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Pop-Szene sammelt ├╝ber zehn Millionen Euro f├╝r die Ukraine

Von dpa
21.03.2022Lesedauer: 3 Min.
"Mein Land steht in Flammen": Natalia Klitschko, die Frau von Kiews B├╝rgermeister Vitali Klitschko, singt am Sonntag in Berlin f├╝r den Frieden in der Ukraine. (Quelle: Reuters)
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Kulturschaffende haben in Berlin rund 15.000 Menschen mobilisiert und ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine gesetzt

Mit einer gro├čen Solidarit├Ątskundgebung haben Kulturschaffende am Sonntag in Berlin vor Tausenden Menschen ihre Unterst├╝tzung f├╝r die von Russland angegriffene Ukraine demonstriert. Die Friedensaktion "Sound of Peace" (Klang des Friedens) sollte nach Einsch├Ątzung der Veranstalter "Europas gr├Â├čte musikalische Kundgebung" gegen den Krieg werden. Auch in anderen deutschen St├Ądten demonstrierten Tausende von Menschen gegen den Krieg.

Tausende Zuschauer haben sich bei der Solidarit├Ątskundgebung "Sound of Peace" am Brandenburger Tor versammelt: Rund 15.000 Menschen konnten f├╝r die Protestaktion in Berlin mobilisiert werden.
Tausende Zuschauer haben sich bei der Solidarit├Ątskundgebung "Sound of Peace" am Brandenburger Tor versammelt: Rund 15.000 Menschen konnten f├╝r die Protestaktion in Berlin mobilisiert werden. (Quelle: Joerg Carstensen/dpa-bilder)

Nach Angaben der Polizei waren gesch├Ątzt 15.000 Menschen zu der musikalischen Aktion mit rund 50 Auftritten in Berlin gekommen. Auf vielen Plakaten wurde sofortiger Frieden gefordert. H├Ąufig zu sehen waren Blau und Gelb, die Farben der Ukraine. Ziel von "Sound of Peace" sollte es auch sein, Spenden zu sammeln, um die Opfer des Krieges in der Ukraine zu unterst├╝tzen. Bis zum Abend kamen dabei nach Angaben der Veranstalter mehr als zehn Millionen Euro zusammen.

Friedensaktion in Berlin: Natalia Klitschko bewegt mit Lied f├╝r die Ukraine

Mit dabei war auch Natalia Klitschko, Frau des B├╝rgermeisters von Kiew und Ex-Profiboxers Vitali Klitschko. "Nur zusammen schaffen wir Frieden", sagte sie. Anschlie├čend sang Klitschko mit "Better Days" ein "neues Lied f├╝r mein Land". "Es ist wichtig, die Massen zu sehen, die hier zusammenkommen. Es ist wichtig zu sehen, dass die ganze Welt f├╝r die Ukraine steht", sagte Natalia Klitschko.

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Natalia Klitschko singt bei dem Spenden-Konzert "Sound of Peace" in Berlin: Ihr Mann Vitali Klitschko ist als B├╝rgermeister von Kiew weiter vor Ort in der Ukraine.
Natalia Klitschko singt bei dem Spenden-Konzert "Sound of Peace" in Berlin: Ihr Mann Vitali Klitschko ist als B├╝rgermeister von Kiew weiter vor Ort in der Ukraine. (Quelle: Jan Huebner/imago-images-bilder)

Auf der B├╝hne gab es immer wieder Beitr├Ąge, in denen die Lage in der Ukraine und von Fl├╝chtlingen dort und weltweit beschrieben wurde. Musikerinnen und S├Ąnger gaben sich das Mikrofon in die Hand. Marius M├╝ller-Westernhagen sang begleitet von Tausenden Stimmen seinen Song "Freiheit", Peter Maffay stimmte unter Jubel "├ťber sieben Br├╝cken" an.

