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Das kosten Verkehrsvergehen in Ihrem Urlaubsland

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 28.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Verkehrsvergehen im Ausland: Die Geldbußen können deutlich teurer ausfallen als in Deutschland.
Verkehrsvergehen im Ausland: Die Geldbußen können deutlich teurer ausfallen als in Deutschland. (Quelle: KatarzynaBialasiewicz/getty-images-bilder)
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Fahrverbote, Gefängnis und richtig happige Geldstrafen: Bei Verkehrsvergehen greifen unsere Nachbarn teilweise drastisch durch. Ob Lichtpflicht oder Promillegrenze: Hier erfahren Sie, was Ihnen bei einem Regelverstoß blüht.

Das Wichtigste im Überblick


  • Promillegrenzen und Bußgelder
  • Zu schnelles Fahren
  • Handy am Steuer
  • Strafzettel im Ausland
  • Bußgelder in der EU – die große Tabelle
  • Unfall im Ausland

Promillegrenze, Handy am Steuer, Lichtpflicht: Die Regelungen und Vorschriften auf Europas Straßen gehen weit auseinander. Genau wie die Bußgelder bei Verstößen. Sie haben nur eines gemeinsam: Promilleverstöße werden streng geahndet, können bis zu 10.000 Euro kosten.

Promillegrenzen und Bußgelder

Am strengsten sind die Promillegrenzen in Ungarn, Rumänien, Tschechien und der Slowakei: Hier gelten null Promille. Bereits bei geringem Alkoholkonsum drohen in Tschechien Geldstrafen ab 100 Euro.

Besonders drastisch bestraft wird ein Promilleverstoß wiederum in Luxemburg. Zu Fahrverbot und Haftstrafe kommt ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Wie in Luxemburg, gilt in den meisten Ländern Europas die 0,5-Promille-Grenze. Allerdings gibt es oftmals strengere Grenzwerte für Fahranfänger.

Zu schnelles Fahren

Auch wer sich nicht ans Tempolimit hält, muss im Ausland mit harten Strafen rechnen.

Ein Beispiel: Wer 20 km/h zu schnell fährt, bezahlt dafür in Deutschland höchstens 35 Euro Bußgeld. In der Schweiz sind es schon 165 Euro, in den Niederlanden 180 Euro.

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Handy am Steuer

Auch das Telefon am Ohr des Fahrers wird inzwischen europaweit geahndet. Und auch hier sind die Strafen sehr unterschiedlich. Luxemburg etwa kassiert dafür 75 Euro, die Niederlande wiederum gleich 250 Euro. Die Buße begleicht man am besten gleich vor Ort, das erspart zu Hause Scherereien und Schriftverkehr.

Dashcam im Urlaub: In vielen Ländern ist das Nutzen der Kameras kein Problem. Andere Länder (grau eingefärbt) haben diese Frage noch gar nicht geregelt.
Dashcam im Urlaub: In vielen Ländern ist das Nutzen der Kameras kein Problem. Andere Länder (grau eingefärbt) haben diese Frage noch gar nicht geregelt. (Quelle: Statista/t-online.de)

Strafzettel im Ausland

Wer im Ausland einen Strafzettel erhält, sollte ihn nicht einfach so beiseite legen, denn ein Bußgeld kann auch zu Hause vollstreckt werden. Die Grundlage dafür ist ein EU-weites Abkommen. Entscheidend ist die Höhe des Bußgelds. In der Regel werden Strafen ab 70 Euro aus dem EU-Ausland in Deutschland vollstreckt.

Bei Bußgeldern in Österreich ist das allerdings schon ab 25 Euro der Fall. Hinzu kommen übrigens Verwaltungskosten, die ein eigentlich geringes Bußgeld zur schmerzhaften Urlaubserinnerung machen können.

Bußgelder in der EU – die große Tabelle

Unfall im Ausland

Wer im Ausland in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, sollte unbedingt von seinem Schweigerecht Gebrauch machen. Denn unbedachte Äußerungen können zu großen Problemen führen. In vielen Fällen werden die Aussagen falsch protokolliert und lassen sich im Nachhinein kaum mehr richtig stellen. Wer dringend Hilfe benötigt, kann sich rund um die Uhr an das Auswärtige Amt wenden (Telefon +49 3018170) oder bei einem deutschen Konsulat um Unterstützung bitten.

Daneben sollten Auto- und Motorradfahrer immer die Internationale Versicherungskarte (grüne Versicherungskarte) der Kfz-Haftpflicht dabei haben. Darauf sind alle wichtigen Daten zum Fahrzeug und zur Versicherung vermerkt. Dadurch erleichtert sie die Abwicklung vor Ort.

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