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Karlspreis in Aachen: Demonstranten vergleichen Selenskyj mit Hitler


Pro-Putin-Demonstranten vergleichen Selenskyj mit Hitler

Von t-online, th, mtt

Aktualisiert am 14.05.2023Lesedauer: 2 Min.
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Aachen: Demonstranten und Gegendemonstranten gerieten bei Selenskyjs Besuch aneinander. (Quelle: t-online)
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Wolodymyr Selenskyj bekommt den Karlspreis verliehen. Aachen befindet sich im Ausnahmezustand.

Große Aufregung am Sonntag in Aachen, zahlreiche Demonstrationen ziehen durch die Stadt. Der Grund: Am Nachmittag bekommt Wolodymyr Selenskyj den Karlspreis verliehen. Der ukrainische Präsident und sein Volk werden für Verdienste um die Einheit Europas geehrt.

Am Rande der Verleihung gab es Unterstützer-Demos, Proteste und Gegenproteste. Sechs Demonstrationen unterschiedlicher Lager waren bei der Polizei angemeldet, eine weitere Mini-Demo versammelte sich spontan – es waren gerade einmal drei Personen.

Rund 1.000 Menschen bei Pro-Ukraine-Demo in Aachen

"Aachen stands with Ukraine" war das Motto der größten pro-ukrainischen Demonstration. Der Zug startete am Bahnhof in Richtung Innenstadt. Die meisten Demonstranten waren Ukrainer.

Viele hatten sich die ukrainische Fahne umgehängt und hatten traditionelle Hemden und Blusen an. Hunderte hielten blaue Luftballons in der Hand. In ihrer Mitte trugen die Demonstranten eine Dutzende Meter lange ukrainische Fahne.

Aufgeheizte Stimmung – und Rangeleien

Am Rande der Demo mit rund 1.000 Teilnehmern versammelten sich Gegendemonstranten und schrien sich an. Ein Polizeisprecher sagte t-online, aus Sicht der Beamten sei alles friedlich geblieben. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Ein Reporter, der für t-online aus Aachen berichtet, sprach allerdings von aufgeheizter Stimmung, als sich Demonstranten unterschiedlicher Lager begegneten. Es sei auch zu kleineren Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen.

Vereinzelt hätten Pro-Russland-Demonstranten versucht, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Vermutlich hätten sie vorgehabt, die Ukraine-Demo anzugreifen. Doch die Beamten hätten die Demonstranten zurückhalten können.

Pro-Putin-Demonstranten rufen "Nazis raus!"

An der Demo-Route stand auch eine Gruppe mit einem Transparent der rechten Gruppierung "Aufbruch". Rund 15 Menschen hatten sich um Elena Kolbasnikova versammelt, die unter anderem als Organisatorin eines im Mai 2022 stattgefundenen prorussischen Autokorsos in Köln gilt, an dem sich Hunderte Fahrzeuge beteiligten.

In Aachen verlangte sie von Selenskyj, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, und verglich ihn mit Hitler: Als der Nazi-Diktator 1933 an die Macht kam, habe er auch wie jetzt der ukrainische Präsident breite Unterstützung aus Europa bekommen.

In dem Moment, als die Ukraine-Demo an Kolbasnikova und ihren Getreuen vorbeizog, skandierte die Gruppe in Richtung der gelb und blau gekleideten Menschen: "Nazis raus! Russland, Russland, Russland!"

Kolbasnikova gab die russische Propaganda wieder: Russland helfe der Ukraine. Es sei nötig, das Land zu "entnazifizieren".

Großaufgebot der Polizei

In einem andern prorussischen Demonstrationszug liefen etwa 300 Menschen begleitet von Trommeln mit. "Friede mit Russland" forderten sie auf einem Banner. "Ich bin nicht im Krieg mit Russland", stand auf einem anderen Transparent.

In der Innenstadt von Aachen war am Sonntag ein Großaufgebot von Polizei aus dem ganzen Bundesgebiet zu sehen, um die Sicherheit bei der Verleihung an Selenskyj zu gewährleisten. Die Aachener Innenstadt war kurz vor dem geplanten Beginn der Karlspreisverleihung voller Besucher. An den von der Polizei abgesperrten Zugängen zu Dom und Rathaus warteten viele Menschen.

Sie standen Schlange, um später in die abgesperrten Bereiche gelassen zu werden. Die Schlange der Wartenden vor dem Zugang zum Platz hinter dem Rathaus, dem Katschhof, war rund hundert Meter lang.

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Telefonat mit einem Sprecher der Polizei
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • belltower.news: "Rechtsextremes Netzwerk will in Köln demonstrieren" (Informationen zur Gruppierung "Aufbruch Leverkusen")
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