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Bundesliga am Samstag: Sechs Spiele, sechs Köpfe

Von dpa
Aktualisiert am 26.09.2020Lesedauer: 3 Min.
Erling Haaland sorgt in der Regel für die Dortmunder Tore.
Erling Haaland sorgt in der Regel für die Dortmunder Tore. (Quelle: Bernd Thissen/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Das Heim-Comeback von Arminia Bielefeld, die Mainzer nach dem Spieler-Streik und der Kampf von Schalke-Trainer David Wagner um seinen Job - der zweite Spieltag der Fußball-Bundesliga hat am Samstag einiges zu bieten. Sechs Köpfe zu den sechs Spielen:

Arminia Bielefeld - 1. FC Köln

Marcel Hartel: Als er sechs Jahre alt war, trat Marcel Hartel dem 1. FC Köln bei. 15 Jahre spielte er für den FC. Er wurde Profi, der Durchbruch gelang aber nicht. Nach acht Einwechslungen in der Bundesliga zog er weiter zu Union Berlin, stieg mit den Eisernen auf. Der FC verzichtete auf die Rückkaufoption, Hartel ging nach Bielefeld und stieg wieder auf. Ins erste Bielefelder Erstliga-Heimspiel seit elf Jahren geht der ehemalige U21-Nationalspieler nun als Regisseur und Leistungsträger - und das ausgerechnet gegen den FC.

Patrick Schick: In 22 Bundesliga-Spielen als Leihgabe erzielte Patrik Schick im Vorjahr zehn Tore für RB Leipzig und verdrängte als Sturmpartner von Timo Werner Urgestein Yussuf Poulsen. Die 26,5 Millionen Euro Ablöse waren RB aber zu hoch. Also schlug Leverkusen zu und holte den Tschechen von AS Rom als Nachfolger von Kevin Volland. Nach zwei Kurzeinsätzen wegen mangelnder Fitness steht Schick nun vor dem Startelf-Debüt. Ausgerechnet gegen RB. Und gegen seinen Nachfolger Alexander Sörloth. Der Norweger, mit 20 Millionen Ablöse nicht sehr viel billiger, wird aber wohl zunächst auf der Bank sitzen.

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Yann Sommer: Der Schweizer Nationalkeeper, der vor sechs Jahren für knapp acht Millionen Euro vom FC Basel nach Gladbach kam, ist längst eine Club-Ikone. Aus dem Schatten seines Vorgängers Marc-Andre ter Steegen, der zum FC Barcelona gewechselt war, ist er schnell gesprungen, am Samstag gegen Union Berlin bestreitet er sein 200. Bundesligaspiel für Borussia. Damit rangieren in der Club-Historie nur noch Uwe Kamps (390) und Wolfgang Kleff (321) vor dem 31-Jährigen.

Erling Haaland: Wie ein Orkan, der durch das Stadion fegt, müssen die Zuschauer vor acht Monaten in der Augsburger Arena den ersten Auftritt von Erling Haalands toller Tore-Show in der Bundesliga erlebt haben. Neun Treffer in den ersten sechs Spielen, davon drei zum Einstand in Augsburg gelangen dem 19-jährigen Neu-Dortmunder damals. 13 Tore standen am Saisonende und der Torhunger des Norwegers ist immer noch nicht gestillt. Am ersten Spieltag vor einer Woche traf Haaland schon wieder zweimal - und jetzt geht's nach Augsburg.

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart

Achim Beierlorzer: Nach dem Spielerstreik bei den Mainzern, der unter der Woche bundesweit für Schlagzeilen sorgte, stellt sich die Frage: Bekommt Trainer Beierlorzer die Lage in den Griff? Eine Niederlage gegen die Schwaben würde seinen Job gefährden. Zumal es an dem 52-Jährigen in der Vergangenheit schon öfter Kritik gab. Von einem Zerwürfnis will er nichts wissen: "Die Mannschaft hat ein Statement gesetzt, das aber nicht persönlich gegen mich gerichtet war." Die Profis hatten sich gegen die Suspendierung von Stürmer Adam Szalai mit einem Trainingsboykott gewehrt - ein einmaliger Vorgang im Oberhaus.

FC Schalke 04 - Werder Bremen

David Wagner: Mitte Januar jubelten sie David Wagner auf Schalke zu. Nach dem 2:0 zum Rückrunden-Auftakt gegen Gladbach war Schalke Fünfter. Punktgleich mit Erzrivale Dortmund und drei Punkte hinter den zweitplatzierten Bayern. Wagner schien Schalke verstanden und wiederbelebt zu haben. Es folgten bis zum Saisonende 16 Spiele ohne Sieg und zum Auftakt gleich eine 0:8-Abreibung beim FC Bayern. Mit einer dermaßen beschämenden Leistung, dass Wagner droht, mit Sportchef Jochen Schneider den letzten Verbündeten zu verlieren. Im Falle einer Niederlage gegen Bremen mit schwacher Leistung könnte der 48-Jährige deshalb seinen Job verlieren.

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