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Robert Lewandowski bei Barcelona: "Leistungen werfen Fragen auf"


"Leistungen werfen Fragen auf" – Lewandowskis Krise bei Barça


Aktualisiert am 10.12.2023Lesedauer: 4 Min.
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Robert Lewandowski: Es läuft für ihn aktuell nicht rund. (Quelle: IMAGO/Javier Borrego/imago)

Nach einer starken ersten Saison in Barcelona ist Robert Lewandowski in der Krise. Ist das nur eine kurze negative Episode oder der Anfang vom Ende?

"Symbol des Niedergangs" – wenn ein Stürmer in einschlägigen Sportmedien derart tituliert wird, ist gemeinhin davon auszugehen, dass der so Kritisierte kaum Tore auf dem Konto hat und sein Team am Tabellenende herumkrebst.

Ganz anders sieht das bei Robert Lewandowski aus. Der 35-Jährige hat in 14 Ligapartien siebenmal getroffen; sein FC Barcelona liegt in La Liga auf dem vierten Platz. Nach "Niedergang" sieht das auf den ersten Blick nicht aus.

Dass der bekannte ESPN-Journalist und Spanien-Experte Graham Hunter Lewandowski in dieser Woche dennoch derart harsch anging, mag daran liegen, dass er es schlichtweg darauf abgesehen hatte, Schlagzeilen zu produzieren. Allein steht er mit seiner Kritik am ehemaligen Bundesliga-Angreifer, der beim FC Bayern in der Saison 2020/21 41-mal einnetzte und damit den Uralt-Torrekord von Gerd Müller verbesserte, indes nicht.

Nach einer überzeugenden ersten Spielzeit bei Barça mit 33 Toren in 46 Pflichtspielen und dem Gewinn der Meisterschaft stottert Lewandowskis Tormotor. Seit Ende September hat er in zehn Pflichtspielen nur zwei Treffer erzielt.

Spezielle Klausel im Vertrag?

Teilweise wirkte der 146-fache polnische Nationalspieler dabei wie ein Fremdkörper, über weite Strecken fehlte ihm die Bindung zum Barça-Spiel. "Wer zum ersten Mal Lewandowski sieht, wird sich fragen, wie zum Teufel jemand, der so unbeholfen, langsam und ungeschickt ist, für Spaniens Meister spielen kann", urteilte Hunter.

Nicht ganz so drastisch sieht Jordi Delgado vom in Sachen Barça bestens informierten Blatt "SPORT" Lewandowskis Situation – vor allem, weil dieser zwischendrin drei Begegnungen wegen einer Knöchelblessur verpasste. "Es ist normal, dass er nach der Verletzung in einer kleinen Krise ist", erklärt der Journalist aus Barcelona.

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Für entsprechenden Wirbel sorgte allerdings ein "SPORT"-Bericht vor einigen Tagen, nach dem Lewandowski eine Klausel im Vertrag habe, die es Barça erlauben würde, den bis 2026 datierten Vertrag 2024 vorzeitig zu beenden, wenn der Pole nicht in mehr als 55 Prozent der Spiele mindestens 45 Minuten zum Einsatz kommen würde.

Barcelonas finanzielle Probleme

Auch wenn der siebenfache Bundesliga-Torschützenkönig davon weit entfernt ist, schossen die Gerüchte danach ins Kraut. Journalist José Álvarez sagte in der Sendung "El Chiringuito": "Es gibt Probleme mit Lewandowski. Auch auf der Trainingsebene. Der Verein denkt ernsthaft darüber nach, ihn im Sommer zu verkaufen."

Eine wichtige Rolle könnte dabei das hohe Gehalt des Superstars spielen. Denn obwohl Barça einer der größten und ruhmreichsten Klubs weltweit ist, drücken den Klub erhebliche Verbindlichkeiten. Das wirkt sich auf die Transferpolitik aus.

Ein Abgang Lewandowskis könnte den derzeit klammen Katalanen finanziellen Spielraum eröffnen und den Weg freimachen für Neuverpflichtungen. Allerdings: Mit insgesamt nur zwei Treffern in der Liga und derer drei in der Champions League ist Lewandowskis Sturmpartner João Félix weit von den Quoten eines Lewandowski entfernt.

"Der Trainer glaubt an ihn"

Unter anderem deshalb glaubt Barça-Kenner Delgado nicht an einen vorzeitigen Abgang des Polen. "Er ist immer noch eine Führungspersönlichkeit und der Trainer glaubt an ihn." Ein Weggang Lewandowskis sei "nicht sehr realistisch."

Tatsächlich setzt Barcelonas Coach Xavi weiterhin sichtbar auf den erfahrenen Torjäger. Wenn Lewandowski fit ist, spielt er. "Xavi hat Vertrauen in ihn und er steht immer noch vor Ferran Torres in der Startelf", erklärt Delgado, fügt allerdings an: "Natürlich werfen seine Leistungen einige Fragen auf. Wir müssen abwarten, ob sich das alles ändert, wenn Vitor Roque im Januar kommt."

Der 18-jährige Brasilianer gilt als eines der heißesten Talente im Weltfußball und absolvierte im März sein erstes Länderspiel für die "Seleção". Er soll bei Barça zu Lewandowskis Nachfolger werden – allerdings auf lange Sicht.

"Vitor Roque kommt, um von ihm zu lernen und ihn dann eventuell zu ersetzen. Wenn er gute Leistungen bringt und es ein gutes Angebot für beide Seiten gäbe, würde Barça sicher über einen Verkauf von Lewandowski nachdenken. Aber heute ist das kein Thema", ist sich Delgado sicher.

Ein großes Ziel hat Lewandowski noch

Für den Fall der Fälle aber gilt Saudi-Arabien als mögliches Wechselziel. Dort spielen immerhin auch bereits Karim Benzema, Neymar, Roberto Firmino oder Cristiano Ronaldo. Reiht sich Lewandowski bald ein in diese illustre Reihe? Ein großes Ziel, das er noch hat, hätte sich damit wohl erledigt: der Gewinn des Ballon d’Or, der ihm bisher noch verwehrt blieb – wohl auch, weil die Bundesliga deutlich weniger internationalen Glanz versprüht als die spanische Liga.

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Genau deshalb zog es Lewandowski eigentlich im Sommer 2022 von München an die spanische Nordostküste: "Ich denke, der Weg bei Barça ist kürzer als bei Bayern", gab er wenige Monate nach seinem Wechsel zu.

"Bin am richtigen Ort"

Auch aktuell betont Lewandowski, dass er sich in Barcelona sehr wohlfühle. "Ich habe das Gefühl, dass ich zur richtigen Zeit und am richtigen Ort bin", so der Angreifer zur Sportzeitung "Marca". Noch drei bis vier Jahre wolle er Fußball spielen.

Ob seine derzeitige Situation nur eine kurze Negativepisode in seiner sonst so erfolgreichen Laufbahn ist, oder der Beginn eines schleichenden Leistungsverlustes, werden die kommenden Wochen zeigen. Unantastbar ist Lewandowski aber nicht mehr. Delgado fasst zusammen: "Die Mannschaft hat gelernt, ohne ihn zu spielen, auch wenn er immer noch ein Anführer und ein wichtiger Spieler ist."

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