Der S├Ąnger Peter Maffay steht bei der Solidarit├Ątskundgebung "Sound of Peace" am Brandenburger Tor auf der B├╝hne: Er war einer von Dutzenden K├╝nstlern, die ihre Solidarit├Ąt mit der Ukraine zeigten.
Der S├Ąnger Peter Maffay steht bei der Solidarit├Ątskundgebung "Sound of Peace" am Brandenburger Tor auf der B├╝hne: Er war einer von Dutzenden K├╝nstlern, die ihre Solidarit├Ąt mit der Ukraine zeigten. (Quelle: Joerg Carstensen/dpa-bilder)

Pascal Kravetz sang "Wozu sind Kriege da", den Song, den er 1981 mit Udo Lindenberg gesungen und ber├╝hmt gemacht hatte. Der Geiger David Garrett spielte, Michael Patrick Kelly l├Ąutete eine Schweigeminute f├╝r den Frieden ein. Clueso sang, einen Song auch zusammen mit der ukrainischen Grundschullehrerin Katharina. Fury in the Slaughterhouse war dabei, ebenso wie In Extremo, Mia., Mine, Revolverheld, Sarah Connor, Silbermond, The BossHoss oder Zoe Wees.

Adel Tawil singt bei der Solidarit├Ątskundgebung "Sound of Peace": Tausende Menschen zog die Veranstaltung zum Brandenburger Tor.
Adel Tawil singt bei der Solidarit├Ątskundgebung "Sound of Peace": Tausende Menschen zog die Veranstaltung zum Brandenburger Tor. (Quelle: Christophe Gateau/dpa-bilder)

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Gr├╝ne), fr├╝her selbst Band-Managerin, sagte: "Die Musik ├╝berwindet alle Grenzen, bringt Menschen zusammen ÔÇô Musik gibt Hoffnung, gibt Kraft gegen diejenigen, die Hass und Gewalt und Mord und Tod mit sich bringen." Wichtig sei, dass auch russische K├╝nstlerinnen und K├╝nstler dabei seien. "Es w├Ąre verheerend, wenn wir jetzt in einen Kulturboykott geraten w├╝rden", betonte Roth.

Protestaktionen auch in anderen Gro├čst├Ądten

Auch in Hamburg demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen den Krieg. Die Veranstalter gingen von mehr als 5.000 Teilnehmern aus, die Polizei sch├Ątzte die Zahl zu Beginn der Veranstaltung auf etwa 3.000. Auf Plakaten war zu lesen "STOP AggRussia", "Nato help finally" oder "Russe sag Nein zum Krieg". Auf dem Wasser protestierten Ruderer von acht Vereinen gegen den Krieg.

Ruderinnen und Ruderer sind in Booten bei einer Friedensdemonstration gegen den Krieg in der Ukraine auf der Au├čenalster unterwegs: Nach Angaben des Veranstalters nahmen insgesamt 39 Boote mit rund 220 Teilnehmern an der Protestveranstaltung teil.
Ruderinnen und Ruderer sind in Booten bei einer Friedensdemonstration gegen den Krieg in der Ukraine auf der Au├čenalster unterwegs: Nach Angaben des Veranstalters nahmen insgesamt 39 Boote mit rund 220 Teilnehmern an der Protestveranstaltung teil. (Quelle: Bodo Marks/dpa-bilder)

In Frankfurt am Main kamen nach Polizeiangaben rund 600 bis 700 Demonstranten zusammen, deutlich weniger als erwartet. Die Menschen hielten Schilder in die H├Âhe, auf denen unter anderem "Stop War, Putin" oder "Putin wird den Krieg verlieren" zu lesen war. In Bremen sch├Ątzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer an einer Friedensdemonstration auf etwa 1300, in Hildesheim auf 700.

Bei einem gro├čen Benefizkonzert in der ├Âsterreichischen Hauptstadt Wien spielten am Samstag vor mehr als 40 000 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion Dutzende Musiker gratis, darunter Bilderbuch und Wanda. Der ├Âsterreichische Pr├Ąsident Alexander Van der Bellen dankte f├╝r die Hilfsbereitschaft aller. "Wir setzen gemeinsam ein starkes Zeichen f├╝r den Frieden", sagte er in einer Rede. Er richtete sich auch direkt an den russischen Pr├Ąsidenten Wladimir Putin, dessen Armee am 24. Februar in der Ukraine einmarschiert war: "Pr├Ąsident Putin, stoppen Sie diesen Krieg!"

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