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Böller, Knaller, Raketen: Für die Mehrheit gehört Feuerwerk zur Silvester-Tradition

Böller, Knaller, Raketen  

Für die Mehrheit gehört Feuerwerk zur Silvester-Tradition

27.12.2019, 17:56 Uhr | dpa

Böller, Knaller, Raketen: Für die Mehrheit gehört Feuerwerk zur Silvester-Tradition. Feuerwerk in Köln in der Silvesternacht 2018/2019.

Feuerwerk in Köln in der Silvesternacht 2018/2019. Foto: Christophe Gateau/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Kracher und farbenfrohe Funken am Silvester-Himmel sind einer Umfrage zufolge für eine Mehrheit der Bundesbürger fester Bestandteil der Jahreswechsel-Tradition. Feuerwerk ist demnach für 57 Prozent eng mit Silvester verbunden.

Gleichzeitig sind sich gut drei Viertel der Befragten aber auch bewusst, dass Raketen und Böller schlecht für die Umwelt sind. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Lärm und Preis der Feuerwerke trüben den Spaß an der Böllerei ebenfalls. Sieben von zehn Befragten finden Feuerwerke demnach zu teuer. Am Krach der Knaller stören sich 43 Prozent. Außerdem sehen mehr als drei Viertel der Befragten eine Gefahrenquelle. Der Aussage "Feuerwerke sind gefährlich" stimmen 79 Prozent zu. Unter Frauen ist der Anteil noch etwas höher (84 Prozent).

Viele Bundesbürger sprechen sich für ein Verbot der Feuerwerkskörper aus. Auf die Frage "Sollte Ihrer Meinung nach Böllern zu Silvester aus Umwelt- und Sicherheitsgründen verboten werden?" gaben 57 Prozent der Bürger, die YouGov für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) interviewte, eine zustimmende Antwort.

Seit Wochen rührt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Werbetrommel für ein Verbot von privatem Feuerwerk. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt ruft unter dem Motto "Brot statt Böller" wieder zu Spenden auf. "Es ist Zeit, umzudenken und Freude und Glück nicht mit unbegrenztem Konsum gleichzusetzen", hieß es am Freitag.

Manche deutsche Städte haben private Feuerwerke in bestimmten Gebieten verboten. In Berlin gibt es dieses Jahr mehrere große Verbotszonen für Feuerwerk. Bisher war die Knallerei bereits auf der Partymeile am Brandenburger Tor untersagt. Nun hat die Polizei Böller und Raketen auch von zwei weiteren Zonen verbannt, darunter vom Alexanderplatz. Kurz vor Silvester hat auch die Hamburger Polizei noch einmal auf das Böllerverbot rund um die Binnenalster hingewiesen.

Der Versuch von Umweltschützern, das Böllern aus den Innenstädten zu verbannen, hat einer dpa-Umfrage vom November zufolge bislang jedoch keine größeren Folgen.

Eine große Mehrheit freut sich der YouGov-Umfrage zufolge über Raketen am Silvester-Himmel. 84 Prozent der Interviewten sagten in der Befragung im dpa-Auftrag, Feuerwerk sei schön anzusehen. Knapp die Hälfte (49 Prozent) findet Feuerwerke zudem gesellig.

An diesem Samstag beginnt in Deutschland der Verkauf von Raketen und Böllern. Dieses sogenannte Kleinfeuerwerk darf laut Gesetz nur an den letzten drei Werktagen des Jahres verkauft werden. Für den Jahreswechsel 2019/2020 erwartet der Verband der pyrotechnischen Industrie 133 Millionen Euro Umsatz - etwa so viel wie im Vorjahr.

Der Umfrage zufolge zündet allerdings nur gut ein Viertel der Bundesbürger Feuerwerk an Silvester (27 Prozent). 12 Prozent böllern jedes Jahr, 14 Prozent gelegentlich. Für die Mehrheit (70 Prozent) ist das Zünden von Feuerwerk tabu. 37 Prozent der Befragten haben demnach noch nie Feuerwerk gezündet, ein Drittel zündet nicht mehr.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte die Bundesregierung aufgefordert, kommunale Böllerverbote mit Änderungen in der Sprengstoffverordnung und im Bundesimmissionsschutzgesetz zu erleichtern. Unter dem Motto "Silvester for Future" wirbt die Umwelthilfe für ein feinstaub- und verletzungsfreies Silvester: "Feiern Sie rauschende Silvesterfeste - aber ohne dabei die Luft zu verpesten, ihre Mitmenschen zu gefährden, Tiere in Panik zu versetzen und die Landschaft zu verdrecken", so Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Freitag in einer Mitteilung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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