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Dagmar Berghoff bei Markus Lanz: "Ich hätte gern Kinder gehabt"

So emotional wie nie  

Dagmar Berghoff: "Ich hätte gern Kinder gehabt"

07.07.2016, 16:31 Uhr | t-online.de

Dagmar Berghoff bei Markus Lanz: "Ich hätte gern Kinder gehabt". Markus Lanz (Quelle: ZDFE)

Screenshot: ZDFE (Quelle: ZDFE)

Vor 40 Jahren las zum ersten Mal eine Frau die Nachrichten der Tagesschau. Über zwei Jahrzehnte präsentierte Dagmar Berghoff das aktuelle Weltgeschehen – stets souverän und mit ruhiger Stimme. Doch in der Talkshow von Markus Lanz zeigte sich die heute 73-Jährige von einer ganz anderen Seite - emotional und gerührt.

Für ihre Karriere musste Dagmar Berghoff jahrelang kämpfen. Schon im Teenageralter war der Berlinerin bewusst: Ich gehöre vor die Kamera. "Ich wollte Schauspielerin werden", erinnert sich die Moderatorin im Gespräch mit Markus Lanz.

Ihre Eltern waren von der Idee nicht begeistert, sie hatten andere Pläne. "Mein Vater wollte immer, dass ich Chefsekretärin werde."

"Ich war zwei Jahre nicht zu Hause"

Die junge Dagmar setzte sich durch. "Ich bin nach dem Abitur sofort weg. Ich bin zwei Jahre nicht zu Hause gewesen. Wir hatten keine Verbindung, es war richtig Stress." Sie reiste nach Paris und nach London, um die Sprachen zu lernen. Als Aupair-Mädchen hielt sie sich über Wasser.

Nach zwei Jahren stand die verlorene Tochter wieder auf der Matte. "Dann kam ich zurück, ohne meinen Eltern etwas zu sagen. Erst als ich die Schauspielschulprüfung bestanden hatte, bin ich zu ihnen gegangen." 

Doch es dauerte, bis die Nachrichtensprecherin wieder ein Teil der Familie wurde. "Ein halbes Jahr später stand nicht mehr das Besuchergeschirr, sondern das normale Geschirr auf dem Tisch, wenn ich kam", erzählt sie.

"Ich war sehr gerührt"

Bis dahin hatte sich auch das Verhältnis zu ihrem Vater wieder normalisiert. "Was ich gar nicht wusste, das hab ich erst nach seinem Tod erfahren: Er sammelte alle Zeitungsausschnitte von mir, die er kriegte, und legte eine riesige Mappe an. Das wusste ich gar nicht, so habe ich ihn gar nicht eingeschätzt. Ich war sehr gerührt", erzählt Berghoff mit einer emotionalen Stimme, die man von ihren Auftritten bei der Tagesschau gar nicht gewohnt war.

Markus Lanz nutzt die Gelegenheit und fragte nach ihrer toten Mutter. "Ich war sieben als sie starb", erzählt sie. "Als ich 13 war kam unsere Stiefmutter in unser Leben. Eine sehr liebe und sehr nette Frau – Herta. Natürlich hatte mein Vater zwischendurch auch ein paar andere Frauen nach Hause gebracht, aber die haben mein Bruder und ich alle weggegrault."

Dann kam eine, die von Dagmar und ihrem Bruder auf Anhieb akzeptiert wurde. "Herta hatte ein lilafarbenes enggebundenes Oberteil an, einen engen Rock und solche Absätze. Gott, wir waren begeistert."

"Ich hätte gern Kinder gehabt"

Eine eigene Familie hat sie nicht. "Das hat einfach etwas damit zu tun, dass der Richtige nicht zur richtigen Zeit da war. Ich hätte gern Kinder gehabt, aber ich wollte kein Kind ohne verheiratet sein. So konservativ bin ich. Und ich hatte nicht den richtigen Mann zur richtigen Zeit, sonst hätte ich garantiert ein Kind gehabt."

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