirbel des Dortmunder Vierfach-Schützen Erling Haaland einfach nicht gewachsen waren. "Er hat unglaublich gute Laufwege und vor dem Tor ist er ein Killer", sagte der einstige Bundesliga-Stürmer Labbadia über den Norweger.

Das zarte Hochgefühl nach dem 3:0 in Augsburg vor der Länderspielpause ist bei Labbadia jedenfalls schon wieder verflogen. Schon jetzt ist klar, dass die Hertha nicht Berlins Nummer eins ist, wenn Union zum ersten Stadtderby der Saison ins Olympiastadion kommt. Kleiner Mutmacher könnte für Labbadia wie für Windhorst und Lehmann sein, dass in der Vorsaison immer das Team den Stadtvergleich gewann, das in der Tabelle schlechter platziert war.

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