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Jedem 7. Beschäftigten droht Rente unter Grundsicherung

Von dpa
20.05.2022Lesedauer: 1 Min.
Rente
Ein Ordner mit der Aufschrift "Rente" steht zwischen anderen Aktenordnern. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/Illustration/dpa-bilder)
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Etwa jedem siebten Beschäftigten mit einem Vollzeitjob in Sachsen droht eine Rente unterhalb des Grundsicherungsniveaus. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Leipziger Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann (Linke) listet das Bundesarbeitsministerium für Sachsen 141.827 Arbeitnehmer auf, die derzeit zu wenig verdienen, um nach 45 Jahren eine Rente oberhalb dieses Levels zu bekommen.

"Der Lohn muss auch zu einer Rente führen, von der man gut leben kann. Wenn über 140.000 Vollzeit-Arbeitnehmer in Sachsen zu wenig verdienen, um eine Rente oberhalb von Hartz IV zu bekommen, dann läuft einiges grundsätzlich falsch", sagte Pellmann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Auch angesichts der explodierenden Preise brauche man höhere Löhne und ein deutlich höheres Rentenniveau in Deutschland: "In der restlichen EU ist das Rentenniveau im Schnitt um etwa zehn Prozent höher."

Pellmann ist Ostbeauftragter der Linksfraktion im Bundestag. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums liegt das Grundsicherungsniveau derzeit in Sachsen bei 747 Euro im Monat. Für eine Rente auf diesem Niveau müsste man ein Jahresgehalt von 21.959 Euro beziehen. Nach Darstellung des Ministeriums kann allein aus der Höhe einer Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung nicht auf Bedürftigkeit in der Grundsicherung geschlossen werden, da etwa weitere Einkommen und der Haushaltskontext nicht berücksichtigt sind.

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