Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga >

BVB: Wichtige Spiele warten – bei Borussia Dortmund geht die Angst um

Immer mehr Verletzte  

Bei Borussia Dortmund geht die Angst um

11.10.2021, 15:49 Uhr
BVB: Wichtige Spiele warten – bei Borussia Dortmund geht die Angst um. Marco Rose: Der BVB-Coach hat momentan mit Verletzungssorgen seiner Spieler zu kämpfen.  (Quelle: imago images/Ulrich Hufnagel)

Marco Rose: Der BVB-Coach hat momentan mit Verletzungssorgen seiner Spieler zu kämpfen. (Quelle: Ulrich Hufnagel/imago images)

Dortmunds Verletztenliste wird immer länger – auch während der Länderspielpause. Ausgerechnet jetzt steht in der Königsklasse ein wichtiges Spiel bevor. Die Saisonziele könnten in Gefahr geraten.

"Er ist ein Mensch, keine Maschine. Wenn es nicht geht, geht es nicht. Wir müssen den Jungen gesund bekommen" – ein Satz, den Dortmunds Trainer Marco Rose vor Kurzem über seinen verletzten Stürmer Erling Haaland (muskuläre Probleme) äußerte. Der Norweger ist nicht der einzige verletzte Spieler, der die Stirn des Coaches in Falten legt. Die Liste der Ausfälle beim BVB ist lang. Zu lang.

Erst am vergangenen Sonntag kam die Schock-Nachricht, dass auch Manuel Akanji wegen Problemen im linken Adduktorenbereich vorzeitig von der Schweizer Nationalmannschaft abreisen musste. Damit muss Dortmund aktuell auf zwölf Profis verletzungsbedingt verzichten. Neben Haaland und Akanji fehlt unter anderem auch Raphael Guerreiro wegen eines Faserrisses. Youssoufa Moukoko verließ wegen einer Muskelverletzung das U21-Lager von Neu-Bundestrainer Antonio Di Salvo.

Droht Dortmund der Rückschlag? 

Auch Torhüter Gregor Kobel (Sehnenreizung im Knie), Giovanni Reyna (Muskelverletzung), Mateu Morey (Kreuzbandriss), Mahmoud Dahoud (Innenbanddehnung im Knie), Thorgan Hazard (Sprunggelenkprobleme), Thomas Meunier (offene Wunde am Knie), Soumaïla Coulibaly (Kreuzbandriss) und Marcel Schmelzer (Knie-OP) stehen nicht zur Verfügung. Daher bleibt die Frage: Droht den Dortmundern nun der Rückschlag nach der Länderspielpause?

Manuel Akanji: Der Verteidiger fehlt dem Klub nun erst einmal verletzt.  (Quelle: imago images/Laci Perenyi)Manuel Akanji: Der Verteidiger fehlt dem Klub nun erst einmal verletzt. (Quelle: Laci Perenyi/imago images)

In der Bundesliga wartet als erster Gegner Mainz 05 (Samstag, ab 15.30 Uhr im t-online-Liveticker) auf das Team von Trainer Rose. Eine Aufgabe, die machbar erscheint angesichts der Tatsache, dass die Mainzer zuletzt zwei Niederlagen einstecken mussten und auf den neunten Tabellenplatz zurückgefallen sind. Auch die abstiegsbedrohte Arminia (23.10., ab 15.30 Uhr im t-online-Liveticker) sollte auf der Bielefelder "Alm" zu schlagen sein. Zumal es laut "Ruhrnachrichten" zu einem Comeback von Torhüter Gregor Kobel und Stürmer Erling Haaland kommen könnte. Auch Thomas Meunier soll laut "Kicker" bereits diese Woche wieder ins Training einsteigen. Zudem sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc, dass Reyna und Dahoud "vermutlich wieder dabei" sind. 

Wichtiges Champions-League-Spiel gegen Ajax 

Neben der Bundesliga steht für die Schwarz-Gelben eine wichtige Partie in der Champions League gegen Ajax Amsterdam (19.10., ab 21 Uhr im t-online-Liveticker) an. Die Niederländer führen momentan punktgleich mit der Borussia die Tabelle der Gruppe C an. Will der BVB weiter vom Achtelfinaleinzug träumen, muss also mindestens ein Unentschieden gegen die offensivstarken Ajaciden her. Besonders gegen diesen Gegner wäre der mögliche Rückkehrer Haaland extrem wichtig.

Erling Haaland: Der BVB-Star musste seinem Team zuletzt von der Tribüne aus zusehen. (Quelle: imago images/Eibner)Erling Haaland: Der BVB-Star musste seinem Team zuletzt von der Tribüne aus zusehen. (Quelle: Eibner/imago images)

In der Bundesligapartie gegen Gladbach (0:1) ging die Offensive von Borussia Dortmund ohne den Norweger unter. Auch der knappe 2:1-Sieg gegen Augsburg begeisterte nicht mit einem Feuerwerk im Angriff. Ohne Haaland hat der BVB vorne keine Durchschlagskraft. Und kassiert hinten zu viele Gegentore: 13 an der Zahl. So viele wie der VfB Stuttgart oder der FC Augsburg haben. Deshalb sagte Lothar Matthäus bei Sky zuletzt: "Wenn er (Rose, Anm. d. Red.) Titel holen will – und davon gehe ich aus –, muss er dafür sorgen, dass die Mannschaft weniger Tore kassiert."

Viele Ausfälle in der Defensive 

Ein bitteres Zeugnis, wenn man bedenkt, dass mit Akanji nun ein Innenverteidiger fehlt und auch Guerreiro, Schmelzer, Coulibaly und Morey noch nicht einsatzbereit sind. Doch wer befasst sich in Dortmund überhaupt mit den angeschlagenen Profis? 

Im Athletikbereich hat Johannes Wieber seit Juli 2020 die Leitung des Bereichs Athletik und Rehabilitation inne. Zu seinem Team gehören Florian Wangler, Mathias Kolodziej und Dennis Morschel. Als Co-Athletiktrainer ist Patrick Eibenberger auf der Website des Klubs aufgeführt. Er kam mit Marco Rose von Borussia Mönchengladbach zum BVB, ebenso wie Melf Carstensen, der als Ernährungsberater tätig ist. Sicher gibt es für die Spieler auch hier Umgewöhnungen durch die neuen Coaches und Prozesse.

Für Haaland scheint das derweil kein Problem zu sein. Er sagte dem Portal "Bundesliga.de" über Athletikcoach Eibenberger zuletzt: "Ich werde stärker und bin jetzt schneller als damals, als ich nach Dortmund kam. Wenn du Kilos zunimmst und schneller wirst, dann macht das Training Sinn." Der Gelobte ergänzte: "Es geht nicht nur darum, ihn schneller und ausdauernder zu machen, sondern auch, ihn verfügbarer zu machen. Das heißt, wie oft er auf dem Platz stehen kann und wie oft er volle 90 Minuten gehen kann."

Eine Aufgabe für die Coaches, die wohl aktuell das ganze Team betrifft. Denn je mehr Spieler ausfallen, desto leistungsfähiger muss der übrige Kader sein.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: