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Vier Tote bei Feuer: Ärzte versuchten noch, ein ungeborenes Baby zu retten


Vier Tote bei Wohnhausbrand
Ärzte versuchten noch, ein ungeborenes Baby zu retten

Von dpa, afp, t-online, mtt

Aktualisiert am 24.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Feuerwehrleute stehen vor dem Haus in Reisbach: Gegen 2 Uhr in der Nacht war das Feuer ausgebrochen.Vergrößern des BildesFeuerwehrleute stehen vor dem Haus in Reisbach: Gegen 2 Uhr in der Nacht war das Feuer ausgebrochen. (Quelle: Armin Weigel/dpa-bilder)
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Furchtbares Feuer in Bayern: Ein Mehrfamilienhaus geriet in der Nacht in Brand. Vier Menschen starben, darunter ein ungeborenes Baby, das Ärzte noch versuchten zu retten.

Bei einem Großbrand in einem Mehrfamilienhaus im niederbayerischen Reisbach sind in der Nacht zu Samstag drei Frauen im Alter von 20, 55 und 78 Jahren sowie ein frühgeborenes Baby ums Leben gekommen.

Die Frauen waren laut Polizei nicht miteinander verwandt. Die 20-Jährige sei im siebten Monat schwanger gewesen. Das Kind sei noch durch einen Notkaiserschnitt entbunden worden. "Aber auch für das Kind kam jede Hilfe zu spät", sagte ein Polizeisprecher.

Das Feuer war nach Angaben der Polizei gegen 2 Uhr in der Ortsmitte des 7.800-Einwohner-Ortes ausgebrochen. Zunächst laut Polizei wohl nur in einem Zimmer, aber dann breiteten sich Flammen und Rauch schnell aus. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungskräften und der Polizei war vor Ort. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.

Polizeisprecher: "Ziegel fallen noch vom Dach"

19 weitere Menschen wurden laut Polizei verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute. Vier der Verletzten mussten in umliegende Klinken gebracht werden.

Bis alle Glutnester gelöscht waren, dauerte es. "Ziegel fallen noch vom Dach", sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. Die Kriminalpolizei Landshut hat die Ermittlungen vor Ort übernommen. Eine fahrlässige Brandursache lasse sich nicht ausschließen, teilte die Polizei später mit. Hinweise auf eine Verursachung durch außen gebe es bisher nicht.

Reisbach liegt im Landkreis Dingolfing-Landau, rund 90 Kilometer Luftlinie nordöstlich von München. Landrat Werner Bumeder sagte der "Passauer Neuen Presse", er sei "sehr bestürzt" darüber, dass so viele Leute zu Schaden kamen. "Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und trauern mit ihnen", sagte er.

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