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Demonstranten fordern Rettung Gefährdeter aus Afghanistan


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Demonstranten fordern Rettung Gefährdeter aus Afghanistan

Von dpa
21.08.2021Lesedauer: 2 Min.
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Mehrere Hundert Demonstranten haben am Wochenende in niedersächsischen Städten sichere Fluchtwege für gefährdete Menschen aus Afghanistan gefordert. In Hannover zählte die Polizei am Samstag 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Kundgebung unter dem Motto "Luftbrücke jetzt". Ebenso viele waren es den Angaben nach in Göttingen. Die Demonstration sei problemlos verlaufen, hieß es dort. Auch in Stade und Lüneburg waren Kundgebungen angemeldet.

Aufgerufen zu den bundesweiten Demonstrationen hatten mehrere Organisationen, darunter die "Seebrücke", die sonst schiffbrüchige Migranten auf See rettet. Sie forderten, die Bundesregierung müsse die Luftbrücke zur Evakuierung Gefährdeter aufrechterhalten und möglichst viele Menschen mitnehmen. In Afghanistan sollten nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban Fluchtwege zum Flughafen Kabul eingerichtet werden. Männer und Frauen aus dem asiatischen Land sollten in Deutschland Flüchtlingsschutz bekommen und auch ihre Familien nachholen dürfen.

In Bremen hatte es schon am Freitag eine "Luftbrücke jetzt"-Demo gegeben. Deutschlandweit gingen Menschen in den vergangenen Tagen auf die Straße - zu Protesten wurde in Hamburg, Frankfurt oder Kiel aufgerufen. Bei einer Kundgebung vor dem Kanzleramt in Berlin forderten am Sonntag Redner unter anderem ein schnelles Ausfliegen von Ortskräften der Bundeswehr, Menschenrechtsaktivisten, Frauenrechtlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Sportlerinnen. Die Polizei sprach von rund 1700 Teilnehmenden. Darunter waren viele junge Leute und Frauen. Sie zogen am Nachmittag mit Regenschirmen durch das Regierungsviertel zum Auswärtigen Amt.

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Fast zwei Drittel der Bundesbürger sind nach einer Online-Umfrage dafür, bedrohten Menschen aus Afghanistan Schutz in Deutschland zu gewähren. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 63 Prozent der rund 1000 Befragten dafür aus, dass die Bundesregierung Verfolgten helfen sollte. Gefragt wurde hier zum Beispiel nach Frauen und politisch Verfolgten. 37 Prozent der Interviewten votierten dabei mit "Ja", 26 Prozent mit "Eher ja".

27 Prozent waren gegen die Aufnahme von Menschen aus Afghanistan. 14 Prozent antworteten auf diese Frage mit "Nein", 13 Prozent mit "Eher Nein". In Auftrag gegeben hat die Umfrage die Hilfsorganisation Seebrücke.

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