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Saudi-Arabien erhält Winterspiele – und muss Stadt erst bauen

Von t-online, sid, BZU

Aktualisiert am 04.10.2022Lesedauer: 2 Min.
So soll die Wüstenstadt Neon für die asiatischen Winterspiele 2029 aussehen.
So soll die Wüstenstadt Neom aussehen. (Quelle: Glomex)
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Saudi-Arabien ist eher für Sand als für Schnee bekannt. Und doch sollen hier noch in diesem Jahrzehnt Winterspiele stattfinden. Eine umstrittene Wahl.

In der saudi-arabischen Stadt Tabuk werden es im Winter im kältesten Fall fünf Grad Celsius – in der Nacht. Tagsüber liegen die Temperaturen meist zwischen 15 und 20 Grad. Und doch soll ganz in der Nähe in sieben Jahren auf Topniveau Ski gefahren werden. Denn die Asien-Winterspiele 2029 finden mit Blick aufs Rote Meer statt. Das entschied das asiatische Olympia-Komitee am Dienstag.

Stattfinden soll der Wettbewerb in einer Stadt, die erst noch fertig gebaut werden muss. Neom heißt die Metropole am Berggebiet Trojena, die anderen Städten wie Dubai oder Doha Konkurrenz machen und den Tourismus in der Region ankurbeln soll. Das gesamte Projekt in Saudi-Arabien kostet umgerechnet über 500 Milliarden Euro.

Auch ein See soll geschaffen werden

Geplant ist ein Resort, das das komplette Jahr über bereist werden kann und zu den unterschiedlichen Jahreszeiten diverse Aktivitäten anbieten soll: Wellness im Herbst, Skifahren im Winter, Tauchen und Klettern im Frühling, Musikfestivals im Sommer. Das sind nur ein paar der geplanten Angebote in Neom/Trojena.

Für die Aktivitäten ist neben den Anlagen für die verschiedenen Sportwettbewerbe auch noch ein See in Planung, für den jedoch die Natur wohl noch etwas "bearbeitet" werden muss. Trotz alledem bekam Saudi-Arabien den Zuschlag für die Asienspiele. "Dies ist ein großartiger Sieg für die saudische Nation und die ganze Golfregion", sagte Sportminister Prinz Abdulaziz Bin Turki Al Faisal.

Zuletzt fanden die asiatischen Winterspiele 2017 statt. Saudi-Arabien hatte 2022 in Peking erstmals an Olympischen Winterspielen teilgenommen, der alpine Skiläufer Fayik Abdi war einziger Starter und wurde 44. im Riesenslalom. "Ich hatte mir nie vorgestellt, dass ich einmal in meinem Heimatland Ski fahren könnte", sagte er am Dienstag.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
  • neom.com
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