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Coronavirus-Krise: Corona-App läuft auf vielen Smartphones nicht


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Experten: Corona-App läuft auf vielen Smartphones nicht

Von dpa
Aktualisiert am 20.04.2020Lesedauer: 2 Min.
Die Handy-App zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland läuft nach Einschätzung von Experten nicht auf jedem Smartphone.
Die Handy-App zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland läuft nach Einschätzung von Experten nicht auf jedem Smartphone. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)
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Eine Warn-App soll im Kampf gegen das Coronavirus helfen. Aber ausgerechnet die am stärksten von Covid-19 bedrohten Menschen könnten dabei übersehen werden.

Das technische Konzept von Google und Apple für eine Corona-Warn-App kann nach Einschätzung von Branchenexperten auf vielen älteren Smartphone-Modellen nicht umgesetzt werden.

Die Funk-Technik "Bluetooth Low Energy" werde von rund zwei Milliarden Geräten weltweit nicht unterstützt, sagte Neil Shah, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research, der "Financial Times" (Montag). Auf jedem vierten Smartphone funktioniert demnach die moderne Bluetooth-Variante nicht. Hinzu kommt, dass viele Menschen nur ein einfaches Handy haben oder gar kein Mobiltelefon.

Betroffen wären vor allem ärmere und ältere Menschen

"Die grundlegenden technologischen Einschränkungen liegen in der Tatsache begründet, dass immer noch etliche Telefone in Gebrauch sind, die nicht über die notwendige Bluetooth-Variante oder das neueste Betriebssystem verfügen", sagte Ben Wood, Analyst beim Marktforschungsunternehmen CCS Insight. Betroffen wären überdurchschnittlich viele ärmere und ältere Menschen, die kein aktuelles Smartphone haben – und die auch zu den am stärksten von Covid-19 bedrohten Bevölkerungsgruppen gehören.

"Wenn Sie zu einer benachteiligten Gruppe gehören und ein altes Gerät oder ein Telefon nur mit Grundfunktionen besitzen, werden Ihnen die Vorteile, die diese App potenziell bieten könnte, entgehen", sagte Wood. Die Funktechnik "Bluetooth Low Energy" soll verwendet werden, um die Nähe zwischen zwei Geräten zu erkennen. Damit soll ein Konzept ermöglicht werden, um mögliche Infektionen mit dem Coronavirus zu erkennen und Infektionsketten zu unterbinden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte vergangene Woche angekündigt, dass sich der Start der Corona-Warn-App verzögern wird. "Aus heutiger Sicht sind es eher vier Wochen als zwei Wochen, bis wir tatsächlich dann eine haben, die auch alle Anforderungen voll erfüllt", sagte der CDU-Politiker.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur
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