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Uli Hoeneß tritt beim FC Bayern zurück: Hainer übernimmt Aufsichtsrat


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Uli Hoeneß tritt von allen Ämtern zurück - Hainer wird Chef des Aufsichtsrates

Von dpa
Aktualisiert am 14.03.2014Lesedauer: 3 Min.
Herbert Hainer (li.) wird neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates des FC Bayern und damit Nachfolger von Uli Hoeneß (re.).
Herbert Hainer (li.) wird neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates des FC Bayern und damit Nachfolger von Uli Hoeneß (re.). (Quelle: dpa-bilder)
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In einem spektakulären Entschluss hat Uli Hoeneß seine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren wegen Steuerhinterziehung akzeptiert. Zudem tritt Hoeneß mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender beim FC Bayern München zurück. Das teilte der 62-Jährige in einer persönlichen Erklärung mit.

"Nach Gesprächen mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, das Urteil des Landgerichts München II in meiner Steuerangelegenheit anzunehmen. Ich habe meine Anwälte beauftragt, nicht dagegen in Revision zu gehen. Das entspricht meinem Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung. Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich", hieß es in der Erklärung von Hoeneß.

Hopfner neu im Präsidialausschuss

Daraufhin reagierte der FC Bayern umgehend. In einer Erklärung teilte der Klub mit, dass Herbert Hainer "ab sofort und bis auf weiteres" Vorsitzender des Aufsichtsrates wird. Der 59-Jährige ist Vorstandsvorsitzender von Adidas und war bisher beim FCB stellvertretender Aufsichtsrats-Vorsitzender. Zudem ist Bayern-Vizepräsident Karl Hopfner in den Präsidialausschuss des Aufsichtsrates gewählt worden.


Foto-Show: Legendäre Spieler des FC Bayern

Klaus Augenthaler ist einer der erfolgreichsten Bundesligaspieler aller Zeiten. Er wurde mit dem FC Bayern sieben Mal Deutscher Meister (1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990) und dreimal Deutscher Pokalsieger (1982, 1984, 1986). Nur im Europapokal der Landesmeister reichte es nicht ganz zum ganz großen Wurf. 1982 und 1987 wurde er mit dem FCB Zweiter.
Franz Beckenbauer hat den FC Bayern geprägt wie kaum ein anderer. 1965 stieg er mit dem Klub in die Bundesliga auf, je vier Mal wurde er Deutscher Meister (1969, 1972-74) und Pokalsieger (1966, 1967, 1969, 1971), drei Mal Europapokalsieger der Landesmeister (1974-76), je ein Mal Europapokalsieger der Pokalsieger (1967) und Weltpokalsieger (1976). Nach seiner aktiven Laufbahn war er für den Klub als Trainer, Präsident, Aufsichtsratsvorsitzender aktive. Und mittlerweile als Ehrenpräsident.
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"Uli Hoeneß hat mit seinen Führungsqualitäten, seinem hohen persönlichen Einsatz und seiner herausragenden Lebensleistung immer dem Wohle des FC Bayern München gedient", sagte Hainer. "Er ist wesentlich mit dafür verantwortlich, dass der FC Bayern München zu einem der sportlich und wirtschaftlich erfolgreichsten und attraktivsten Vereine der Welt geworden ist. Dafür gilt ihm unser ganzer Dank."

Hoeneß: "Möchte Schaden von meinem Verein abwenden"

Hoeneß hatte zuvor selbst den Weg beim Champions-League-Sieger frei gemacht. "Außerdem lege ich mit sofortiger Wirkung die Ämter des Präsidenten des FC Bayern München e.V. und des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG nieder", äußerte Hoeneß in seiner Erklärung. "Ich möchte damit Schaden von meinem Verein abwenden. Der FC Bayern München ist mein Lebenswerk und er wird es immer bleiben. Ich werde diesem großartigen Verein und seinen Menschen auf andere Weise verbunden bleiben solange ich lebe. Meinen persönlichen Freunden und den Anhängern des FC Bayern München danke ich von Herzen für ihre Unterstützung."

Dazu zählen auch die langjährigen Weggefährten beim Verein. Zwar ist der Triple-Sieger sportlich und finanziell bestens aufgestellt, aber der Rücktritt des omnipräsenten Machers sorgt für eine lange nicht vorstellbare Zäsur.

Hoeneß gehörte zur großen Bayern-Spielergeneration der 1970er Jahre mit Franz Beckenbauer und Gerd Müller. Er wurde Welt- und Europameister, gewann praktisch alle Vereinstitel. In seiner 30-jährigen Schaffensphase als Manager entwickelte sich der FC Bayern von einem Verein mit Schulden zu einem Global Player und ist aktuell die beste Mannschaft der Welt. Im Jahr 2009 wurde Hoeneß mit beeindruckenden 99,3 Prozent als Präsident inthronisiert.

Hoeneß - der Spiritus Rector des FC Bayern

"Ich werde dem FC Bayern dienen, bis ich nicht mehr atmen kann", hatte Hoeneß bei der Jahreshauptversammlung der Münchner im November betont. "Uli ist ohne Übertreibung der Spiritus Rector des FC Bayern. Ohne sein unglaubliches Engagement, ohne sein Zutun, wäre der FC Bayern nicht das, was er glücklicherweise ist und darstellt", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Freund bei der selben Veranstaltung gepriesen. Nun muss der Verein zeigen, wie er ohne seinen Architekten weitermachen wird.

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Einer der spektakulärsten Steuerprozesse Deutschlands

Die Münchner Staatsanwaltschaft will Anfang der kommenden Woche entscheiden, ob sie wie Hoeneß auf eine Revision verzichtet, sagte Ken Heidenreich, der Sprecher der Behörde. Staatsanwalt Achim von Engel hatte ein deutlich höheres Strafmaß von fünf Jahren und sechs Monaten für Hoeneß gefordert. Hoeneß wird seine Haft frühestens in einigen Wochen antreten müssen. Seine Haftstrafe wird er in der Justizvollzugsanstalt in Landsberg am Lech absitzen. Allerdings muss Hoeneß' Verurteilung zuvor rechtskräftig werden.

Der Vereinspatron des Klub-Weltmeisters war wegen der Hinterziehung von mindestens 28,5 Millionen Euro in einem der spektakulärsten Steuerprozesse Deutschlands verurteilt worden. Seine Anwälte hatten unmittelbar nach dem Urteil noch angekündigt, in Revision zu gehen. Die Gremien des FC Bayern nahmen Beratungen auf, hatten sich aber am Tag des Urteils öffentlich nicht geäußert.

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Von Julian Buhl
FC Bayern MünchenSteuerhinterziehungUli Hoeneß
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