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Darum wechselt Timo Werner zum FC Chelsea – und nicht zu Jürgen Klopp

RB-Stürmer vor Absprung  

Warum Werner wohl zu Chelsea geht – und nicht zu Liverpool

Von Melanie Muschong

06.06.2020, 16:38 Uhr
Darum wechselt Timo Werner zum FC Chelsea – und nicht zu Jürgen Klopp. Timo Werner: Darum passt der Stürmer zum FC Chelsea.  (Quelle: imago images/opokupix)

Timo Werner: Darum passt der Stürmer zum FC Chelsea. (Quelle: opokupix/imago images)

Timo Werner hat in dieser Bundesliga-Saison schon 25 Tore geschossen, ist auf dem Transfermarkt heiß umworben. Nun hat er sich wohl für die Premier League und den FC Chelsea entschieden. Das sind die Gründe für den Wechsel. 

Als Timo Werner 2016 vom VfB Stuttgart zu RB Leipzig wechselte, mussten die Sachsen 14 Millionen Euro Ablöse zahlen. Eine Summe, die sich ausgezahlt hat. Denn der Stürmer hat mit seinen Leistungen überzeugen können. Seit der Saison 2016/17 hat der Knipser allein in der Bundesliga in bisher 122 Partien 75 Tore erzielt und 31 weitere direkt vorgelegt. Dazu kommen zahlreiche Treffer in DFB-Pokal und in den europäischen Wettbewerben.

Statistiken, die dazu geführt haben, dass Werner von einigen Top-Klubs beobachtet wurde. Den Zuschlag bekam nun offenbar der FC Chelsea. Das berichten Medien aus England und Deutschland übereinstimmend. Verhandlungen mit Leipzig brauchte es nicht. Die "Blues" nutzten eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Stürmers. Den Meldungen zufolge lag diese zwischen 50 und 60 Millionen Euro. Mehr Informationen zum bevorstehenden Wechsel gibt es hier.

Julian Nagelsmann (l.): Die Spielweise des RB-Trainers ist ideal für Werner.  (Quelle: imago images/Poolfoto)Julian Nagelsmann (l.): Die Spielweise des RB-Trainers ist ideal für Werner. (Quelle: Poolfoto/imago images)

Werner sprach schon vor zwei Jahren von der Premier League 

Mit einem Transfer nach England hatte Werner ohnehin schon geliebäugelt. Anfang Mai sagte Werner der "Bild": "Falls ein Wechsel irgendwann einmal ein Thema werden sollte, würde mich eher der Schritt ins Ausland reizen als ein Wechsel zum FC Bayern." Tatsächlich sprach er bereits vor zwei Jahren über die Premier League, in einem Interview mit der Zeitschrift "FourFourTwo". Dort sagte er: "Ja, in der Premier League zu spielen ist ein Traum von mir", und konkretisierte weiter: "Zwei oder drei Klubs kommen für mich in Frage. Manchester United und Liverpool sind die Teams, die ich am meisten verfolgt habe."

Liverpool und Trainer Jürgen Klopp haben ebenfalls um den 24-jährigen Nationalstürmer gebuhlt, es soll sogar ein Telefonat zwischen Werner und Klopp gegeben haben. Doch Chelsea, womöglich der ominöse dritte Klub, und Trainer Frank Lampard haben das Rennen gemacht. 

Was Chelsea den "Reds" voraus hat

In Liverpool wäre Timo Werner zwar im aktuell besten Team der englischen Liga untergekommen, doch die Konkurrenz im Sturm dort ist groß. Mo Salah, Roberto Firmino und Sadio Mané sind in der "Reds"-Offensive gesetzt. Werner wäre zwar mit seinem Tempo-Spiel eine Ergänzung der Spitzenklasse. Doch das Team von der Anfield Road ist in der Spitze bereits mit Hochkarätern besetzt. Auf der Bank warten zudem Divock Origi, Xherdan Shaqiri und Takumi Minamino auf ihre Bewährungschancen.

Anders ist dies bei den "Blues". Olivier Giroud wird den Klub im Sommer wahrscheinlich verlassen. Dem jungen Tammy Abraham fehlt es noch an Konstanz. Werner ginge hier wohl als Stürmer Nummer eins ins Rennen. Im 4-3-3-System von Frank Lampard könnte er alternativ auf die Flügel ausweichen und Abraham mit Flanken füttern. Der Engländer ist 1,91 Meter groß und das ideale Ziel für hohe Bälle.

Frank Lampard (r.): Der Trainer der "Blues" mit Spieler Tammy Abraham.  (Quelle: imago images/Sportimage)Frank Lampard (r.): Der Trainer der "Blues" mit Spieler Tammy Abraham. (Quelle: Sportimage/imago images)

Lampard setzt auf Tempo-Fußball 

Zudem setzt Chelsea-Cheftrainer Frank Lampard auf Tempo-Fußball und tiefe Sprints in die Spitze. Genau das, was Werner bereits aus Leipzig kennt. Dort hat er aktuell mit Patrik Schick und Yussuf Poulsen ebenfalls Kollegen, die ihn perfekt in der Offensive ergänzen. Poulsen (1,93 Meter) und Schick (1,87 Meter) können die zielgerichteten Flanken übernehmen und gewinnen Zweikämpfe in der Luft, während der 1,81 Meter große Werner schnell und abschlussstark ist.

Werner konnte diese Saison besonders glänzen. Das liegt auch an Trainer Julian Nagelsmann und dessen Spielart. Yussuf Poulsen sagte dem "Sportbuzzer" zuletzt: "Wir haben jetzt viel mehr Ballbesitzphasen. Er legt viel Wert auf das Aufbauspiel, wie wir das Spiel von hinten aufbauen können, wie wir den Gegner auch mit Ballbesitz nach vorne locken können." Ein System, das Werner liegt. Für Lampard, der ebenfalls auf Ballbesitz setzt, ein Segen. Denn mit Werner bekommt er einen Stürmer, der das Spiel Chelseas signifikant prägen kann. 

Verwendete Quellen:

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