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Ekstase pur: "Dann nehmen wir die Stadt auseinander"

Von Stefan Simon, Frankfurt am Main

Aktualisiert am 19.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Vorfreude auch bei diesem jungen Fan: Die Kopfhörer sind an diesem Abend definitiv nötig.
Vorfreude auch bei diesem jungen Fan: Die Kopfhörer sind an diesem Abend definitiv nötig.
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Über 50.000 Eintracht-Fans waren beim Public Viewing im Waldstadion. Bei bestem Fußballwetter sorgten die AdlertrĂ€ger schon Stunden vor dem Anpfiff fĂŒr eine GĂ€nsehaut-AtmosphĂ€re. Am Ende gewinnt die Eintracht. Der Startschuss fĂŒr eine lange Nacht.

Und dann ist Schluss. Die Eintracht gewinnt die Europa League. Im Frankfurter Waldstadion brechen alle DĂ€mme. Ekstase pur. Aus 50.000 Kehlen dröhnt "Schwarz-weiß wie Schnee". Die Nacht in Frankfurt wird lang.


Jubel hier, Trauer dort: Die Bilder zu Frankfurts Europapokal-Sieg

Vorfreude auf schottische Art: Die Fans der Rangers waren schon tagsĂŒber in Feierlaune.
SchĂ€tzungsweise gut 100.000 Rangers-Fans sollen sich auf den Weg nach Sevilla gemacht haben – und bevölkerten die Stadt.
+15

Rund fĂŒnf Stunden zuvor, um 18 Uhr, strömten die Eintracht-Fans in das Waldstadion. 50.000 AnhĂ€nger versammelten sich auf den RĂ€ngen und im Innenraum des Stadions. Weitere Tausende AnhĂ€nger vor dem Stadion. Die Nachfrage war enorm. Nach eigenen Angaben hĂ€tte die Eintracht 100.000 Tickets fĂŒr das Public Viewing verkaufen können.

Große Anspannung vor dem Spiel

Zwei Karten konnten auch Alexander und Tina ergattern. Das Ehepaar ist fĂŒr das Spiel aus Montabaur nach Frankfurt gefahren – rund einhundert Kilometer entfernt von der Mainmetropole. Sie sitzen auf dem Kunstrasenplatz vor dem Stadion im Schatten. Ein wenig Erholung vor dem großen Finale.

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Den ganzen Tag ĂŒber sei Alexander angespannt gewesen, sagt er. Er glaubt fest an einen Sieg seiner Eintracht. Sein Tipp: 2:1. Und er ist sich ebenfalls sicher, dass er so ein Spiel nie wieder erleben werde, jedenfalls nicht "mit der Stimmung und Aufgeregtheit der Fans". Den ersten Europapokal-Sieg der Eintracht hat er sogar schon miterlebt. "Alexander ist kurz vor dem Finale 1980 geboren", sagt seine Ehefrau Tina.

Alexander und Tina: Das Ehepaar kam aus dem einhundert Kilometer entfernten Montabaur zum Public Viewing nach Frankfurt.
Alexander und Tina: Das Ehepaar kam aus dem einhundert Kilometer entfernten Montabaur zum Public Viewing nach Frankfurt.

Es ist 19.15 Uhr. So langsam fĂŒllt sich das Stadion und der Innenraum. Die Fans singen sich warm. "Europacup, Europacup in diesem Jaaaaaahr", dröhnt es durch das Waldstadion. Im Anschluss folgt die Vereinshymne "Im Herzen von Europa", die von allen mit voller Inbrunst gesungen wird.

"Ich konnte letzte Nacht nur drei Stunden schlafen"

Zwischen dem Kunstrasenplatz, Imbissbuden, GetrĂ€nkestĂ€nden und der Frankfurter Arena sitzt Nils auf einem Vorsprung. "Ich konnte letzte Nacht nur drei Stunden schlafen", erzĂ€hlt er. Nils ist heute mit seinen Freunden aus Rodgau zum Stadion gekommen. Alle sind extrem angespannt, aber freuen sich auch sehr auf das Spiel. "Das ist fĂŒr uns das Spiel des Jahres. Wir waren ja alle vor 42 Jahren noch nicht auf der Welt", sagt ein Freund von Nils. Auch sie sind siegesgewiss, "3:1", tippt einer von ihnen, Nils ist noch optimistischer: "4:0".

Nils (zweiter von rechts) mit seinen Freunden: FĂŒr die Freunde ist das Finale das Spiel des Jahres.
Nils (zweiter von rechts) mit seinen Freunden: FĂŒr die Freunde ist das Finale das Spiel des Jahres.

Unterdessen lĂ€uft das Vor-Abend-Programm auf der BĂŒhne vor der 400 Quadratmeter großen Leinwand. Von Attila, dem Steinadler und Maskottchen der Frankfurter Eintracht, bis hin zu Livemusik. Und je nĂ€her das Spiel rĂŒckt, desto lauter und euphorischer werden die Fans. Sie stimmen sich mit FangesĂ€ngen ein, zĂŒnden Pyrotechnik, jubeln lautstark, als die Spieler beim AufwĂ€rmen auf der Leinwand erscheinen.

Eine Stimmung, als wÀre das Spiel vor Ort

Als das Spiel um 21 Uhr beginnt, feiern sie jeden Ballbesitz ihrer Mannschaft, doch sobald ein Spieler der Rangers den Ball hat, ertönt ein ohrenbetĂ€ubendes Pfeifkonzert. Die 50.000 Fans, in einem Meer aus Weiß, machen Stimmung, als fĂ€nde das Spiel an diesem Abend im Frankfurter Waldstadion statt.

WĂ€hrend die erste Halbzeit mit 0:0 zu Ende geht, gehen die Glasgow Rangers zwischenzeitig zu Beginn der zweiten Halbzeit in FĂŒhrung. Das sorgt in Frankfurt fĂŒr eine kurze Schockstarre, als wenig spĂ€ter der Ausgleich fĂ€llt, brechen hier fast alle DĂ€mme. Im Innenraum und auf den RĂ€ngen wird Pyrotechnik gezĂŒndet.

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WĂ€hrend die Eintracht in den letzten zehn Minuten Gas gibt, wird hier jeder Angriff lautstark bejubelt, aber es bleibt beim 1:1. Der Finalkrimi von Sevilla geht weiter, doch dann ist nach 120 Minuten Schluss. Es gibt Elfmeterschießen. Mehr Spannung geht nicht.

50.000 Eintracht AnhĂ€nger in ihrem "Wohnzimmer": Die Fans sorgten fĂŒr eine ohrenbetĂ€ubende AtmosphĂ€re.
50.000 Eintracht AnhĂ€nger in ihrem "Wohnzimmer": Die Fans sorgten fĂŒr eine ohrenbetĂ€ubende AtmosphĂ€re.

Die Fans stimmen sich ein letztes Mal ein. Manche schlagen die HĂ€nde ĂŒber den Kopf, ein Fan zieht seinen Schal ĂŒber sein Gesicht. Dann singen die 50.000 Zuschauer lautstark "Europacup, Europacup in diesem Jaaaahr". Auf den RĂ€ngen hĂ€lt es kaum noch einen Fan auf seinem Sitzplatz. Dann ist Schluss.

Die Eintracht gewinnt zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Europapokal. Und wie Nils noch vor dem Spiel ankĂŒndigte, wenn die Eintracht heute den Pott holt, dann "nehmen wir die Stadt auseinander".

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Von Sophie Vorgrimler
EuropaMontabaur

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