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"K├Ânig der Krimi-Musik": Frank Duval wird 80

Von dpa
Aktualisiert am 20.11.2020Lesedauer: 4 Min.
Frank Duval ist in Marokko gl├╝cklich - und kreativ.
Frank Duval ist in Marokko gl├╝cklich - und kreativ. (Quelle: Privat/Sven Hadon/dpa./dpa)
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Madrid/Essaouira (dpa) - Er hat Fernseh- und Musikgeschichte geschrieben, aber seinen Namen kennen heute wohl nur noch wenige: Frank Duval komponierte allein f├╝r die Kult-Krimireihen "Derrick" und "Der Alte" weit ├╝ber 200 Titel.

Mit seinem melancholischen und sehns├╝chtigen, einf├╝hlsamen aber auch unheimlichen Sound erzeugte er einem Millionenpublikum ein ums andere Mal eine G├Ąnsehaut. An diesem Sonntag (22. November) wird der Mann mit der langen M├Ąhne und dem Schnurrbart 80 Jahre alt.

Der Komponist, Bandleader, Arrangeur und S├Ąnger konnte sich vor allem in den 1980ern vor Auftr├Ągen kaum retten, schrieb Hits f├╝r sich und andere und musste seinen Erz├Ąhlungen nach viele Angebote ablehnen, unter anderem auch aus Hollywood. Irgendwann ├╝berschattete der Stress aber den Erfolg, kurz vor der Jahrtausendwende folgte der Ausstieg. Doch jetzt ist Duval wieder da: Er versucht ein Comeback.

Der geb├╝rtige Berliner arbeitet in seiner Wahlheimat Essaouira, der "wei├čen K├╝nstlerstadt" in Marokko, an seinem ersten Konzeptalbum seit gut 20 Jahren - und f├╝hlt sich jung und voller Tatendrang. "Im Moment habe ich das Gef├╝hl, dass das Papier, auf dem mein Alter ausgewiesen wird, ein Fake ist", witzelte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

"K├Ânig der Krimi-Musik" und "Klangzauberer" wurde Duval von Medien und Fans unter anderem genannt. Das Talent wurde ihm wohl in die Wiege gelegt. Nach seiner Geburt am 22. November 1940 am Zehlendorfer Schlachtensee wuchs er in einer alten Hugenotten- und K├╝nstlerfamilie auf. Sein Vater, der Sohn eines Chefredakteurs der "Berliner Zeitung", war Kunstmaler. Eine Tante Hofmalerin am k├Âniglich-preu├čischen Hof.

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Schon mit zw├Âlf trat Frank Uwe Patz, wie der Kleine b├╝rgerlich hie├č, am Theater in Berlin mit Harald Juhnke auf. Er schauspielerte nicht nur mit Juhnke und Heinz Erhardt, sondern lie├č sich auch zum T├Ąnzer ausbilden und trat in Musicals auf. Noch als Teenager bildete er mit seiner Schwester Maria au├čerdem vier Jahre lang ein erfolgreiches Schlagerduo.

Der Grundstein f├╝r die Komponistenkarriere wurde 1965 gelegt. Der Regisseur Heinz-G├╝nter Stamm "entdeckte" ihn beim Improvisieren auf einem Studio-Fl├╝gel im Bayerischen Rundfunk. Duval arbeitete fortan an gro├čen Musicalproduktionen und H├Ârspielreihen. Er komponierte auch f├╝r gro├če Stars wie Margot Werner, Maria Schell und Peter Alexander. Der wirkliche Durchbruch gelang ihm 1977 mit der Filmmusik f├╝r den "Tatort" "Sch├╝sse in der Schonzeit".

"Die Fernsehserien 'Derrick' und 'Der Alte' waren sicherlich mein gr├Â├čter Karriere-Erfolg", zieht Duval Bilanz. "Dem Produzenten Helmut Ringelmann habe ich viel zu verdanken. Und in der Nachfolge nat├╝rlich den vielen Regisseuren, die meine 'spezielle dramaturgische Minimal-Filmmusik mit Melodie' - wie es der Regisseur Alfred Weidenmann einmal genannt hatte - als neu, einf├╝hlsam und experimental bezeichnet hatten."

