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FC Bayern: So brach Kovac die Pattsituation gegen RB Leipzig

Später Sieg für FC Bayern  

So brach Kovač die Pattsituation gegen RB Leipzig

Von Constantin Eckner

20.12.2018, 07:33 Uhr
FC Bayern: So brach Kovac die Pattsituation gegen RB Leipzig. Jubel bei Bayern-Trainer Niko Kovač: Durch den Sieg gegen RB Leipzig verkürzten die Münchner den Rückstand auf Dortmund auf sechs Punkte. (Quelle: imago images/Ulmer)

Jubel bei Bayern-Trainer Niko Kovač: Durch den Sieg gegen RB Leipzig verkürzten die Münchner den Rückstand auf Dortmund auf sechs Punkte. (Quelle: Ulmer/imago images)

Der FC Bayern München hat in seiner Aufholjagd auf Borussia Dortmund drei Punkte gut gemacht. Doch die Heimpartie gegen RB Leipzig entpuppte sich als zähe Angelegenheit. Das Siegtor zum 1:0 fiel erst nach einer taktischen Umstellung von Cheftrainer Niko Kovač.

Bei den Leipzigern war vor der Partie nicht klar, in welcher Grundordnung sie auflaufen würden. Zuletzt wechselte Ralf Rangnick zwischen diversen Formationen, entschied sich aber für das Spiel in der Münchner Allianz Arena für das altbewährte 4-2-2-2. Bayern blieb beim aktuell in Stein gemeißelten 4-2-3-1.

Einen wirklichen Vorteil konnte sich keine der beiden Mannschaften über einen längeren Zeitraum erarbeiten. Die Bayern begannen etwas druckvoller, mussten aber nach der ersten Viertelstunde zunehmend die Angriffe der Leipziger abwehren. Die Gäste aus Sachsen kamen vor allem zu Aktionen am und im Strafraum des deutschen Rekordmeisters, wenn sie von Ballgewinnen im Mittelfeld profitierten und die Angriffsreihe um den pfeilschnellen Timo Werner bedienen konnten.

Deckungsarbeit lähmt das Spiel

Die Pattsituation über weite Teile der Partie hatte vor allem mit den taktischen Formationen zu tun. Denn diese kreierten natürliche Zuordnungen auf dem Feld. Überall gab es klare Eins-gegen-Eins-Duelle und keinerlei Überzahl. So konnte beispielsweise Leipzig mit seinen beiden Stürmern die zwei Innenverteidiger der Münchner attackieren, während sich die zwei Mittelfeldspieler um Thiago und Leon Goretzka kümmerten. Auf den Flügeln ergab sich das gleiche Bild.

Grafik: Eins-gegen-Eins-Duelle auf dem gesamten RasenGrafik: Eins-gegen-Eins-Duelle auf dem gesamten Rasen

Die meisten Torraumaktionen entstanden dann, wenn solche Duelle gewonnen wurden oder aber einzelne Verteidiger die Übersicht und damit Kontakt zu ihren direkten Gegenspielern verloren. Aber das blieb die Ausnahme. Da die Leipziger in puncto individueller Qualität keinen riesigen Nachteil gegenüber den Bayern hatten, neutralisierten sich beide Teams phasenweise komplett.

Gäste mit höherer Intensität

Leipzig fehlte auch in dieser Partie ein Strippenzieher im Mittelfeld. Kevin Kampl ließ sich oftmals zurückfallen und versuchte in der Nähe der Innenverteidiger das Offensivspiel seiner Mannschaft anzukurbeln. Diego Demme war etwas weiter vorn positioniert. Dem 27-Jährigen fehlt allerdings ein Tick mehr Offensivqualität, um einen Einfluss wie noch letzte Saison Naby Keïta nehmen zu können.

Den größten Erfolg feiert Leipzig für gewöhnlich, wenn es intensiv ins Pressing geht und hart für Balleroberungen arbeitet. Dies geschah auch am Mittwochabend. Nach der Halbzeitpause verteidigte die Mannschaft von Rangnick extrem eng auf den Flügeln, während in der Mitte die ballführenden Münchner umgehend unter Druck gesetzt wurden. Dieses Verhalten zeigte Wirkung.

Kovač kreiert Überzahl im Mittelfeld

Bis zur Schlussviertelstunde hatte Leipzig mehr Schüsse auf das Gehäuse abgegeben als die Bayern. Doch dann brach die Phase der Hausherren an – gerade auch dank einer taktischen Umstellung. Kovač wechselte nach 61 Minuten Renato Sanches für Kingsley Coman ein und stellte auf ein 4-3-3 um. An sich war dies ein typischer Wechsel, wie es ihn in den vergangenen Wochen häufig zu beobachten gab. Aber gegen Leipzig hatte er besondere Auswirkungen.

Grafik: Die Grundformationen beider Teams nach einer Stunde SpielzeitGrafik: Die Grundformationen beider Teams nach einer Stunde Spielzeit

Im 4-3-3 besaß nun Bayern einen nummerischen Vorteil im Zentrum. Thiago, Goretzka und Sanches standen Kampl und Demme gegenüber. Immer häufiger brachen die Hausherren über die Halbräume durch. Sanches war es am Ende auch, der sich vorm 1:0-Treffer von Franck Ribéry halbrechts durchsetze und selbst zum Torabschluss kam, bevor Dayot Upamecano den Ball vor die Füße von Ribéry klärte.


Rangnick hatte durch die Hereinnahme von Stefan Ilsanker für Flügelstürmer Bruma noch zwei Minuten vor dem Tor versucht, den taktischen Vorteil der Bayern aufzuheben, aber diese Maßnahme griff noch nicht sofort. Der zuletzt viel gescholtene Kovač kann sich nach diesem Sieg über einen harten Konkurrenten in der oberen Tabellenregion nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über sein gelungenes Ingame-Coaching freuen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtungen

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