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Vermögenswirksame Leistungen: VL-Sparen in ETFs – so geht's


So legen Sie vermögenswirksame Leistungen in ETFs an

Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 18.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Geldscheine (Symbolbild): Der Arbeitgeber zahlt oft vermögenswirksame Leistungen.
Geldscheine (Symbolbild): Der Arbeitgeber zahlt oft vermögenswirksame Leistungen. (Quelle: MiS/imago-images-bilder)
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Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber sogenannte vermögenswirksame Leistungen zahlt, sollten Sie nicht Nein sagen. Richtig angelegt lohnen sich schon geringe Summen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was sind vermögenswirksame Leistungen?
  • Gibt es ETF-Sparpläne für VL?
  • Lohnt sich ein ETF-Sparplan für vermögenswirksame Leistungen?

Jeden Monat bis zu 40 Euro zusätzlich bekommen – und dieses Geld ertragreich anlegen: Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland steht diese Möglichkeit zu. Das Prinzip nennt sich "vermögenswirksame Leistungen".


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Geld
Tipp 2: Verträge checken. Strom, Gas oder Smartphone können Monat für Monat viel Geld verschlingen. Es kann sich daher lohnen, mehrere Angebote zu vergleichen. Am Ende muss gar nicht immer ein Wechsel stehen: Oft gibt Ihnen der Anbieter die Option, den Tarif zu wechseln und so Geld zu sparen.
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Dabei legt Ihr Arbeitgeber Geld für Sie als Arbeitnehmer an, das Sie zusätzlich zum Gehalt bekommen – beispielsweise in einen Bank- oder Fondssparplan. Daneben gibt es allerdings auch die Möglichkeit, das Extra-Geld in Indexfonds, sogenannte ETFs, zu investieren. Wir zeigen Ihnen, warum sich gerade diese Option für Sie lohnen kann und was Sie beim "VL-Sparen" beachten sollten.

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Vermögenswirksame Leistungen, kurz VL genannt, können Ihnen beim Vermögensaufbau helfen. Das funktioniert so: Ihr Arbeitgeber zahlt zusätzlich zu Ihrem Gehalt als Arbeitnehmer eine bestimmte Summe in einen Banksparplan, Bausparvertrag oder Fondssparplan ein. Meist können Sie mitbestimmen, in welche Anlageform Ihr Arbeitgeber die VL investieren soll.

Ihr Arbeitgeber zahlt dabei maximal 40 Euro pro Monat (also 480 Euro im Jahr) in Ihr Investment ein. Zahlt Ihr Arbeitgeber weniger, können Sie den Betrag aufstocken, was sich für Sie sehr lohnen kann (siehe unten).

  • Börse & Märkte: Vergleichen Sie hier alle ETFs

Ein VL-Vertrag läuft normalerweise sieben Jahre. In den ersten sechs Jahren zahlt Ihr Arbeitgeber monatlich für Sie ein, das siebte Jahr ist dann ein sogenanntes Ruhejahr, in dem kein Geld fließt.

Erst danach erhalten die Arbeitnehmer das angesparte Geld samt der erwirtschafteten Erträge, genannt Renditen, ausbezahlt. In der Regel können Sie unabhängig davon aber auch danach weiter Geld in den Vertrag einzahlen.

Möglich ist auch, dass Sie zusätzlich zur herkömmlichen VL Geld vom Staat bekommen, die sogenannte Arbeitnehmersparzulage. Dazu muss Ihr zu versteuerndes Einkommen als Single unter 20.000 Euro im Jahr liegen. In diesem Fall werden bis zu 20 Prozent gefördert, maximal erhalten Sie so 80 Euro im Jahr zusätzlich. Aus diesem Grund kann es sich auch lohnen, selbst mehr Geld einzuzahlen – denn so können Sie den maximalen Förderbetrag vom Staat ausschöpfen.

Gibt es ETF-Sparpläne für VL?

Ja. Sie können vermögenswirksame Leistungen auch in einen ETF-Sparplan einzahlen. In diesem Fall legt Ihr Arbeitgeber die VL in einen ETF an, auch Indexfonds genannt. Bei diesem bildet ein Computeralgorithmus einen Aktienindex, wie zum Beispiel den Dax, nach.

Das Problem: Die meisten Anbieter für VL-Anlageprodukte haben lediglich Fondssparpläne im Angebot. Aktuell gibt es lediglich zwei Anbieter, die auch ETF-Sparpläne für vermögenswirksame Leistungen vertreiben: Finvesto und Oskar.

Finvesto ist eine Marke der Depotbank Ebase, Oskar arbeitet mit der Baader Bank und dem Vermögensverwalter Scalable Capital zusammen. Das sind die Konditionen der Anbieter:

  • Finvesto: Hier fallen nur Kosten in Höhe von 0,2 Prozent pro Transaktion, also je monatlichem Einzahlungsbetrag, an. Das sind bei 40 Euro im Monat acht Cent. Zusätzlich kommen Depotgebühren in Höhe von 10 Euro im Jahr dazu.
  • Oskar: Liegt Ihr Depotwert unter 10.000 Euro, zahlen Sie 1 Prozent des Depotwerts pro Jahr, danach sind es 0,8 Prozent. Dazu kommen Produktkosten der ETF-Anbieter von 0,14 Prozent des Depotwertes pro Jahr. Achtung: Die Arbeitnehmersparzulage können Sie bei Oskar nicht nutzen.

Lohnt sich ein ETF-Sparplan für vermögenswirksame Leistungen?

Ja. Denn Sparpläne in ETFs sind meist günstiger als Fondssparpläne. Der Grund: Bei ETFs muss kein Fondsmanager bezahlt werden, der das angelegte Geld umschichtet und verwaltet.

Auch im Vergleich zu herkömmlichen Banksparplänen sind ETF-Sparpläne von Vorteil, weil sie einen deutlich höheren Ertrag, genannt Rendite, abwerfen. Hintergrund dafür ist die anhaltende Zinsflaute, die dafür sorgt, dass Sparkonten seit Jahren kaum Zinsen abwerfen und es voraussichtlich noch eine ganze Weile nicht tun werden.

Mit einem ETF-Sparplan können Sie außerdem Ihr Risiko leicht streuen. Besonders komfortabel geht das etwa mit einem ETF, der den Aktienindex MSCI World nachbildet. Dann investiert Ihr Arbeitgeber für Sie in mehr als 1.600 börsennotierte Unternehmen weltweit. Eine solch breite Streuung gilt als vergleichsweise sicher.

Ein Beispiel, wie viel Vermögen Sie über einen VL-ETF-Sparplan erzielen können:
Wir gehen davon aus, dass Sie jährlich den vollen VL-Betrag von 480 Euro einzahlen, die jährliche Rendite des ETFs beträgt im Schnitt sechs Prozent. Nach sechs Jahren haben Sie dann ein Gesamtvermögen von 3.549 Euro erzielt. 2.880 Euro davon haben Sie eingezahlt, 669 Euro sind Erträge.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Finanztip
  • justetf.com
  • extraetf.com
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