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Champions League: Bayern München zieht trotz Magerkost ins Halbfinale ein

Champions League  

Bayern zieht trotz Magerkost ins Halbfinale ein

11.04.2018, 23:29 Uhr | dpa

Champions League: Bayern München zieht trotz Magerkost ins Halbfinale ein. Bayerns Robert Lewandowski (rechts) im Duell mit Mercado vom FC Sevilla. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)

Bayerns Robert Lewandowski (rechts) im Duell mit Mercado vom FC Sevilla. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Der FC Bayern München kann gegen Sevilla nicht überzeugen. Dank des Sieges im Hinspiel steht der deutsche Rekordmeister dennoch im Halbfinale der Königsklasse.

Auf dem Weg in das ersehnte Champions-League-Finale müssen die Triple-Jäger des FC Bayern jetzt noch eine große Hürde überwinden. Beim Einzug in das elfte Halbfinale in Europas Fußball-Königsklasse reichte den Münchnern am Mittwoch im zähen Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Sevilla ein hart erarbeitetes 0:0. Eine Woche nach dem 2:1 in Spanien tat sich das Starensemble von Trainer Jupp Heynckes vor 70.000 Zuschauern in der heimischen Arena unerwartet schwer gegen den mehrmaligen Europa-League-Sieger.

Beim Lattenkopfball von Joaquin Correa in der 59. Minuten erlebten die Bayern eine Schrecksekunde, insgesamt fehlte den Andalusiern aber die Offensivkraft gegen routinierte Münchner. Correa sah in der Nachspielzeit nach einem groben Foul gegen Javi Martínez die Rote Karte. Den letzten Gegner auf dem Weg ins Endspiel am 26. Mai in Kiew erfahren die Bayern am Freitag bei der Auslosung in Nyon.

Bayern verpasst frühe Führung

Die Gastgeber begannen dominant und zielstrebig. Am Tag nach dem sensationellen Halbfinaleinzug der AS Rom gegen den FC Barcelona war den Münchnern anzumerken, dass sie nach dem 2:1-Sieg der Vorwoche schnell für klare Verhältnisse sorgen wollten. In der dritten Minute flog ein Freistoß von James Rodríguez nur knapp über das Tor, dann zog Arjen Robben von rechts in die Mitte, verfehlte sein Ziel jedoch ebenfalls (5.). Nach einem Kopfball von Robert Lewandowski musste Sevilla-Keeper David Soria erstmals ernsthaft eingreifen.

Auf der anderen Seite hatte Pablo Sarabia, der die Andalusier im Hinspiel in Führung gebracht hatte, die erste Gelegenheit für Sevilla. Er verzog aus aussichtsreicher Position jedoch deutlich. Die Gäste beruhigten das Spiel ein wenig und bremsten den Angriffselan der Bayern. Ein Schuss von Sergio Escudero geriet zu unpräzise (26.).

Sevilla fehlt die Durchschlagskraft

Es dauerte bis zur 34. Minute ehe der FCB wieder Fahrt aufnahm: Innenverteidiger Mats Hummels schoss nur ganz knapp über das Tor. Wenig später setzte Robben am Strafraum Franck Ribéry schön in Szene, doch der Franzose scheiterte mit der bisher besten Chance der Partie an Soria (38.). Jesús Navas, der Eigentorschütze aus dem Hinspiel, rettete nach einer scharfen Hereingabe von Thomas Müller in höchster Not vor dem einschussbereiten Ribéry.

Kurz vor dem Seitenwechsel klärte Rafinha mit einer starken Grätsche gegen Sarabia. Sevilla spielte gefällig mit, doch den Spaniern fehlte in der Offensive weiter die Durchschlagskraft.

Bayern im Glück, Sevilla trifft die Latte

Das änderte sich auch anfangs des zweiten Durchgangs nicht. Die Bayern übernahmen die Kontrolle und wurden durch Lewandowski gefährlich. Der Kopfball des Polen nach schöner Rafinha-Flanke landete aus kürzester Distanz jedoch nur am Außennetz. James (53.) und Müller (54.) fanden in Soria ihren Meister.

Ein Bayern-Tor schien nur eine Frage der Zeit, doch plötzlich hätte Sevillas Correa fast das 0:1 erzielt. Bayern-Schlussmann Sven Ulreich wäre beim Lattenkopfball des Offensivmanns nach einem Freistoß aus dem Halbfeld wohl chancenlos gewesen. Die Gäste mussten mehr tun und Coach Vincenzo Montella erhöhte 20 Minuten vor dem Ende das Risiko: In Sandro Ramírez für Sarabia brachte er einen zusätzlichen Stürmer.

Außennetz: Robben im Pech

Die nächste Gelegenheit hatten dennoch die Bayern. Robben traf das Außennetz (72.). Die Partie wurde ruppiger. Vor allem gegen Lewandowski kämpfte Sevilla immer wieder mit harten Bandagen. Dreizehn Minuten vor Schluss ersetzte Heynckes den aufopferungsvoll ackernden Mittelstürmer durch Sandro Wagner. In der Nachspielzeit, in der Correa nach seinem bösen Foul vom Platz flog, half Nationalspieler Wagner mit, das 0:0 über die Zeit zu bringen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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