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FC Bayern ist zum neunten Mal in Folge Meister: Das ist Langeweile pur

MEINUNGNeunte Meisterschaft in Folge  

Übermacht des FC Bayern? Es gibt nur eine Hoffnung

FC Bayern ist zum neunten Mal in Folge Meister: Das ist Langeweile pur. Robert Lewandowski (li.) und Thomas Müller bei der Meisterfeier auf dem Marienplatz im Mai 2019. Auch dieses Jahr heißt der Titelträger FC Bayern München.  (Quelle: imago images/Nordphoto)

Robert Lewandowski (li.) und Thomas Müller bei der Meisterfeier auf dem Marienplatz im Mai 2019. Auch dieses Jahr heißt der Titelträger FC Bayern München. (Quelle: Nordphoto/imago images)

Der FC Bayern ist zum neunten Mal in Folge Deutscher Meister. Und wenig deutet darauf hin, dass sich das in den kommenden Jahren ändert. Es bleibt das Prinzip Hoffnung. 

An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an den FC Bayern München zur neunten Meisterschaft in Folge. Ja, Sie haben richtig gehört: Der FC Bayern feiert zum neunten Mal in Folge den Gewinn der Deutschen Meisterschaft! Wen das noch wundert, der oder die hat den Schuss nicht gehört. Auch wenn die Bundesliga in dieser Saison erneut einen spannenden Abstiegskampf bietet, ist die Meisterschaftsfrage bereits zwei Spieltage vor Ende geklärt. Langeweile pur. Die Gründe dafür sind schnell gefunden.

Schwächeln der Konkurrenz, aber auch finanzielle Dominanz

Der über Jahre hinweg einzig ernsthafte Konkurrent des FC Bayern, Borussia Dortmund, schwächelte in dieser Saison bereits in der Hinrunde. So war bereits frühzeitig klar, dass der BVB im Titelkampf keine Rolle spielen würde. Und auch RB Leipzig, das sich über kurz oder lang wohl als stärksten Bayern-Verfolger sieht, musste sich bereits Mitte April beim 1:2 gegen Köln eingestehen, dass es noch nicht reif ist für den Titel. Das Schwächeln der Konkurrenz ist das eine, die über Jahre gewachsene (auch finanzielle) Dominanz der Münchner das andere. 

Klar, die Bundesliga hat noch ihre Reize. In Zeiten, in denen Weltvereine riskieren, sich von ihren heimischen Ligen abzuspalten und nach dem großen Geld trachten, wird umso mehr deutlich, wie wichtig ein stabiler nationaler Wettbewerb ist.

Doch zur Wahrheit gehört auch: Der Titelkampf ist seit Jahren keiner mehr. Lediglich 2019 wurde die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entschieden. Seit 2013 war die Schale sonst immer vorzeitig an den Rekordmeister vergeben.

Fans sehnen sich nach Zeiten wie 2009

Dabei ist es doch das, wonach sich alle Fußballfans sehnen: Spannung bis zum Schluss, ein offener, ausgeglichener Wettbewerb, in dem zumindest drei, vier Vereine ernsthaft um den Titel mitspielen können. Und das war zuletzt 2009 der Fall, als am 34. Spieltag sowohl der FC Bayern, der VfL Wolfsburg als auch der VfB Stuttgart Deutscher Meister werden konnten.

Stuttgarts Mario Gomez (re.) und Bayerns Lucio trafen am 34. Spieltag der Saison 2009 aufeinander. Beide Teams konnten noch Meister werden, am Ende triumphierte der VfL Wolfsburg.  (Quelle: imago images/Sportfoto Rudel)Stuttgarts Mario Gomez (re.) und Bayerns Lucio trafen am 34. Spieltag der Saison 2009 aufeinander. Beide Teams konnten noch Meister werden, am Ende triumphierte der VfL Wolfsburg. (Quelle: Sportfoto Rudel/imago images)

Zwölf Jahre später ist die Realität eine ganz andere. Die Bayern müssen nicht einmal eine überragend gute Saison (mit mehr als 80 Punkten) spielen, um den Titel einzuheimsen. Und es gibt wenig Grund zur Hoffnung, dass sich am Titelträger der Bundesliga in den kommenden Jahren etwas ändern sollte.

Einzig ein Blick nach Italien könnte die Hoffnung nähren, der Meister hieße 2022 in Deutschland nicht Bayern München. In der Serie A steht nämlich in dieser Saison Inter Mailand an der Tabellenspitze, Serienmeister Juventus Turin liegt abgeschlagen mit dreizehn Punkten Rückstand auf die Spitze auf Rang drei – und das nach ebenfalls neun Titeln in Folge. Es bleibt das Prinzip Hoffnung. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Bundesligatabelle bei t-online
  • Tabelle der Serie A auf kicker.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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