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  • FC Bayern: Gut wie Jupp Heynckes? "Hansi Flick hat sogar eine Sache voraus"


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"Vielleicht gibt es noch einen besseren Job fĂĽr Flick"

  • Florian Wichert
  • Robert Hiersemann
Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

Aktualisiert am 17.08.2020Lesedauer: 1 Min.
Hansi Flick hat allen Grund zur Freude.Mit dem FC Bayern ist er in den letzten 28 Spielen ungeschlagen geblieben und hat davon die letzten 19 allesamt gewonnen, zuletzt mit 8:2 gegen Barcelona.
Hansi Flick hat allen Grund zur Freude.Mit dem FC Bayern ist er in den letzten 28 Spielen ungeschlagen geblieben und hat davon die letzten 19 allesamt gewonnen, zuletzt mit 8:2 gegen Barcelona. (Quelle: Matthias Balk/dpa-bilder)
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In wenigen Tagen könnte Trainer Hansi Flick mit dem FC Bayern Historisches schaffen – und damit auf eine Stufe mit Trainerlegende Jupp Heynckes klettern?

Sechs Siege in den ersten sechs Champions League-Spielen – das schafften vor Hansi Flick nur Fabio Capello 1992/1993 mit dem AC Mailand und Luis Fernandez 1994 mit Paris Saint-Germain. Noch ein Sieg im Halbfinale gegen Olympique Lyon am Mittwoch und Flick ist alleiniger Rekordhalter – und auf dem besten Weg, in seiner ersten Saison als Cheftrainer eines Profiklubs das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League zu gewinnen. Am Sonntag ist das Finale in Lissabon.


FC Bayern: Was diese ehemaligen Stars heute machen

t-online.de hat sich 20 ehemalige Spieler des deutschen Rekordmeisters herausgesucht und aufgeschrieben, was sie heute machen. Tobias Rau beispielsweise, 2003 bis 2005 im Verein, unterrichtet heute in der Nähe von Bielefeld an einer Gesamtschule Biologie und Sport.
Thomas Helmer (1992–1999): Jahrelang eine Bank in der Defensive des FC Bayern. Zuletzt moderierte der Europameister von 1996 die Sport1-Kultsendung "Doppelpass", im Sommer 2021 gab er sie jedoch an Florian König ab. Helmer ist dennoch weiterhin für Sport1 als Moderator im Einsatz, moderiert unter anderem den "Doppelpass on Tour", den Sport1-Fantalk oder auch die Spiele des DFB-Pokals.
+18

Kein Wunder, dass der 55-Jährige Überflieger schon jetzt mit seinem früheren Trainer Jupp Heynckes verglichen wird. Der holte 2013 das erste Triple der Bayern-Vereinsgeschichte und ist mit seinen mittlerweile 75 Jahren eine lebende Legende.

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist längst ein Flick-Fan: "Er hat die Qualität, die Mannschaft zu führen. Unter ihm spielen wir einen spektakulären und modernen Fußball – und er hat eine empathische Beziehung zum Team". Das erinnert an den Triple-Trainer und führt zu der Frage:

Ist Hansi Flick schon so gut wie Heynckes?

Pro
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Ja, Flick hat Heynckes sogar eine Sache voraus

Hansi Flick hat all das, was Jupp Heynckes auch hat: Er ist ehrgeizig, eloquent, sympathisch und zudem ist er einer von ganz wenigen Trainern, die dieses spezielle GefĂĽhl dafĂĽr haben, wie man ein Team fĂĽhrt, welches mit internationalen Topstars gespickt ist. Und in einem Punkt ist Flick der Trainer-Legende sogar einen Schritt voraus: Denn er wurde als Trainer Weltmeister, und Henyckes nicht.

2014 gewann er als Co-Trainer an der Seite von Joachim Löw die WM. Ein ganz spezieller Moment, der ihm in seiner heutigen Tätigkeit enorm weiterhilft. Einige seiner aktuell wichtigsten Spieler wie Neuer, Boateng und Müller waren schon in Brasilien mit dabei. Solch ein Erlebnis sorgt für eine ganz spezielle Verbindung, die in Gold kaum aufzuwiegen ist.

Natürlich hat der 55-Jährige noch nicht so viele Titel mit dem FC Bayern geholt wie Heynckes. Doch die vier Meisterschaften und der eine Champions-League-Sieg des heute 75-Jährigen sind auch Flick zuzutrauen, wenn der Rekordmeister ihm die Zeit dafür lässt – und vielleicht sogar noch mehr.

Denn Flick hat die große Chance, eine Ära beim FC Bayern zu prägen. Oder aber sogar etwas zu tun, was selbst dem großen Jupp Heynckes verwehrt blieb: Irgendwann das Amt des Bundestrainers zu übernehmen. Denn vielleicht ist er dafür sogar noch besser geeignet.

Kontra
Florian Wichert
Florian Wichert

Nein, und das sagt er sogar selbst

In weniger als zehn Monaten hat Hansi Flick eine in der Liga taumelnde Truppe zum Favoriten auf den Champions-League-Titel gemacht. Er ist seit 28 Spielen ungeschlagen, hat die letzten 19 allesamt gewonnen, genauso wie den DFB-Pokal und die Meisterschaft. Der bislang letzte Streich: das 8:2 gegen Barça.

Ein Riesenlauf - aber so gut wie Heynckes ist Flick damit noch lange nicht.

Flick (55) hat als Trainer gerade erst 24 Bundesligaspiele hinter sich, Heynckes hatte in Flicks Alter bereits mit Real Madrid die Champions League gewonnen, in 444 Ligapartien die Verantwortung getragen und jahrzehntelang als Weltklasse-Stürmer, Trainer und Mensch die Bundesliga geprägt. Damit machte er übrigens bis zu seinem Karriereende weiter. Er holte das erste Triple mit Bayern und unzählige Rekorde, ist heute eine lebende Legende. Generationen von Profis schwärmen noch heute von ihm. Einer davon ist übrigens Flick.

Selbst wenn der nun das Triple mit Bayern holt: Ob er es mal auf eine Stufe mit Heynckes schafft, werden wir frühestens in fünf bis zehn Jahren erahnen können. Wer das nicht glauben will, dem sagte Flick selbst vor kurzem: "Ich möchte mich nicht mit Jupp Heynckes vergleichen, weil er auf einem ganz anderen Level ist."

Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen.

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