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US-Klimabehörde NOAA

Erstmals 16 globale Hitzerekord-Monate in Folge

22.09.2016, 11:14 Uhr | AP, dpa

US-Klimabehörde NOAA: Erstmals 16 globale Hitzerekord-Monate in Folge. Eine lange Dürrephase 2016 hat den Lago Poopo in Bolivien austrocknen lassen. (Quelle: dpa)

Eine lange Dürrephase 2016 hat den Lago Poopo in Bolivien austrocknen lassen. (Quelle: dpa)

Der vergangene Monat war nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA der wärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Er war zudem der 16. Monat in Folge, der einen globalen Temperaturrekord aufstellte - so viele Monate hintereinander wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe im August um 0,92 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15,6 Grad gelegen, teilte die NOAA mit. Damit übertraf der August 2016 den gleichen Monat des Vorjahres, der der bisherige Rekordhalter war, um 0,05 Grad Celsius.

Endlich die "Weckrufe" hören

Die Behörde führte die Entwicklung auf den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre zurück. Diese verhindern, dass Wärme ins Weltall entweicht und bewirken damit, dass Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigt. Eine Gruppe von 375 Wissenschaftlern, unter ihnen 30 Nobelpreisträger, riefen dazu auf, diese Entwicklung zumindest zu verlangsamen. "Das Klima ändert sich wirklich", sagte der Klimaforscher Kerry Emanuel. "Wir bekommen immer öfter Weckrufe und wir müssen wirklich etwas dagegen tun."

Große Wärme auch in Großbritannien und Kanada

Besonders warm war es nach Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) unter anderem in Nordamerika, Spanien, Großbritannien, Bahrain und Teilen Kanadas.

"Die Daten der vergangenen Monate sind überwiegend Ausdruck des Erwärmungstrends durch die menschengemachten Treibhausgase", sagte Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). "Das Klimaphänomen El Niño hat da aber rund zwei Zehntel Grad drauf gelegt."

Temperaturen besonders schnell gestiegen

Die globale Durchschnittstemperatur sollte eigentlich mit dem bereits zu Ende gegangenem El Niño wieder etwas sinken. "Warum sie derzeit weiter hoch geht, kann ich nicht erklären." Einzelne Monatswerte könnten auch durch Zufälle des Wettergeschehens schwanken.

In den vergangenen zwei bis drei Jahren seien die Temperaturen besonders schnell gestiegen, ergänzt Rahmstorf. Das müsse aber nicht in dieser Geschwindigkeit weitergehen.

Schon 2014 und 2015 waren jeweils die wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn. Und die ersten acht Monate 2016 schließen daran an: Auch der Zeitraum Januar bis August 2016 war der wärmste je gemessene im Jahresvergleich.

Quelle: AP, dpa

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