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Untersuchungen laufen: Tränen über Bryant-Tod verdrängen Sportalltag

Helikopter-Absturz  

Tränen über Bryant-Tod verdrängen Sportalltag

28.01.2020, 12:50 Uhr | dpa

Untersuchungen laufen: Tränen über Bryant-Tod verdrängen Sportalltag. Vor der NBA-Partie Chicago Bulls gegen San Antonio Spurs gedenken Spieler und Fans 24 Basketball-Legende Bryant.

Vor der NBA-Partie Chicago Bulls gegen San Antonio Spurs gedenken Spieler und Fans 24 Basketball-Legende Bryant. Foto: David Banks/AP/dpa. (Quelle: dpa)

Los Angeles (dpa) - In einem emotionalen Abschiedsbrief beschrieb Superstar LeBron James seine Tränen für Kobe Bryant. Die Los Angeles Lakers befinden sich weiter in Schockstarre wegen des Unfalltods ihrer Basketball-Ikone.

Nach der weltweiten Bestürzung ist vor allem in den USA noch lange nicht an sportlichen Alltag zu denken. Er habe mehrfach zu einer persönlichen Stellungnahme angesetzt, schrieb James über die Gefühle für seinen Vorgänger als Lakers-Anführer. "Aber jedes Mal, wenn ich es versuche, fange ich wieder an zu weinen bei dem bloßen Gedanken an dich, Nichte Gigi und die Freundschaft/Bindung/Brüderlichkeit zwischen uns!"

Die NBA-Mannschaft, für die Bryant 20 Jahre lang aufgelaufen war und fünf Meistertitel holte, erhielt von der NBA noch weitere Zeit zur Aufarbeitung der Tragödie. Das für Dienstag angesetzte LA-Stadtderby gegen die Los Angeles Clippers werde zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt nachgeholt, hieß es von der Liga. Die Entscheidung sei aus Respekt vor dem Club getroffen worden, dessen Mitarbeiter und Anhänger um Bryant trauerten.

Während die Untersuchungen zu dem Helikopter-Absturz andauerten, stand auch der Auftakt der Super-Bowl-Woche in Miami ganz im Zeichen von Bryant. Mit einer Gedenkminute und lauten "Kobe"-Rufen wurde bei der Eröffnungsnacht der Legende gedacht. Das Empire State Building leuchtete am Montagabend in lila und gold, den Teamfarben der Lakers. Das Traditionsteam muss nun erst am Freitag wieder auf dem Parkett stehen.

So lange sollen voraussichtlich auch noch die Analysen der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) zu dem Helikopter-Absturz andauern, bei dem Bryant, seine 13 Jahre alte Tochter Gianna und sieben weitere Menschen ums Leben gekommen sind. Experten der Behörde würden wahrscheinlich noch fünf Tage lang den Unfallort in Kalifornien untersuchen, teilte Jennifer Homendy von der NTSB am Montag bei einer Pressekonferenz in Los Angeles mit.

"Es ist eine recht katastrophale Unfallstelle", sagte Homendy. Die Trümmer lägen in dem hügeligen Terrain nahe Los Angeles sehr weit verstreut. Einen Flugdatenschreiber habe der Hubschrauber nicht gehabt, das sei aber auch keine Vorschrift. Kurz vor dem Crash habe der Pilot Fluglotsen mitgeteilt, er werde aufsteigen, um eine Wolkenschicht zu umfliegen, sagte Homendy. Der Pilot habe gebeten, mit einer Sondergenehmigung zu fliegen.

Der Helikopter des Typs Sikorsky S-76 war bei Nebel um 9.45 Uhr (Ortszeit) am Sonntag in ein gebirgiges Gelände gestürzt und in Flammen aufgegangen. Die NTSB bat alle Menschen, die Fotos vom Wetter in der Gegend zum Zeitpunkt des Absturzes gemacht hätten, ihr diese zu schicken.

Die Trauer über das Unglück war auch im europäischen Sport noch allgegenwärtig. Der AC Mailand wollte am Dienstagabend in der Pokalpartie gegen den FC Turin mit einer schwarzen Armbinde auflaufen. Bryant hatte in seiner Kindheit und Jugend länger mit seiner Familie in Italien gelebt. Vor der Basketball-Bundesligapartie zwischen Alba Berlin und den Hakro Merlins Crailsheim wurde mit einer Schweigeminute gedacht, anschließend gab es laute "Kobe"-Rufe. Alba-Spielmacher Martin Hermannsson trug nach der Partie ein Trikot seines Idols.

Bryant war Vorbild für eine ganze Generation von Basketballern. "Ich war immer ein riesen Kobe-Bryant-Fan. Natürlich war Jordan für mich der Held der 90er-Jahre", erzählte die deutsche Legende Dirk Nowitzki in einem Interview bei Magentasport, das vor dem Tod Bryants aufgezeichnet worden war. "Kobe Bryant war für mich so der Michael Jordan der späteren Zeit."

Um einen Missbrauch mit dem Gedenken an Bryant zu verhindern, habe dessen Ausrüster Nike den Online-Verkauf von allen Artikeln mit Bezug zu der Legende gestoppt, berichtete ESPN unter Berufung auf Unternehmensquellen. Damit solle verhindert werden, dass sich Wiederverkäufer mit großen Mengen eindecken und diese zu Wucherpreisen anbieten.

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