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US-Beh├Ârden: Russland vermutlich hinter Hackerattacke

Von dpa
06.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Die gro├čangelegte Attacke war von der IT-Sicherheitsfirma FireEye aufgedeckt worden, die selbst Ziel der Hacker geworden war.
Die gro├čangelegte Attacke war von der IT-Sicherheitsfirma FireEye aufgedeckt worden, die selbst Ziel der Hacker geworden war. (Quelle: Jenny Kane/ap/dpa/Symbolbild./dpa)
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Washington (dpa) - US-Sicherheitsdienste haben Russland offiziell als mutma├člichen Urheber des j├╝ngsten massiven Hackerangriffs auf amerikanische Beh├Ârden und Unternehmen bezeichnet.

Das Ziel des Einbruchs in die Datennetze sei nach bisherigen Erkenntnissen das Sammeln von Informationen gewesen, teilten in einer gemeinsamen Erkl├Ąrung unter anderem die Bundespolizei FBI und der Abh├Ârdienst NSA mit. Zugleich sprachen sie mehr als drei Wochen nach Aufdeckung des Hacks von einem "fortlaufenden" Angriff, der noch untersucht werde. Man sei weiterhin dabei, das Ausma├č der Attacke zu verstehen.

Die Sicherheitsbeh├Ârden stellen sich mit ihrer Feststellung, dass "vermutlich" russische Hacker am Werk gewesen seien, klar gegen ├äu├čerungen des scheidenden Pr├Ąsidenten Donald Trump. Dieser hatte nach Bekanntwerden der Attacke ohne Belege behauptet, es h├Ątte ja auch China dahinter stecken k├Ânnen. Unterdessen zeigten sich IT-Sicherheitsexperten von Anfang an von der russischen Spur ├╝berzeugt - und auch Au├čenminister Mike Pompeo und der inzwischen abgetretene Justizminister William Barr ├Ąu├čerten sich entsprechend.

Die gro├čangelegte Attacke war von der IT-Sicherheitsfirma FireEye aufgedeckt worden, die selbst Ziel der Hacker geworden war. Die Angreifer hatten sich Zugang zu den Netzen ├╝ber vielerorts genutzte Wartungssoftware der Firma SolarWinds verschafft und waren ├╝ber Monate unentdeckt geblieben. Damit ist der Fall ein peinlicher R├╝ckschlag f├╝r amerikanische Sicherheitsdienste.

W├Ąhrend insgesamt rund 18.000 Kunden von SolarWinds betroffen seien, habe es nicht bei allen von ihnen danach verd├Ąchtige Aktivit├Ąten in den Netzwerken gegeben, hie├č es in der Mitteilung der Sicherheitsdienste am Dienstag. Darunter seien weniger als zehn US-Regierungsbeh├Ârden gewesen. Nach ersten Informationen waren die Hacker unter anderem in Systeme des Finanzministeriums und des Energieministeriums eingedrungen. Eine Sorge war danach, dass sie dabei zum Beispiel Angriffssoftware f├╝r Attacken auf das amerikanische Stromnetz eingeschleust haben k├Ânnten.

Die Zuordnung von Cyberattacken an Hacker aus bestimmten L├Ąndern ist generell schwierig - die Angreifer k├Ânnen ihre Spuren verwischen oder falsche F├Ąhrten legen. Die Experten orientieren sich meist an bereits bekannten Vorgehensweisen, manchmal auftauchenden Sprachfetzen in Software-Fragmenten und sogar Arbeitszeiten. Die amerikanischen Sicherheitsdienste machten keine Angaben dazu, auf welcher Basis sie hinter dem Angriff russische Hacker vermuten. Sie k├╝ndigten aber an, dass mit der Zeit weitere Informationen ver├Âffentlicht werden sollen.

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