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Bundesliga: Der Auftakt des FC Bayern offenbarte noch einige Lücken


Kein Sieg in Gladbach
Der Bayern-Auftakt offenbarte noch einige Lücken

Von Benjamin Zurmühl

Aktualisiert am 14.08.2021Lesedauer: 3 Min.
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Julian Nagelsmann: Sein Team zeigte gute Ansätze, doch auch noch einige Lücken.Vergrößern des Bildes
Julian Nagelsmann: Sein Team zeigte gute Ansätze, doch auch noch einige Lücken. (Quelle: Team 2/imago-images-bilder)

In der Saisonvorbereitung holte Bayerns neuer Trainer Julian Nagelsmann keinen einzigen Sieg, das Pokalspiel der Münchner wurde verschoben. Also sollte der erste Dreier gegen Gladbach folgen. Doch es haperte an einigen Stellen.

Mit berauschenden Bayern-Festspielen in Mönchengladbach hatte vor dem Spiel kaum jemand gerechnet, doch auf einen Sieg der Elf von Julian Nagelsmann tippten dann doch die meisten Zuschauer. Schließlich war es immer noch der FC Bayern, der am Freitagabend im Borussia-Park zu Gast war. Und abgesehen von den Defensivspielern Benjamin Pavard und Lucas Hernández konnte Nagelsmann auch aus dem Vollen schöpfen.

Doch Bayerns Spiel wirkte noch weit entfernt von dem, was den neuen Trainer ausmacht. Zumindest über die vollen 90 Minuten war was die Bayern zeigten noch sehr inkonstant und unreif. Anfangs- und Schlussphase gehörten klar den Gladbachern, die Zeit dazwischen spielten die Münchner zum Teil echten Nagelsmann-Fußball. Es ging schnell und vertikal in die Spitze. Mit hohem Tempo und gutem Positionsspiel kreierten sich die Bayern mehrere Möglichkeiten, bei denen sie aber mehrmals an Yann Sommer und der eigenen Präzision scheiterten. Ein Zustand, der auch "typisch Nagelsmann" ist. Schon bei der TSG Hoffenheim oder Rasenballsport Leipzig hatte der Trainer immer wieder mit schwacher Chancenverwertung zu kämpfen.

Ein Beispiel: In Leipzig erzielte sein Team in der vergangenen Saison 60 Tore, der Wert für die "expected goals", also die "erwarteten Tore" basierend auf der Qualität der Torchancen, lag bei 67,14 Toren pro Saison. Als einziges Team der oberen Tabellenhälfte war Leipzig ineffizient. Am Freitagabend in Gladbach lag der Wert der Bayern übrigens laut der Datenplattform "Understat" bei 2,92. Die Münchner hätten also fast dreimal so viele Tore schießen müssen.

"Die Positionstreue muss besser werden"

Ein weiteres Problem der Nagelsmann-Elf zum Saisonauftakt war das Gegenpressing. Nach Ballverlusten kam Gladbach zu schnell in die Spitze. Dabei war das nach dem sehr offensiven und riskanten Fußball unter Hansi Flick etwas, woran Nagelsmann arbeiten wollte. Schließlich stellte er in Leipzig die mit Abstand beste Defensive der Saison 2020/21 (32 Gegentore). Bei Sat.1 sagte der 34-Jährige daher: "Die Positionstreue muss besser werden, sodass wir defensiv bei Ballverlust besser in der Struktur stehen."

Ebenfalls auffällig war ein Aspekt, für den Nagelsmann nur bedingt etwas kann: individuelle Fehler. Gerade Innenverteidiger Dayot Upamecano wirkte immer wieder überfordert mit seinen Gegenspielern. Landsmann Marcus Thuram machte ihm beispielsweise in der zweiten Hälfte das Leben schwer. Zu oft traf der 40-Millionen-Euro-Mann im Spielaufbau falsche Entscheidungen oder zeigte Schwächen im Stellungsspiel.

Zugutehalten muss man Upamecano, dass er mit seinen 22 Jahren noch ein junger Verteidiger ist. Die Souveränität eines Jérôme Boateng kann er da noch nicht haben. Er wird etwas Zeit brauchen, um ruhiger und fokussierter zu spielen. In Leipzig verteidigte er viel im Kollektiv, bekam Unterstützung von seinen Nebenmännern in der Dreierkette oder aus dem defensiven Mittelfeld. Beim FC Bayern, wo ein noch dominanterer Fußball gespielt wird, ist er individuell mehr gefordert. An diesen Zustand muss er sich noch gewöhnen, ehe er den Erwartungen, die an seinen Preis gekoppelt sind, gerecht werden kann.

Viel Zeit, um die Szenen in Mönchengladbach zu verarbeiten, hat der Franzose aber nicht. Schon am Dienstag wartet Borussia Dortmund im DFL-Supercup auf den FC Bayern. Und dann heißt sein Gegenspieler Erling Haaland.

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