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Dominique Heintz will ins DFB-Team: "Meine Zeit ist noch nicht vorbei"


INTERVIEWFreiburgs Innenverteidiger  

Heintz will ins DFB-Team: "Meine Zeit ist noch nicht vorbei"

Ein Interview von Guido Heisterkamp

15.09.2018, 07:53 Uhr
Dominique Heintz will ins DFB-Team: "Meine Zeit ist noch nicht vorbei". Dominique Heintz: Der Innenverteidiger wechselte im Sommer für drei Millionen Euro von Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zum SC Freiburg. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Dominique Heintz: Der Innenverteidiger wechselte im Sommer für drei Millionen Euro von Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zum SC Freiburg. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Dominique Heintz verrät bei t-online.de, wie er sich den Traum von der Nationalmannschaft erfüllen will – und wie Freiburg-Trainer Christian Streich tickt.

Für die deutschen Junioren-Nationalmannschaften hat Dominique Heintz insgesamt 20 Länderspiele absolviert, gehörte auch zum DFB-Aufgebot der U21-EM vor drei Jahren in Tschechien.

Nach dem angekündigten Neustart bei der Nationalmannschaft hofft der 25-Jährige auf seine Chance, von Joachim Löw für das DFB-Team nominiert zu werden. Im Interview mit t-online.de erklärt Freiburgs Innenverteidiger, wie er den Bundestrainer überzeugen will und verrät, was seinen Trainer Christian Streich auszeichnet, der den Saisonauftakt wegen eines Bandscheibenvorfalls verpasste.

t-online.de: Herr Heintz, der DFB hat nach dem schlechten Abschneiden bei der WM den Neustart ausgerufen. Wie sehen Sie ihre Chancen? Können Sie in Freiburg den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen?

Dominique Heintz (25): Warum soll das nicht gehen? Wichtig ist immer die Leistung, die man für seinen Verein in der Bundesliga bringt. Das habe ich jetzt in den letzten drei Jahren bewiesen, habe mit Köln auch schon in der Europa League gespielt und gehe jetzt in meine vierte Bundesliga-Saison in Folge. Aber es liegt am Bundestrainer. Wie sieht er mich und meine Leistungen? Das kann ich natürlich nicht beurteilen. Meine Leistungen in Freiburg sind das A und O. Alles andere ist Bonus. Natürlich ist es mein Traum, irgendwann in der Nationalmannschaft anzukommen. Dafür werde ich alles geben. Ich bin erst 25 Jahre jung, meine Zeit ist noch nicht vorbei. So viele Innenverteidiger mit einem linken Fuß gibt es jetzt auch nicht (lacht).

In Freiburg sitzt bekanntlich auch Bundestrainer Joachim Löw öfter im Stadion – hat das in Ihren Überlegungen eine Rolle gespielt?

Nicht direkt. Es ist natürlich schön, dass der Bundestrainer öfter mal hier ist, aber deshalb hat er die Spieler von anderen Vereinen ja nicht weniger auf dem Schirm. Das hat für mich keine große Rolle gespielt.

Der Bundestrainer hatte für die Länderspiele gegen Frankreich und Peru sieben Innenverteidiger nominiert. Keimt da bei Ihnen nicht die Hoffnung besonders auf?

Das ist natürlich schon mal gut, wenn so viele Innenverteidiger eingeladen werden (lacht). Aber Joachim Löw weiß ja am besten, welchen Spielertyp er braucht. Vielleicht will der Bundestrainer in einem Testspiel mal etwas ausprobieren und lädt Spieler ein, die noch nie oder ganz selten dabei waren. Über so eine Chance würde ich mich natürlich extrem freuen.



Trainer Christian Streich fehlte zuletzt wegen eines Bandscheibenvorfalls. Wie schwer wog sein Ausfall für die Mannschaft?

Der Trainer fehlte natürlich, aber dafür haben wir es trotzdem gut gemacht. Das haben das Trainerteam und wir als Mannschaft gut aufgefangen. Aber ich bin froh, dass er jetzt wieder zurückkommt.

Was macht Christian Streich aus?