Die von Duval gesungene Pop-Ballade "Angel of Mine" (1980) aus dem Soundtrack zur Derrick-Folge "Dem M├Ârder eine Kerze" erklomm Platz eins der deutschen, aber auch der ├Âsterreichischen, Schweizer und niederl├Ąndischen Charts. Wie bei vielen anderen Songs schrieb seine Frau Kalina Maloyer mit. Die Malerin aus der Slowakei sei seine Muse "und zugleich meine brutalste Kritikerin", sagte der Musiker mehrfach.

Duval erhielt unter anderem f├╝r seine Konzeptalben in Deutschland zwei Goldene Schallplatten. Ihm gelangen in der ersten H├Ąlfte der 1980er Jahre viele Hits, darunter "Face to Face" und "Give me your Love", Fans auf der ganzen Welt liebten seine Musik.

Und heute? Ist die Fangemeinde noch gro├č? "Ich glaube nicht. Auf Facebook habe ich gut 20.000 Abonnenten, viele aus ├ľsterreich, aber auch aus S├╝dafrika, Rum├Ąnien und Russland." Auf YouTube haben manche seiner Songs Millionen Klicks. "Und auch heute bekomme ich oft noch Mails oder Briefe von Menschen, die mir schreiben, dass sie eine besondere Beziehung zu meiner Musik haben."

1988, "am H├Âhepunkt meiner Karriere", wanderte das Paar nach La Palma aus. Die kleine, vom Massentourismus bis heute verschont gebliebene Kanaren-Insel war Zufluchtsort. "Ich wollte nicht mehr in diesem Stress leben. Hatte das Bed├╝rfnis nach Ruhe. Anders leben ... anders denken. Ich hatte eine unbestimmte Sehnsucht in mir. Heute w├╝rde ich sagen, es war die Sehnsucht nach dem Wesentlichen." Ab 1997 und bis 2018 habe er sich "dann ganz zur├╝ckgezogen". "Meine Frau und ich sind gereist, haben weise M├Ąnner und Frauen getroffen. Es war eine sehr wichtige und lehrreiche Zeit f├╝r uns."

Einer dieser "weisen M├Ąnner" ist ein Navajo, den Duval seinen "Indianer-Bruder" nennt. Und der f├╝r das neue Album sozusagen mitverantwortlich ist. "Es soll ein Album ├╝ber die Weisheit meines Indianer-Bruders werden. ├ťber seine Gedanken. ├ťber Leben, Liebe und Tod. Ich habe viel von ihm gelernt." Damit nicht genug der ├ťberraschungen und Innovationen: Er werde "einige Songs in einer alten Indianersprache mit englischen Wortfetzen" singen, verr├Ąt er. Warum? "Weil in unseren Sprachen f├╝r mich nichts Neues mehr zu finden ist, vieles falsch verstanden und falsch ausgelegt wird". Auf Duvals Facebook-Seite gibt es bereits H├Ârproben.

Die neue CD samt DVD sollte zum 80. ver├Âffentlicht werden. Wegen Corona m├╝ssen sich seine Fans aber bis Anfang 2021 gedulden. Das Virus habe ihm "einen Strich durch die Rechnung gemacht". In Marokko, wo er seit rund drei Jahren lebt, sei er sehr gl├╝cklich. "Ich wollte schon als kleiner Junge nach Marokko. Berber sein. Jetzt bin ich da." Und ihn freue es auch, dass er noch immer Dinge erschaffe, so der Tausendsassa. "Dramaturgische Musik, eigene kleine Filme drehen als Kameramann, Regisseur, Autor, Beleuchter. Arrangeur, Komponist, alles Kreative. Egal. Alles macht Spa├č."

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