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FC Bayern | Salihamidzic kündigt an: "Wollen mit Nagelsmann eine Ära prägen"

Diskussion im "Doppelpass"  

Salihamidzic: "Wollen mit Nagelsmann eine Ära prägen"

08.08.2021, 14:33 Uhr
Stefan Effenberg: "Bayern-Verfolger haben es so leicht wie lange nicht mehr"

In der beliebten Fußballsendung "Doppelpass" auf Sport1 hat die Expertenrunde über die t-online-These von Stefan Effenberg diskutiert. Effenberg bescheinigt den Bayern-Jägern so gute Chancen wie seit zehn Jahren nicht mehr. (Quelle: Sport1)

Leichtes Spiel für Bayern-Verfolger? Hier diskutiert der "Doppelpass" über die t-online-These von Stefan Effenberg. (Quelle: Sport1)


Der Sportvorstand des FC Bayern München hat große Pläne mit dem neuen Trainer des Rekordmeisters. Dazu spricht Hasan Salihamidzic im "Doppelpass" bei Sport1 über Transfers – und Stefan Effenberg stichelt gegen David Alaba.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München hält den Erfolgsdruck beim deutschen Rekordmeister auch für den neuen Trainer Julian Nagelsmann hoch. "Wir alle haben keine Zeit. Wir wollen Titel, und die Fans erwarten sie. Aber der, der die Titel am meisten will, das ist Julian", sagte der 44-Jährige im "Doppelpass" bei Sport1, bei dem unter anderen auch t-online-Kolumnist Stefan Effenberg und der stellvertretende t-online-Chefredakteur Florian Wichert zu Gast waren. Und weiter: "Wenn man zu den Bayern kommt, weiß man, worauf man sich einlässt. Und dann will man mit denen zusammen Titel gewinnen. Und das fordern wir jetzt auch."

Auf den neuen Trainer hält Salihamidzic große Stücke: "Wir brauchten einen Trainer, der auch entwickeln möchte, der mit uns zusammenarbeiten möchte, mit dem Campus und den Jugendtrainern zusammen – und natürlich auch die Spieler auf das nächste Level bringt. Das alles zusammen sagt uns: Wir wollen mit ihm eine Ära prägen."

Effenberg: "Ich hatte Bauchschmerzen"

Nagelsmann habe klare Vorstellungen: "Wir haben sehr viel darüber gesprochen. Er möchte nicht alles umschmeißen und neu aufstellen, sondern ein paar Dinge verändern", so Salihamidzic. "Wir haben zum Beispiel viel zu viele Gegentore bekommen, daran müssen wir arbeiten. Er arbeitet an einigen Prinzipien, wie wir auch im Spiel nach vorne noch besser werden. Das macht viel Spaß mit ihm. Er ist fünf Mal in der Woche bei mir, und wir tauschen uns viel aus. Er ist sehr offen, kommunikativ, sein Trainerteam ist sensationell."

Effenberg merkte an: "Für den zweiten Platz kriegst du bei Bayern München keinen Applaus. Die Latte liegt sehr hoch durch die Erfolge, die Hansi Flick erreicht hat." Die weiteren Umstellungen um Trainerteam sieht er kritisch: "Ich hatte Bauchschmerzen, als Hermann Gerland (Co-Trainer, Anm. d. Red.) gesagt hat, dass auch er den Verein verlassen wird. Ich kenne Hermann sehr gut, und wie er mit den Spielern umgeht – das ist schon ein Verlust." Die Situation sei für Nagelsmann nun eine komplett neue: "Du kannst mit den Spielern bei den Bayern nicht so umgehen wie mit denen bei Leipzig oder Hoffenheim. Bei den Bayern hast du fertige Spieler, mit denen musst du auf der menschlichen Ebene funktionieren. Wenn er das hinkriegt, dann bin ich sicher, dass er erfolgreich sein wird."

"Jetzt muss Leroy den nächsten Schritt machen"

Weitere Transfers wollte Salihamidzic auf Frage von Moderator Florian König nicht ausschließen: "Man muss die ganze Situation sehen. Wir haben natürlich Abgänge gehabt mit Jerome (Boateng), mit David (Alaba), mit Javi (Martinez, Anm. d. Red.). Wir haben aber Dayot Upamecano dazugeholt, haben Omar Richards als jungen Spieler dazugeholt – und versuchen natürlich, diesen Stamm weiterzuentwickeln. Wir halten aber immer die Augen offen und werden das machen, was für uns möglich ist." Dazu seien jetzt auch jüngere Bayern-Spieler in der Pflicht: "Natürlich muss jetzt Leroy (Sané) den nächsten Schritt machen, auch Serge (Gnabry), oder Hernandez als Chef der Abwehr mit Upamecano. Ich halte unglaublich viel auf Tanguy Nianzou, der hat ein unglaubliches Potenzial."

Der Abgang von David Alaba stößt Effenberg noch immer sauer auf – der langjährige Bayern-Spieler stichelte gegen den Österreicher: "Der hat sich ja extrem mit dem FC Bayern identifiziert. Dann kommt aber die finanzielle Grenze, wo die Bayern sagen: Das können wir finanziell nicht stemmen. Dann wechselt er zu Real Madrid – und küsst das Wappen von Real Madrid. Da muss ich dann auch über Glaubwürdigkeit reden."

Haaland? "Da muss man hinschauen"

Auch t-online-Vize Wichert fügte an: "Man bekommt den Eindruck, dass im internationalen Fußball die Identifikation mit dem Verein doch immer weniger eine Rolle spielt. David Alaba ist ein gutes Beispiel dafür – da zählte dann offenbar doch mehr das Geld."

Salihamidzic bestätigte indes, dass andere Bayern-Leistungsträger unbedingt bleiben sollen: "Grundsätzlich ist klar, dass wir mit Kimmich verlängern wollen, mit Goretzka verlängern wollen, Thomas, Manuel, Lewa – die sind jetzt topfit –, dass wir die halten wollen und sie auch weiterentwickeln wollen." Träumereien von Fußball-Weltstar Lionel Messi im Trikot des FC Bayern seien eine Illusion. Ein Wechsel des ablösefreien Argentiniers vom FC Barcelona in die Bundesliga zum deutschen Rekordmeister sei "leider nicht möglich", sagte Salihamidzic. "Ich höre, dass das Summen sind, die wir uns beim FC Bayern nicht vorstellen können." BVB-Torjäger Erling Haaland sei dagegen "ein super Junge. 60 Spiele, 60 Tore – da muss man hinschauen."

Borussia Dortmund sei auch einer der Hauptkonkurrenten für die Bayern um die Meisterschaft, erklärte Effenberg: "Ich glaube, dass Dortmund in diesem Jahr eine gute Rolle spielen wird aus drei Gründen: Haaland ist geblieben, Marco Reus hat nicht an der EM teilgenommen und sich dafür entschieden, sich auf Borussia Dortmund zu konzentrieren. Und: Ich bin der Meinung, dass sie sich im Tor extrem verstärkt haben. Ich glaube, dass Gregor Kobel die nächste große Nummer wird nach Manuel Neuer." Und weiter: "Das Jahr wird kommen, in dem ein anderer deutscher Meister wird, und ich habe im Gefühl, dass es dieses Jahr sehr, sehr eng wird."

Verwendete Quellen:
  • Aussagen im "Doppelpass"
  • Material der Nachrichtenagentur dpa

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