HomeSportBundesliga

BVB trennt sich von Lucien Favre: Er scheiterte an seiner größten Stärke


Favre scheiterte beim BVB an seiner größten Stärke

  • Robert Hiersemann
Ein Kommentar von Robert Hiersemann

Aktualisiert am 13.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Lucien Favre: Der 63-Jährige ist nicht länger Cheftrainer von Borussia Dortmund.
Lucien Favre: Der 63-Jährige ist nicht länger Cheftrainer von Borussia Dortmund. (Quelle: Kirchner-Media/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextNord Stream: Probleme an beiden PipelinesSymbolbild für einen TextSpionagevorwurf: Moskau weist Konsul ausSymbolbild für einen TextPalast enthüllt Charles' MonogrammSymbolbild für einen TextWende in DFB-Gruppe: Erster verliertSymbolbild für ein VideoDiese Regionen erwartet arktische LuftSymbolbild für einen TextMessners Ehefrau kämpfte mit VorurteilenSymbolbild für einen TextKubicki beschimpft Erdoğan: "Kanalratte"Symbolbild für einen TextUmfrage: Union verliert, AfD legt zuSymbolbild für einen TextSamenspender: Stellen Sie Ihre FragenSymbolbild für einen TextARD-Krimiserie wird verlängertSymbolbild für einen TextPolizei stoppt Fluggast in LebensgefahrSymbolbild für einen Watson TeaserPhilipp Lahm geht auf Bayern-Star losSymbolbild für einen TextQuiz – Macht Milch die Knochen stark?

Nach zweieinhalb Jahren ist Schluss: Dortmund und Favre gehen getrennte Wege. Es passte einfach nicht zwischen dem BVB und dem Schweizer, doch woran genau lag es?

Der Spuk ist vorbei.


Bundesliga: Ex-BVB-Stars: Das machen Amoroso, Koller und Co. heute

Julio Cesar (1994-1998): Der Brasilianer wurde in Dortmund zum Fan-Liebling. Die BVB- Fans verabschiedeten ihn mit einem Banner, auf dem geschrieben stand: "Du kamst als Fremder und gingst als Freund und als Borusse." Heute engagiert er sich im Rahmen eines Regierungsprogramms in Sao Paulo für bessere Bildung von Kindern und sucht nach neuen Fußballtalenten.
Sebastian Kehl (2002-2015): Heute ist der Ex-Nationalspieler Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB. 2022 wird Kehl in der Dortmunder Hierarchie weiter aufsteigen und zum Nachfolger von Michael Zorc als Sportdirektor.
+18

Nach der peinlichen 1:5-Klatsche gegen den VfB Stuttgart hat sich Borussia Dortmund von Trainer Lucien Favre getrennt. Endlich! Denn in zweieinhalb Jahren als BVB-Cheftrainer hat der Schweizer nicht einen Titel geholt. Doch das Problem war nicht etwa die fehlende Fachkenntnis des 63-Jährigen. Nein. Er passte einfach nicht zum Verein.

Um mit Dortmund Meisterschaften oder Pokalsiege zu gewinnen, muss die Mannschaft über sich hinauswachsen. Denn klar ist: Der Bayern-Kader ist qualitativ besser aufgestellt. Um dem Klub aus München also echte Konkurrenz zu machen, muss jeder BVB-Profi davon überzeugt sein, das Unmögliche wahr machen zu können – und genau das war das Problem.

Die Meisterschaft rückt in weite Ferne

In Dortmund scheiterte Favre an seiner größten Stärke: Denn er ist ein Taktikfuchs, ein ruhiger und besonnener Mensch. Allerdings passt das nicht zu Borussia Dortmund. Dass er seine Spieler zu Wunderdingen wie einst Jürgen Klopp pushen kann, traut man ihm nicht zu. Doch genau das wäre nötig gewesen.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Ilkay Gündogan (l.) erzielte das 1:0: Deutschland erlebte einen dramatischen Abend in England.
Wahnsinn im Wembley: Deutschland punktet spät

Die Folge: Aktuell steht der BVB nur auf Platz fünf in der Bundesliga. Der Traum vom Meistertitel rückt bereits jetzt, nach dem 11. Spieltag, in weite Ferne.

Um es einmal festzuhalten: Der 63-Jährige ist kein schlechter Trainer. Er spielt mit seinen Teams stets schönen und strukturierten Fußball. Es reicht fast immer für eine Platzierung in der vorderen Tabellenhälfte. Er ist eben nur nicht der Richtige, wenn man in Deutschland an die Spitze will und am Ende der Saison ein glänzendes Stück Metall, von einem Bus aus seinen Fans am Dortmunder Borsigplatz präsentieren möchte.

Favre ist kein Mann der entscheidenden Momente

Dafür gibt es Beispiele: Dortmund war in der Rückrunde 18/19 Meisterkandidat, schaffte es am Ende aber nicht zum Titel. In den entscheidenden Momenten wird es unter Favre fast immer eng. So kratzte Hertha BSC 2009 unter ihm an der Qualifikation für die Champions League, vergeigte es aber am 34. Spieltag in Karlsruhe.

Weltklasse-Trainer kitzeln in diesen entscheidenden Situationen alles aus dem eigenen Team heraus. Der Schweizer schafft das nicht. Und deshalb ist es gut, dass das Kapitel Favre und Dortmund nun vorbei ist.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Melanie Muschong
Von Melanie Muschong
BVBLucien FavreVfB Stuttgart
Fußball

Formel 1


t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website