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Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts mit 80 gestorben

Von dpa
Aktualisiert am 24.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Charlie Watts bei einem Auftritt im Jahr 2010.
Charlie Watts bei einem Auftritt im Jahr 2010. (Quelle: picture alliance / dpa./dpa)
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London (dpa) - Der Schlagzeuger der legend├Ąren Rockband The Rolling Stones, Charlie Watts, ist tot. Watts sei am Dienstag im Kreis seiner Familie mit 80 Jahren friedlich in einem Londoner Krankenhaus gestorben, wie sein Agent Bernard Doherty der Deutschen Presse-Agentur best├Ątigte.

"Charlie war ein gesch├Ątzter Ehemann, Vater und Gro├čvater und als Mitglied der 'Rolling Stones' auch einer der gro├čartigsten Schlagzeuger seiner Generation", hie├č es in dem Statement vom Abend.

Vor einigen Wochen war bereits bekannt geworden, dass Watts nicht an der kommenden US-Tournee seiner Band teilnehmen sollte. Er erhole sich von einer nicht n├Ąher spezifizierten medizinischen Behandlung, hie├č es PA zufolge von einem Sprecher. Band-Kollege Mick Jagger twitterte Anfang August noch, er freue sich darauf, den Kollegen Charlie nach seiner Genesung wieder willkommen zu hei├čen.

Watts Tod l├Âste in der Musikwelt und dar├╝ber hinaus gro├če Best├╝rzung aus. "Charlie war ein Fels in der Brandung" und ein "fantastischer Schlagzeuger", sagte Ex-Beatle Paul McCartney in einem Video, das er auf Twitter ver├Âffentlichte. Auch dessen fr├╝herer Bandkollege Ringo Starr twitterte ein Foto von ihm und Watts und schrieb: "God segne Charlie Watts, wir werden dich vermissen, Mann." Rocks├Ąnger Bryan Adams bezeichnete Watts als "einen der gr├Â├čten Rock-Schlagzeuger aller Zeiten".

Erstes Schlagzeug aus altem Banjo

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Geboren am 2. Juni 1941 in Nordlondon, entdeckte der Musiker schon fr├╝h seine Liebe zu Jazz und Blues. Er bastelte sich aus einem alten Banjo sein erstes Schlagzeug - es war der Beginn einer jahrzehntelangen Karriere mit diversen Jazz-Formationen und eben den Rolling Stones.

Watts kam ein halbes Jahr nach dem ersten Auftritt der Band im legend├Ąren Londoner Marquee Club am 12. Juli 1962 dazu. Die Entscheidung machte sich bezahlt, musikalisch und finanziell. Die Stones h├Ątten eben das Gl├╝ck und das Geld gehabt, viel Zeit im Studio verbringen zu k├Ânnen, sagte er dem britischen "Telegraph" ein halbes Jahrhundert sp├Ąter - und sie h├Ątten daher viel ausprobieren k├Ânnen.

Watts mied das Rampenlicht

Der Drummer galt als einer der bestgekleideten Rockstars. Der britische Popstar Elton John w├╝rdigte ihn nach der Todesnachricht als "stylischsten Mann und brillante Gesellschaft". Doch im Gegensatz zu S├Ąnger Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards mied er das Rampenlicht. Als Jazzmusiker wusste er musikalische Kollaborationen zu sch├Ątzen und schwei├čte die Stones zusammen - nicht nur, wenn er den Rhythmus auf der B├╝hne vorgab, sondern vor allem, wenn sich Jagger und Richards ├╝ber Jahre hinweg immer wieder verkrachten.

Seit 1964 war Watts mit derselben Frau verheiratet, der K├╝nstlerin Shirley Watts, mit der er eine erwachsene Tochter hatte. Sie lebten auf einem Gest├╝t in der Grafschaft Devon und z├╝chteten professionell Araberpferde. In den 1980ern trank Watts stark und nahm Drogen. 2004 ├╝berstand der einst starke Raucher eine Kehlkopfkrebserkrankung.

Das Rockerleben lie├č ihn nicht los: Nach jeder Tour versuche er sich zur├╝ckzuziehen, gestand er der "Times" mit 75. Keith Richards frage ihn, was er dann tun werde. "Ich wei├č nicht, Rasenm├Ąhen? Also setze ich mich nicht zur Ruhe."

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