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Nach Unwetter: Betr├╝ger, Schaulustige und Pl├╝nderer

Von dpa
23.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Tornado richtet massive Sch├Ąden in Paderborn an
Blick auf einen abgeknickten Baum. (Quelle: Friso Gentsch/dpa/dpa-bilder)
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Kriminelle, Verkehrsrowdys, Schaulustige und erneute Unwetterwarnungen: Auch drei Tage nach dem verheerenden Unwetter mit zerst├Ârerischen Tornados kehrt in Paderborn und Lippstadt keine Ruhe ein. Die Paderborner Polizei ermittelt seit Montag nach eigenen Angaben gegen mutma├čliche Betr├╝ger, die versuchen, die Hilfsbereitschaft der Menschen auszunutzen und im Namen der Stadt illegal Spenden zu sammeln. Darauf machte auch die Verwaltung auf ihrer Homepage aufmerksam. "Die Stadt Paderborn steckt ausdr├╝cklich nicht hinter Spendenaufrufen, die derzeit in den sozialen Netzwerken, beispielsweise auf Facebook, kursieren. Hier versuchen Unbekannte, die aktuelle Lage f├╝r sich zu nutzen und schnell an Geld zu kommen."

Die Polizei best├Ątigte der Deutschen Presse-Agentur eine entsprechende Strafanzeige gegen die unbekannten Spendensammler. "Wir haben Ermittlungen aufgenommen", sagte ein Sprecher, "wegen des Verdachts des Betrugs." Die Unbekannten nutzen f├╝r ihren versuchten Spendenbetrug die Internet-Plattform GoFundMe.com. Unter dem Titel "Tornado in Paderborn NRW" steht dort zu lesen: "Hallo, wir sind Orkan in Deutschland und wir sammeln im Auftrag von der Stadt Paderborn Geldspenden f├╝r die betroffenen Personen (...)."

Die Plattform ist popul├Ąr, um Spenden einzusammeln. Es gab aber immer wieder Versuche, falsche Aufrufe dort zu platzieren. So betonte die Stadt ausdr├╝cklich, dass diese Kampagne nicht von ihr stammt und sie "weder online noch analog zu Spendensammlungen aufgerufen hat". Die Polizei riet einmal mehr, f├╝r Spenden nur offizielle Stellen zu nutzen. "Im Internet gibt es viele Kriminelle, Betr├╝ger, Fakes und Scharlatane", so der Polizeisprecher.

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Auch auf anderen Gebieten haben die Beh├Ârden weiter jede Menge Arbeit in der gebeutelten Region. Auch gegen Schaulustige wird vorgegangen. Am Sonntag - zwei Tage nach dem verheerenden Unwetter - habe es zahlreiche Hilferufe von Gesch├Ądigten gegeben. Die Einsatzkr├Ąfte sprachen von "regelrechtem Sensationstourismus". Deswegen seien "Dutzende Platzverweise" ausgesprochen worden. Zudem habe es drei entsprechende Strafanzeigen gegeben, teilte die Polizei mit. Dar├╝ber hinaus seien in einem Fall Ermittlungen wegen des Verdachts einer Pl├╝nderung in einem Textilgesch├Ąft, in einem weiteren wegen gef├Ąhrlichen Eingriffs in den Stra├čenverkehr aufgenommen worden.

Die Besitzerin eines Bekleidungsgesch├Ąfts erstattete Anzeige. Die Gesch├Ąftsfrau hatte laut Polizei ihren Laden gegen 16.00 Uhr am Freitag geschlossen. Nachdem der Tornado durchgezogen war, habe sich eine Gesch├Ąftsnachbarin gemeldet und ihr gesagt, dass die Ladent├╝r durch den Sturm aufgedr├╝ckt worden sei und im Laden alles durcheinander l├Ąge. Die Besitzerin habe vor Ort dann festgestellt, dass Kleidung im Wert von mehreren Tausend Euro gestohlen worden war.

Auch einige Handwerker k├Ânnen nicht ungest├Ârt arbeiten. Im Riemeke-Wohnviertel sei ein Dachdecker, der sein Steigerfahrzeug aufbauen wollte, angegangen worden. Der Verkehr musste dort kurzzeitig angehalten werden. Ein Autofahrer sei dann bedrohlich auf den Dachdecker zugefahren und habe erst kurz vor ihm gebremst. Er beleidigte den Handwerker, fuhr ihm ├╝ber einen Fu├č und gab dann Gas. Die Polizei ermittelt wegen "gef├Ąhrlichen Eingriffs in den Stra├čenverkehr".

Im Riemekepark, im Paderquellgebiet und anderen Schadensbereichen h├Ątten sich viele Passanten am Wochenende nicht an die Absperrungen gehalten. Flatterb├Ąnder seien abgerissen oder einfach "unterwandert" worden, monierte die Polizei. Im Industriegebiet D├Ârener Feld seien Wachschutzunternehmen beauftragt worden, Fremde von den zerst├Ârten Betriebsgeb├Ąuden fernzuhalten. Auch die Anweisungen der Wachm├Ąnner seien missachtet worden, so dass diese die Polizei um Unterst├╝tzung gerufen h├Ątten. Die Polizei habe gleich mehrere Streifen eingesetzt.

Unterdessen dauerten die Arbeiten zur Beseitigung der Sturmsch├Ąden auch am Montag an. An vielen Stellen unterst├╝tzten Beamtinnen und Beamte mit Stra├čen-Sperrungen oder Absicherungen von Gefahrenstellen. Immer noch gebe es lebensgef├Ąhrliche Bereiche, hie├č es. Auch auf Privatgrundst├╝cken m├╝ssten Bewohner vorsichtig sein, denn viele besch├Ądigte D├Ącher seien noch nicht abgesichert.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte derweil vor neuen Gewittern, Windb├Âen und m├Âglichen Unwetter-Gefahren am Montagnachmittag im Kreis Paderborn. Die Warnungen seien ernst zu nehmen. Niemand solle sich dann im Freien aufhalten, insbesondere in den noch nicht sicheren Schadensgebieten des Freitags-Tornados. Durch herabfallende Dachziegel oder abbrechende ├äste bestehe Lebensgefahr.

Ebenfalls keine Entwarnung gab es f├╝r die Abiturienten. Sie m├╝ssen ran f├╝r ihre Pr├╝fungen. Auch wenn drei Gymnasien - zwei im ebenfalls stark betroffenen Lippstadt, eins in Paderborn - noch geschlossen blieben, m├╝ssen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler die noch wenigen ausstehenden Abi-Pr├╝fungen wie geplant absolvieren. Dabei kann die Polizei dann wohl kaum helfen.

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