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RB Leipzig: 40 Millionen für neue Spieler

Nach Champions-League-Coup  

40 Millionen! Diese Spieler hat Leipzig auf dem Zettel

10.05.2017, 22:10 Uhr | ako, t-online.de, dpa

RB Leipzig: 40 Millionen für neue Spieler. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick hält "fünf oder sechs Neuzugänge“ für möglich. (Quelle: dpa)

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick hält "fünf oder sechs Neuzugänge“ für möglich. (Quelle: dpa)

RB ist in der Champions League! Nach dem 4:1 in Berlin war in Leipzig Party angesagt. Die Verantwortlichen basteln derweil am Kader für die kommende Europacup-Saison – sofern die UEFA ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht.

Nach dem Abpfiff im Berliner Olympiastadion liefen die Leipziger Spieler Richtung Marathontor, um mit über 10.000 mitgereisten Fans ausgelassen die Champions-League-Qualifikation zu feiern.

Auf der Rückfahrt ging die Europacup-Sause im Mannschaftsbus weiter, ehe sie in einem Leipziger Nobelclub ihre Fortsetzung fand. Einige Akteure hatten danach immer noch nicht genug und flogen direkt weiter nach Mallorca. Bis Mittwochnachmittag ist erstmal frei.

RB sucht Verstärkung auf fast allen Positionen

Während die Spieler ihren Erfolg feiern, basteln die Macher hinter den Kulissen bereits am Kader für Europa. Sportdirektor Ralf Rangnick kündigte im Interview mit „Sport Bild“ bereits an: „Ob drei oder vier Neuzugänge reichen, das weiß ich nicht. Vielleicht brauchen wir auch fünf oder sechs.“ Dafür sollen bis zu 40 Millionen Euro bereit stehen.

Bisher ist Yvon Mvogo der einzige namhafte Neuzugang. Der 22-jährige Keeper kommt für fünf Millionen Euro vom Schweizer Vizemeister Young Boys Bern. Er passt perfekt ins Leipziger Profil: jung, talentiert, entwicklungsfähig – aber nicht zu so teuer wie internationale Superstars.

Die Beobachtungsliste von RB Leipzig

Kein Wunder, dass die bisher gehandelten Neuzugänge in eine ähnliche Kategorie fallen: In der Defensive wird laut „Bild“ unter anderem Issa Diop vom FC Toulouse gehandelt. Der 1,94 Meter große Innenverteidiger (Marktwert laut transfermarkt.de: vier Mio. Euro) ist 20 Jahre alt und bei den Südfranzosen unumstrittener Stammspieler. Er durchlief außerdem alle wichtigen U-Nationalteams der „Equiope Tricolore“.

Im Mittelfeld gehört Konrad Laimer vom "Schwesterklub" Red Bull Salzburg laut zahlreicher Medienberichte zu den aussichtsreichsten Kandidaten für einen Transfer. Der 19-jährige Österreicher könnte damit den gleichen Weg gehen wie in dieser Saison beispielsweise Dayot Upamecano und Naby Keita. Laimer ist zentraler Mittelfeldspieler und gilt als eines der größten Talente Österreichs. Sein Wert laut transfermarkt.de: drei Millionen Euro.      

Alternativ könnten die Leipziger sich auch in der Bundesliga bedienen. Laut „Bild“ sollen sie unter anderem Nadiem Amiri (20 Jahre, 1899 Hoffenheim), Maximilian Arnold (22, VfL Wolfsburg), Matthias Ginter (23, Borussia Dortmund) und Maximilian Philipp (23, SC Freiburg) auf dem Zettel haben.

UEFA entscheidet über Leipzigs Champions-League-Teilnahme

Auf dem Papier wären all diese Akteure eine Verstärkung. Doch ob sie nach einem möglichen Wechsel auch wirklich in der Champions League antreten dürfen, ist noch nicht letztendlich geklärt. Die UEFA hat nämlich noch kein grünes Licht für Leipzigs Teilnahme gegeben.

Der Knackpunkt: Da sich auch Schwesterverein Salzburg so gut wie sicher für die Champions League qualifizieren wird, wären zwei Klubs vertreten, die vom selben Unternehmen finanziert werden. Laut Reglement dürfen diese allerdings nicht aufeinandertreffen.  

Fragenkatalog der UEFA

Die Verantwortlichen in Leipzig geben sich demonstrativ gelassen: „Bei uns im Verein wird seit Monaten mit Hochdruck daran gearbeitet, alle Bedingungen zu erfüllen, deswegen mache ich mir da auch überhaupt keine Sorgen", erklärte Rangnick im „Aktuellen Sportstudio“. RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff hat deshalb bereits seinen Posten als Fußballchef von Red Bull geräumt, um sich voll der Aufgabe in Leipzig zu widmen.

Oliver Mintzlaff war bis April für sämtliche Fußball-Aktivitäten von Red Bull verantwortlich. (Quelle: dpa/Jan Woitas)Oliver Mintzlaff war bis April für sämtliche Fußball-Aktivitäten von Red Bull verantwortlich. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

"Wenn er in Salzburg keine Entscheidungsgewalt mehr hat, ist das Konstrukt personell formell entflochten", erklärte Lizenzierungsexperte Thomas Dehesselles gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Die UEFA werde "einen Fragenkatalog nach Leipzig schicken, und den wird RB beantworten und sich verpflichten müssen, nicht nur formell, sondern auch inhaltlich getrennt von Red Bull Salzburg zu agieren – und es dann hoffentlich auch tun. Die UEFA wird genaue Zuordnungen verlangen, wer in Salzburg Entscheidungen trifft und wer in Leipzig."

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