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Schwangere verweigert Maske im Kino – Streit eskaliert

Von t-online, sow

Aktualisiert am 07.10.2020Lesedauer: 2 Min.
A St. Charles Cinema employee assists customers with refreshment needs through plexiglass, in St. Charles, Missouri on F
A St. Charles Cinema employee assists customers with refreshment needs through plexiglass, in St. Charles, Missouri on F (Quelle: imago images / UPI Photo)
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In einem Kino in Hamburg-Othmarschen kam es am 5. Oktober zu einer Auseinandersetzung, weil das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verweigert wurde. Die Polizei war vor Ort und ein Video auf Twitter sorgt jetzt fĂŒr Aufsehen.

"Ist das ihr Ernst, wollen sie der schwangeren Frau kein Popcorn verkaufen", fragt ein Mann in einem aktuell bei Twitter kursierenden Video immer wieder entgeistert. Gefilmt wird ein Angestellter des UCI-Kinos in Hamburg-Othmarschen. Er antwortet auf die wĂŒtenden Einlassungen des Kameramannes gelassen: "Weil sie die Maske nicht tragen möchte. Das ist unser Hausrecht."


Corona-Alltag: Diese Fauxpas unterliefen Politikern

Stephan Weil (SPD), Markus Söder (CSU), Werner Kogler, (VizeprĂ€sident von Österreich), Jens Spahn (CDU), Armin Laschet (CDU), Daniel GĂŒnther (CDU) (v.l.o.n.r.u.): Immer wieder sorgte es fĂŒr Belustigung, wie schwer sich manche Politiker mit den Masken tun – besonders Laschets Masken-Fauxpas sorgte fĂŒr Aufsehen.
Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn und Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nehmen bei ihrem Treffen auf der BrĂŒcke ĂŒber die Mosel ihren Mundschutz ab: Dass Maas nun wieder fliegt, sorgte fĂŒr Kritik.
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Die Kamera schwenkt auf eine junge Dame, bei der es sich um die "schwangere Frau" handelt. An ihr entzĂŒndet sich der Streit. Das Video wird auf Twitter emsig geteilt, kommentiert und geliked. Inzwischen sind allein 1.260 Retweets zusammengekommen.

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Wie t-online von einem Sprecher der Hamburger Polizei erfuhr, handelt es sich dabei um einen Vorfall vom 5. Oktober, der gegen 21.15 Uhr erfasst wurde. Demnach seien die Beamten gerufen worden, weil ein PÀrchen das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verweigerte und ein Mitarbeiter des Kinos sie daraufhin aufforderte, das GelÀnde zu verlassen. Als das Paar der Aufforderung nicht nachkam und das Hausrecht nicht akzeptierte, wurde die Polizei eingeschaltet.

"Was sind sie fĂŒr ein abscheulicher Mensch?"

Zu einer Anzeige kam es nicht. Das PÀrchen soll sich von dem KinogelÀnde entfernt haben, bevor die Polizei eintraf. Doch auf Twitter löst das Video kontroverse Diskussionen aus. Vor allem an dem Detail, dass die Frau schwanger ist, scheiden sich die Geister.

"Sie verkaufen einer schwangeren Frau kein Essen. Ey, was sind Sie fĂŒr ein abscheulicher Mensch?", brĂŒllt der sichtlich aufgebrachte Mann dem Kinoangestellten entgegen. Als der anbietet, ihr "ein Visier" auszuhĂ€ndigen, damit sie Popcorn kaufen kann, lehnt der Filmer ab: "Sie hat ein Ă€rztliches Attest, sie ist davon befreit." Daraufhin wird die Diskussion immer wilder: Paragrafen aus der Verordnung zur EindĂ€mmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Hamburg werden genannt und das Hausrecht betont. Alles, weil ein Mann behauptet, eine schwangere Frau brĂ€uchte vor Hunger Popcorn.

"Das ist unterlassene Hilfeleistung"

"Sicherlich ist die Argumentation schwach, aber der Angestellte handelt gar nicht super. Er ist schlichtweg asozial", findet ein User bei Twitter. Ein anderer pflichtet ihm bei: "Er kĂ€mpft fĂŒr seine schwangere Frau". Doch die Mehrheit unterstĂŒtzt den UCI-Angestellten. "Auch bei einem Attest gilt das Hausrecht", schreibt ein User und ein anderer weist auf den ungewöhnlichen Essenswunsch hin: "Wenn Popcorn bei den Eltern tatsĂ€chlich als lebensnotwendiges 'zu essen' gilt, tut mir das Kind leid."

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Ein Nutzer fragt sich, "warum dieser Held nicht einfach eine Maske aufsetzt und seiner hilflosen schwangeren Frau etwas zu essen kauft." Er betont: "Das ist unterlassene Hilfeleistung" und meint damit den Kameramann, der genau diesen Vorwurf in Richtung des Kinomitarbeiters formuliert hatte.

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