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Wie Putins Freund Waleri Gergijew wohl illegal Millionen scheffelte

  • Steven Sowa
Von Steven Sowa

Aktualisiert am 29.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Wladimir Putin und Waleri Gergijew: Die beiden MĂ€nner soll eine enge Freundschaft verbinden.
Wladimir Putin und Waleri Gergijew: Die beiden MĂ€nner soll eine enge Freundschaft verbinden. (Quelle: IMAGO / ITAR-TASS)
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Hat sich Waleri Gergijew an Spenden bereichert? Neue Recherchen ĂŒber den Russen zeichnen das Bild eines geldgierigen Mannes, der von Putins NĂ€he profitiert.

Seine Putin-NĂ€he kostete ihn lukrative Jobs in MĂŒnchen, New York und Mailand. Kurz nach Kriegsausbruch in der Ukraine verlor Waleri Gergijew sein Engagement als Chefdirigent an der Bayerischen Staatsoper, der Metropolitan Opera und der MailĂ€nder Scala. Doch aus den Schlagzeilen verschwand der russische Starmusiker nicht. Ganz im Gegenteil.


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Neue EnthĂŒllungen des Rechercheteams um Alexei Nawalny haben aufgedeckt, welch enormes Vermögen der 68-JĂ€hrige in den vergangenen Jahren angehĂ€uft hat. FĂŒr einen Dirigenten hat Gergijew erstaunlich viele BesitztĂŒmer, darunter Luxusimmobilien in New York, Mailand und Venedig.

Putin und Gergijew: Die beiden MÀnner sind hier 2018 in Moskau miteinander im GesprÀch.
Putin und Gergijew: Die beiden MÀnner sind hier 2018 in Moskau miteinander im GesprÀch. (Quelle: TASS/imago-images-bilder)
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Die Investigativjournalistin Maria Pevchikh verbreitete entsprechende Nachweise und einen umfassenden Bericht unter anderem via Twitter. In einem YouTube-Video des Nawalny-Teams werden erstmals detailliert Quittungen, Urkunden und GrundbuchauszĂŒge Gergijews offengelegt. Demnach erbte der Russe den Großteil seiner Immobilien von der 2015 verstorbenen KĂŒnstlerin und MĂ€zenin Yoko Nagae.

Lange Liste an Luxusimmobilien

Laut Pevchikh ist vor allem der Besitz eines 165 Quadratmeter großen Penthouse auf der 56. Etage des Lincoln Centers in New York problematisch. Denn die Immobilie habe er russischen Behörden verschwiegen, obwohl er verpflichtet sei, auslĂ€ndischen Immobilienbesitz offenzulegen. Ob ihm seine enge Freundschaft zu Kremlchef Wladimir Putin bei der Verschleierung hilft oder ihm deshalb sogar keine Konsequenzen drohen, ist unklar.

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Klar ist hingegen, wie Pevchikh an die Informationen gekommen ist. Und das hat es echt in sich. Wie ein Clip beweist, hat die Reporterin Gergijew um ein Autogramm gebeten und dieses auch bekommen. Die erhaltene Unterschrift glich sie anschließend mit den Dokumenten ab, die sie fĂŒr das rund fĂŒnf Millionen Euro schwere New Yorker Penthouse einsehen konnte. Und siehe da: Die Signatur Ă€hnelte sich so sehr, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein und die gleiche Person gehandelt haben muss.

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Doch die Liste an kostspieligem Immobilienbesitz ist vor allem mit Blick auf Italien erstaunlich. Dort sollen dem Dirigenten HĂ€user und GrundstĂŒcke im SchĂ€tzwert von 100 Millionen Euro gehören. Der prachtvolle Palazzo Barbarigo aus dem 16. Jahrhundert direkt am Canal Grande in Venedig sei darunter.

Gergijews 4,3-Millionen-Dollar-Spende

Jetzt kommt durch die neuen Recherchen heraus: Womöglich hat sich Waleri Gergijew Millionen erschlichen – ĂŒber Spenden. Dem Bericht zufolge habe er sich als Chef seiner eigenen WohltĂ€tigkeitsstiftung zwischen 2018 und 2020 selbst ein Gehalt von 4,3 Millionen Dollar spendiert. Seine Waleri-Gergijew-Charitable-Foundation wird unter anderem von Staatsbanken wie der Gazprombank, VTB Bank und Rosneft finanziert. Außerdem seien russische Oligarchen beteiligt.

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Offiziell angegebene Stiftungszwecke sind die UnterstĂŒtzung junger KĂŒnstler und die Popularisierung klassischer Musik. Wie aus den Veröffentlichungen von Maria Pevchikh hervorgeht, handele es sich allerdings mindestens ebenso sehr um eine Geldwaschanlage, die sich mit dem Chartern von Flugzeugen und dem Erwerb von Immobilien befasst. Zig Apartments in Moskau und Sankt Petersburg sowie eine Datscha mit eigenem Konzertsaal: All das soll aus Mitteln der Stiftung finanziert worden sein.

Niederlande spielen besondere Rolle im Fall Gergijew

StĂŒck fĂŒr StĂŒck enthĂŒllen Pevchikh und ihr Team weitere AuffĂ€lligkeiten. Der neueste Skandal: Gergijew ist offenbar im Besitz der niederlĂ€ndischen StaatsbĂŒrgerschaft – und damit EU-BĂŒrger. Mehr noch: Der Russe soll von der inzwischen ehemaligen Königin Beatrix zum Ritter des Ordens vom NiederlĂ€ndischen Löwen ernannt worden sein.

Wann diese Ehrung zurĂŒckgenommen wird? Völlig unklar. Ebenso wie die Frage nach den Sanktionen. Denn mit Gergijews Verbindung zu den Niederlanden wĂ€re es ein Leichtes fĂŒr das Land, ihn auf die Sanktionslisten der EuropĂ€ischen Union setzen zu lassen. Dann wĂ€ren auch seine Immobilien in Italien in Gefahr.

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Von Maria Bode
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