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Politiker wollen den Krieg der Maschinen verhindern

Von dpa
25.08.2018Lesedauer: 3 Min.
Der Atlas-Roboter von Boston Dynamics: Der US-Hersteller gilt als weltweit f├╝hrend auf dem Gebiet.
Der Atlas-Roboter von Boston Dynamics: Der US-Hersteller gilt als weltweit f├╝hrend auf dem Gebiet. (Quelle: Boston Dynamics)
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Maschinen, die in den Krieg geschickt werden und selbst Ziele w├Ąhlen und t├Âten ÔÇô Fortschritt oder Horrorvorstellung? Was wie Science Fiction klingt, ist l├Ąngst in der Entwicklung. "T├Âdliche autonome Waffen" sind gemeint, auch Killerroboter genannt.

Das k├Ânnen schie├čende Roboter sein, t├Âdliche Drohnen, unbemannte U-Boote. Sie werden im Kampfeinsatz nicht von Menschen dirigiert, sondern entscheiden autonom, was ein legitimes Ziel ist und feuern t├Âdliche Salven ab. Muss das nicht verboten werden? Darum ringen ab Montag (27. August) wieder Diplomaten aus Dutzenden L├Ąndern in Genf.

"Man sollte die Sache nicht dramatisieren", wiegelte der Vorsitzende der Beratungen, der indische Botschafter Amandeep Gill, im Fr├╝hjahr ab. "Roboter werden nicht die Welt ├╝bernehmen." Aber Kritiker sind h├Âchst alarmiert. "Waffen k├Ânnen nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden und geh├Âren auf den v├Âlkerrechtlichen Pr├╝fstand", sagt Thomas K├╝chenmeister von der deutschen Organisation Facing Finance, Mitglied der internationalen Kampagne gegen Killerroboter ("Campaign to Stop Killer Robots"). Eine Entscheidung, Menschenleben auszul├Âschen, d├╝rfe niemals einer Maschine ├╝berlassen werden.

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Autonome Waffen werden durch die rasante Entwicklung K├╝nstlicher Intelligenz m├Âglich. Computer lernen anhand von eingef├╝tterten Daten, wie ein Ziel aussieht, wie es sich bewegt, wann es angegriffen werden soll und z├╝nden, ohne, dass ein Mensch an der Entscheidung noch beteiligt ist. Zu unterscheiden ist das von automatischen Waffen, etwa Patriot-Raketen. Die schie├čen zwar automatisch, aber das Ziel muss vorher von Menschen genau einprogrammiert werden.

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Autonome Waffen erkennen Ziele selbst

"Es gibt eine Grauzone zwischen automatischen und autonomen Waffen", sagt Michael Biontino, bis vor Kurzem deutscher Abr├╝stungsbotschafter in Genf. "Autonome Waffen machen die Zielerkennung selbst, sie haben keine Zielbibliothek gespeichert."

Russische Milit├Ąr-Show: Modell eines ferngesteuerten Systems im Stil eines Roboters von Kalaschnikow.
Russische Milit├Ąr-Show: Modell eines ferngesteuerten Systems im Stil eines Roboters von Kalaschnikow. (Quelle: Pavel Golovkin/dpa-bilder)

Es besteht kaum Zweifel, dass die USA, Russland, China, Israel, S├╝dkorea und Gro├čbritannien an solchen Systemen arbeiten. Sie existierten schon, sagt Neil Davison vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Es wacht ├╝ber die Einhaltung des humanit├Ąren V├Âlkerrechts, die weltweit anerkannten Genfer Konventionen, und ist besorgt ├╝ber die Entwicklung. "Angriffe sind streng auf milit├Ąrische Ziele zu beschr├Ąnken", hei├čt es in den Genfer Konventionen etwa. K├Ânnen Maschinen das entscheiden? "Menschen m├╝ssen gen├╝gend Kontrolle behalten, um legale Entscheidungen zu treffen", sagt Davison.

Wer tr├Ągt Verantwortung f├╝r Killerroboter?

Die Waffen der neuen Art werfen Unmengen Fragen auf: k├Ânnen sie erkennen, ob ein Feind sich etwa gerade ergeben will oder verletzt ist? Ob die erkannte Person zwar eine Waffe hat, aber nicht Soldat sondern J├Ąger ist? Ob der erkannte Soldat wom├Âglich ein Kamerad der eigenen Seite ist? Wer kann f├╝r Verbrechen mit Waffen, die kein Mensch mehr kontrolliert, zur Verantwortung gezogen werden?

"Die Linie der Bundesrepublik ist klar: f├╝r uns kann die Entscheidung ├╝ber Leben und Tod nicht einer Maschine ├╝bertragen werden", sagte Biontino im Fr├╝hjahr. Es steht sogar im Koalitionsvertrag: "Autonome Waffensysteme, die der Verf├╝gung des Menschen entzogen sind, lehnenwir ab. Wir wollen sie weltweit ├Ąchten." Gemeinsam mit Frankreich hat Deutschland einen Verhaltenskodex vorgeschlagen, wonach alle heutigen und k├╝nftigen Waffensystem menschlicher Kontrolle unterliegen m├╝ssen.

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Kampagne gegen Killerroboter verlangt verbindlichen Vertrag

Das sei ein zahnloser Tiger, sagt aber K├╝chenmeister. "Ein Verhaltenskodex ist nicht v├Âlkerrechtlich verbindlich." Die Kampagne gegen Killerroboter verlangt einen verbindlichen Vertrag. Aber viele L├Ąnder wollen sich in ihrer Waffenentwicklung nicht einschr├Ąnken lassen. Sie legen bei den Verhandlungen keine Eile an den Tag. "Dieses Zeitspiel ist hochriskant, wenn man sieht, welcher Grad an Autonomie schon erreicht worden ist", sagt K├╝chenmeister.

Mehr als 2000 Wissenschaftler, die mit k├╝nstlicher Intelligenz arbeiten, haben solche Waffen verurteilt. "Es gibt eine moralische Komponente", schrieben sie in einem Appell. "Wir d├╝rfen Maschinen keine Entscheidung ├╝ber Leben und Tod ├╝berlassen, f├╝r die andere - oder niemand - strafbar gemacht werden." Sie versprechen, niemals an der Entwicklung oder Herstellung von solchen Waffen mitzuhelfen und fordern Technologiefirmen auf, es ihnen gleich zu tun.

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