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Darf ich meinen Diesel oder Benziner nach 2035 noch fahren?

dpa, ccn

Aktualisiert am 05.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Einigung der Energie- und Umweltminister: In der EU sollen ab 2035 nur noch klimaneutrale Neuwagen verkauft werden. (Quelle: Reuters)
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In rund 13 Jahren sollen Neuwagen in der EU kein CO2 mehr ausstoßen. Ob Sie Ihr vorhandenes Auto danach weiter fahren dürfen und was Sie noch wissen sollten.

Das Wichtigste im Überblick


Kein Aus für Verbrenner: In der Europäischen Union sollen ab 2035 nur noch klimaneutrale Neuwagen verkauft werden. Als Ergebnis ihrer Verhandlungen haben sich die EU-Staaten darauf geeinigt, dass die sogenannten Flottengrenzwerte für Autos auf null sinken sollen. Diese geben Autoherstellern vor, wie viel CO2 ihre produzierten Fahrzeuge im Betrieb ausstoßen dürfen. Das bedeutet konkret: Benzin- und Diesel-Fahrzeuge, die CO2 ausstoßen, werden wahrscheinlich immer mehr durch Elektrofahrzeuge oder andere klimaneutrale Antriebe ersetzt. Die Gesetze wurden von der EU-Kommission vorgeschlagen, um die Klima-Ziele einzuhalten.

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Abstimmung mit EU-Parlament notwendig

Als nächster Schritt muss ein Kompromiss mit dem EU-Parlament gefunden werden. Das Parlament ist allerdings noch etwas deutlicher in seiner Position und befürwortet ein komplettes Aus für Verbrennungsmotoren. In den Gesprächen könnte es also noch zu Änderungen kommen. Zudem soll die EU-Kommission prüfen, ob es Ausnahmen für Verbrenner geben könnte, die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden.

Kann ich nach 2035 noch mit meinem Verbrennerauto fahren?

Ja. Falls das Gesetz in Kraft tritt, betrifft es nur den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor. Zwar geht es bei den Flottengrenzwerten um den Ausstoß von Klimagasen, während das Auto gefahren wird, die Null-Emissionsvorgabe würde aber nicht für Privatpersonen gelten.

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Was passiert mit meinem alten Verbrenner?

Wenn Sie ein Auto mit Verbrennungsmotor besitzen, sind Sie nicht betroffen. Was die Entscheidung mit den Preisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt macht, ist noch nicht abzusehen und hängt von vielen Faktoren ab. Das zeigt sich auch daran, dass die Preise für Gebrauchte in jüngerer Vergangenheit enorm gestiegen sind. Treiber waren und sind vor allem Corona, ein Mangel an Mikrochips und weiteren Teilen. Ein Verkaufsverbot für gebrauchte Autos mit Verbrennungsmotor ist nicht vorgesehen.

Ist der nächste Schritt ein Fahrverbot für Verbrenner?

Das ist eher unwahrscheinlich. Pläne, um Autos mit Verbrennungsmotor komplett von Straßen zu verbannen, sind nicht bekannt. Realistischer ist es, dass durch ein Verkaufsverbot Verbrenner automatisch immer seltener werden.

Wie steht es um E-Fuels als Alternative?

Im Zuge eines Kompromisses schlug Bundesumweltministerin Lemke in Luxemburg vor, die EU-Kommission solle einen Vorschlag "für die Zulassung von Fahrzeugen nach 2035 vorlegen, die ausschließlich mit CO2-neutralen Kraftstoffen betrieben werden" und "außerhalb des Bereichs der Flottenstandards" sind. Gemeint sind dabei Fahrzeuge, die mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) betrieben werden. Diese gelten als CO2-neutral.

E-Fuels werden unter Einsatz von Strom meist aus Wasser und CO2 hergestellt. Ob dies umweltfreundlich ist, hängt davon ab, woher der Strom stammt und zu welchem Aufwand die Treibstoffe zur Verfügung gestellt werden könnten. EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans zeigte sich skeptisch mit Blick auf das Potenzial von E-Fuels: "Derzeit erscheinen E-Treibstoffe nicht wie eine realistische Lösung. Wenn die Hersteller in der Zukunft aber das Gegenteil beweisen können, werden wir offen sein."

Marion Jungbluth vom Bundesverband der Verbraucherzentralen steht E-Fuels skeptisch gegenüber:

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Wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur in Deutschland aus?

Der Bundesnetzagentur wurden zum 1. Mai 2022 gut 60.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland gemeldet. Anfang 2021 gab es knapp 41.600. Die Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen hat das Thema Elektromobilität in ihrem Koalitionsvertrag verankert. Bis 2030 sollen in Deutschland eine Million Ladepunkte zugänglich sein. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schätzte das Vorankommen beim Ladesäulenausbau zuletzt als gut ein.

Welche Länder wollten schon vor 2035 aus dem Verkauf von Verbrennungsmotoren aussteigen?

In manchen Ländern gibt es bereits seit einiger Zeit ein Ausstiegsdatum: Norwegen zum Beispiel will ab 2025 keine Verkäufe von Fahrzeugen mit klassischen Benziner- oder Dieselantrieben mehr zulassen. Großbritannien, Schweden, Dänemark, die Niederlande und Belgien peilten dafür zuletzt das Jahr 2030 an.

Wie reagieren deutsche Autobauer auf den Vorschlag?

Unterschiedlich. Volkswagen-Chef Herbert Diess sagte: "Es kann kommen – wir sind am besten vorbereitet." Diess verwies auf die schon angebotenen und noch geplanten Elektromodelle sowie die Strategien für eine eigene Batteriezellfertigung und mehr eigene Software. BMW-Vorstandschef Oliver Zipse hält das Verbot hingegen für falsch. "In der heutigen Zeit alles auf eine Karte zu setzen, ist ein industriepolitischer Fehler", sagte Zipse. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zeigte sich auch skeptisch. "Eine flächendeckende europaweite zuverlässige Ladeinfrastruktur ist zwingende Voraussetzung für die Verbraucherinnen und Verbraucher", sagte ein VDA-Sprecher. In Deutschland sei man davon weit entfernt.

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