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Hertha BSC: Retter Pál Dárdai bleibt Klubtrainer

Nach Klassenerhalt  

Retter bleibt: Dárdai weiter Hertha-Trainer

30.05.2021, 13:24 Uhr | t-online, dpa

Hertha BSC: Retter Pál Dárdai bleibt Klubtrainer. Pál Dárdai: Der Hertha-Trainer wird auch in der kommenden Saison auf der Bank sitzen. (Quelle: imago images/Contrast)

Pál Dárdai: Der Hertha-Trainer wird auch in der kommenden Saison auf der Bank sitzen. (Quelle: Contrast/imago images)

Mit Fredi Bobic als neuen Klubboss sollen sich bei Hertha einige Dinge ändern. Auch die Zukunft von Trainer Pál Dárdai war noch ungewiss. Nun sorgte der Verein für Klarheit.

Der Retter darf bleiben. Pál Dárdai wird Hertha BSC auch in der kommenden Saison als Chefcoach betreuen. Wie der Berliner Fußball-Bundesligist am Sonntag bei seiner digitalen Mitgliederversammlung mitteilte, soll der 45-Jährige seine Arbeit fortsetzen und den Verein endlich Richtung obere Tabellenhälfte und perspektivisch Richtung Europa führen. "So wie es aussieht, gehen wir zusammen in die neue Saison. Arbeit und Fleiß werden da sein", sagte Dárdai in einer Videobotschaft.

Unklarheit bis zuletzt

Dárdai war Ende Januar als Nachfolger des glücklosen Bruno Labbadia zum zweiten Mal nach 2015 vom Jugendcoach zum Cheftrainer befördert worden. In den verbliebenen 16 Saisonspielen schafften die Berliner unter ihrem Bundesliga-Rekord-Akteur am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Insgesamt blieb das Team auch nach einer zweiwöchigen Corona-Quarantäne in insgesamt acht Spielen ungeschlagen.

Dennoch hatte die Klubführung nicht sofort nach der Rettung den Verbleib von Dárdai als Chefcoach verkündet. Bis zuletzt stand im Raum, dass der Ungar wieder zur Jugendabteilung geschickt wird, für die er als Vereinsikone einen unbefristeten Vertrag besitzt. Die Geschäftsführung um Carsten Schmidt und den neuen Sport-Chef Fredi Bobic vertraut nun aber doch auf Dárdai, der im Verein hohes Ansehen genießt.

"Ich mache meinen Job, dann werden wir sehen"

Dárdai selbst hatte sich in einem mittlerweile legendären ZDF-Interview als Zigarrenraucher total entspannt gezeigt und unter anderem gesagt: "Es ist nicht meine Aufgabe, mich hier anzubieten oder etwas zu machen. Ich mache meinen Job, dann werden wir sehen." Dem Vernehmen nach hätte sich der ursprüngliche Vertrag als Cheftrainer nur bis 2022 verlängert, wenn Dardai in den 16 Spielen mindestens 24 Punkte geholt hätte. Diese Marke verpasste er um sechs Punkte.

Die Fortsetzung des Chef-Jobs für Dárdai kommt durchaus überraschend. Zumal er in jenem "Sportstudio"-Interview erneut deutlich auf Distanz zur Philosophie von Geldgeber Lars Windhorst gegangen war. "Ich habe hier gespielt, da habe ich nie gehört Big City. Wir sind ein deutscher Verein, in der Hauptstadt, in Berlin, für Berlin, das ist gut", sagte Dárdai über die vom Millionen-Investor geprägte Begrifflichkeit Big City Club.

Genau diese großen Ziele mit internationaler Ausrichtung soll Dárdai nun in die Wege leiten und damit auch das umsetzen, was ihm vom damaligen Manager Michael Preetz 2019 nicht zugetraut worden war. Damals musste Dárdai gehen, weil mit seinem Namen Hertha-Mittelmaß verbunden wurde, bevor er 19 Monate später als Retter einspringen musste.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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