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Kylian Mbappé boykottiert Fotoshooting: Streit um Bildrechte in Frankreich


Ärger um den Weltstar


Aktualisiert am 20.09.2022Lesedauer: 3 Min.
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Kylian Mbappé: Der Franzose ist das Gesicht des französischen Fußballs.Vergrößern des Bildes
Kylian Mbappé: Der Franzose ist das Gesicht des französischen Fußballs. (Quelle: Tomi Hänninen via www.imago-images.de)

Kylian Mbappé ist nicht mehr ein Talent, er ist ein Superstar – und das Gesicht der "Équipe Tricolore". Blöd nur, dass er es nicht immer zeigen will.

Während die deutsche Nationalmannschaft sich in diesen Tagen mit angeschlagenen Spielern und der WM in Katar beschäftigt, dominiert in Frankreich ein völlig anderes Thema. Superstar Kylian Mbappé weigerte sich, an einem Fototermin für die Nationalmannschaft teilzunehmen.

Kurze Zeit später begründete er diese Entscheidung in einem Statement: "Ich habe entschieden, nicht an der am Dienstag geplanten Fotosession mit dem französischen Team teilzunehmen, nachdem sich der Verband geweigert hat, die Vereinbarung über die Bildrechte der Spieler zu ändern."

Schnell kamen Vorwürfe der Geldgier auf. Mbappé, der bei Paris Saint-Germain Berichten zufolge über 80 Millionen Euro jährlich verdient, sei verdorben und eines Nationalspielers nicht würdig. Aber: Mbappé spendet seine Einnahmen aus den Bildrechten bei der Nationalmannschaft für den guten Zweck. Zudem gefielen ihm auch die Werbepartner nicht. Denn auf dem Programm standen Medientermine für eine Fast-Food-Kette und einen Wettanbieter. Für diese wollte er nicht werben. Mbappés Anwältin Delphine Verheyden sagte der "L'Équipe": "Es ist wichtig, dass die Spieler im Einklang mit der Werbung sind, an der sie teilnehmen." Aktuell könnten sie sich nicht weigern, eine bestimmte Marke zu bewerben. "Sie müssen die Möglichkeit haben, eine Art Gewissensklausel zu haben."

Am Abend teilte dann der Verband mit: "Nach erfolgreichen Gesprächen im Beisein der Führungskräfte der französischen Nationalmannschaft, des Präsidenten, des Trainers und eines Marketingverantwortlichen, verpflichtet sich der französische Fußballverband, die Vereinbarung über die Bildrechte, die ihn mit seinen Nationalspielern verbindet, so schnell wie möglich zu überarbeiten." Weiter hieß es: "Der FFF (Name des Verbands, Anm. d. Red.) freut sich darauf, an einer neuen Vereinbarung zu arbeiten, die es uns ermöglicht, unsere Interessen zu sichern und gleichzeitig die legitimen Sorgen und Überzeugungen zu berücksichtigen, die von den Spielern einstimmig geäußert wurden."

Mbappés Wert wächst und wächst

Eine zeitnahe Lösung entspräche der Forderung Mbappés, die bereits seit einiger Zeit im Raum steht. Der Stürmer ist sich seines Wertes bewusst, ist inzwischen ein Weltstar und damit natürlich auch für den Verband FFF eine Goldgrube. Denn Werbepartner zahlen für Fotos oder Videos mit Mbappé eine beträchtliche Summe. Für den Spieler selbst ist das eher ein Verlustgeschäft. Der Verband profitiert mehr von ihm als er vom Verband. Das will der 23-Jährige ändern.

Mbappé ist spätestens seit seinen herausragenden Leistungen bei der WM 2018 ein weltweit bekannter Superstar, wurde im Sommer auch von Real Madrid umworben, ehe er seinen Vertrag bei Paris Saint-Germain verlängerte. Das Gehalt konnte sich sehen lassen. Für drei Jahre Vertrag soll er insgesamt rund 251 Millionen Euro erhalten. Dazu kam eine einmalige Summe von rund 125 Millionen Euro für die Unterschrift.

Damit Mbappé sich für einen Verbleib in Frankreich entschied, schaltete sich sogar Präsident Emmanuel Macron ein. Die Verhandlungen mit Real und der spontane Sinneswandel haben Mbappé in der Gunst der PSG-Fans steigen lassen, an anderen Stellen kam die Entscheidung überhaupt nicht gut an. Auch deshalb ist die Debatte um seine Bildrechte so groß geworden.

Und Richtung WM könnte das Thema neu an Fahrt aufnehmen, sollte es bis dahin nicht geklärt sein. Denn dann steigen die Werbeeinnahmen erneut an.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur AFP
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