Ich habe vor meinem Wechsel viel mit ihm kommuniziert und dabei hat er mich überzeugt. Er hat sich einen sehr guten Ruf erarbeitet, wie er Fußball spielen lässt und junge Spieler entwickelt. Viele seiner Spieler wechseln zu einem Klub, der international spielt, manche sogar zu einem Champions-League-Teilnehmer. Ich finde es gut, dass er mit so viel Leidenschaft an der Seitenlinie dabei ist, das hilft uns sehr. Ich brauche einen Trainer, der richtig mitgeht und den Fußball lebt. Er ist voll dabei, immer ehrlich und direkt. Er sagt einem immer alles ins Gesicht. Das finde ich ganz wichtig. So kann man sich dann auch als Mannschaft und als einzelner Spieler weiterentwickeln.

Sind Sie denn auch schon mal zusammengezuckt, wenn er etwas lauter oder emotionaler wurde?

Nein, bin ich nicht. Es gehört dazu, dass er auch mal lauter wird und ich bin ein Spieler, der Kritik annehmen kann. Die Hauptsache ist, dass es ehrlich ist – und das ist es. Andererseits sagt er einem auch, was man gut macht und wie man seine Stärken weiter verbessern kann. Da findet er immer eine gute Mischung und das gibt natürlich Vertrauen. Es macht Spaß mit ihm zusammenzuarbeiten.

Können Sie Christian Streich und seine Art mit einem ihrer ehemaligen Trainer vergleichen?

Seine Art erinnert mich an meinen ehemaligen Kölner Trainer Peter Stöger, aber der ist an der Seitenlinie schon ein bisschen ruhiger (lacht). Es gibt nicht viele Trainer, die in der Coaching Zone so aktiv sind wie unserer.

Bittere Niederlage im Halbfinale der U21-EM: Dominique Heintz (r.) und die deutschen Junioren unterlagen Portugal mit 0:5. (Quelle: imago images/MIS)Bittere Niederlage im Halbfinale der U21-EM: Dominique Heintz (r.) und die deutschen Junioren unterlagen Portugal mit 0:5. (Quelle: MIS/imago images)

Haben Sie sich schon gut in Freiburg eingelebt?

Auf jeden Fall. Ich habe mich in der Mannschaft schon nach zwei, drei Tagen sehr wohlgefühlt. Das macht es einem natürlich leichter. Ein paar Spieler kannte ich ja schon vorher. Mit Christian Günter habe ich bei der U21-EM vor drei Jahren zusammen gespielt. Und die Mannschaft hat mich super aufgenommen.

Gibt es beim SC ein besonderes Aufnahmeritual für neue Spieler?

Ich glaube da kommt noch was (lacht) – aber was genau weiß ich noch nicht. Bis jetzt ist noch alles ruhig geblieben.

Was ist der größte Unterschied zu ihrem Ex-Verein und der Stadt Köln?

Köln ist natürlich ein bisschen größer, aber Freiburg ist auch eine schöne Stadt. Hier ist mehr Natur und Wald als in Köln. Vom Verein her gibt es nicht so viele Unterschiede. Freiburg ist auch ein Traditionsverein und es geht hier so familiär zu, wie ich es in Köln erlebt habe. Die gute Stimmung hier im Verein und das familiäre Umfeld sind wichtig für mich, sonst wäre ich nicht hierher gewechselt. In Kaiserslautern waren die Strukturen ja auch ähnlich.

Der Medienrummel in Freiburg ist natürlich ein anderer als in Köln.

Auf jeden Fall. In Köln sind jeden Tag viele Medien vor Ort. Insbesondere Boulevard-Zeitungen schlagen sich darum, wer den besseren Bericht schreibt. Dadurch wird natürlich auch immer viel Unruhe in den Verein gebracht. Nach einer Niederlage oder einer schlechten Leistung wird dann sofort nach Problemen gesucht. Hauptsache es steht etwas in der Zeitung, das sich gut verkauft. Mir tut es jetzt ganz gut, nicht mehr mit ganz so vielen Medien zu arbeiten und mich auf den Fußball konzentrieren zu können. Ich bin eh nicht der Typ, der jeden Tag in der Zeitung stehen und seine Meinung abgeben muss. Es ist schön, dass es hier ein bisschen ruhiger als in Köln zugeht.



Sie haben es angesprochen, in Freiburg gibt es viel Natur und viel Wald. Was machen Sie besonders gerne in Ihrer Freizeit?

Ich gehe gern mit meinem Hund Mogli spazieren. Ich wohne direkt am Wald. Wenn ich nach Hause komme, gehe ich eine Stunde mit ihm Gassi, dabei kann ich schön runterkommen. Wenn es warm ist, kann er direkt in die Dreisam springen, das macht ihm besonders viel Spaß.

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